Samstag , 26. September 2020
Die Leipziger Buchmesse musste wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr ausfallen, doch nun dürfen in Sachsen wieder Messen stattfinden. Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Corona-Zwangspause: Sachsen erlaubt als erstes Bundesland wieder Messen

Sachsen erlaubt als erstes Bundesland nach monatelanger Pause, wieder Messen und Kongresse zu veranstalten. Der Freistaat legte ein Hygienekonzept vor, das abgesegnet wurde. Bis zum Jahresende sind rund 100 Veranstaltungen geplant.

Leipzig. Die Leipziger Messe nimmt nach der mehrmonatigen Corona-Zwangspause ihr Messe- und Kongressgeschäft wieder auf. Das Land Sachsen hat in seiner neuesten Corona-Schutzverordnung Messen wieder erlaubt, wenn die Veranstalter Hygienekonzepte vorlegen. Das Konzept der Leipziger Messe sei jetzt vom Gesundheitsamt der Stadt geprüft und bestätigt worden, so dass der Veranstaltungsbetrieb ab sofort wieder aufgenommen werden könne, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Aussteller und Kunden bekommen wieder Planungssicherheit

„Der Freistaat ist das erste Bundesland, das Messen und Kongresse wieder möglich macht. Wir können die Arbeit wieder aufnehmen und unseren Ausstellern und Kunden Planungssicherheit geben“, erklärte Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner. Co-Chef Markus Geisenberger sagte, die Zustimmung der Stadt zum Hygienekonzept sei ein großer Schritt nach vorne. Der Abstand von 1,5 Metern werde gewahrt. Besucherströme würden gelenkt, und über einen Online-Ticketverkauf blieben die Kontakte rückverfolgbar.

100 Veranstaltungen bis Jahresende geplant

Als erste Veranstaltungen stehen vom 5. bis 7. September die Uhren- und Geschenkemessen Cadeaux und Midora im Kalender. Kongresse könnten theoretisch sogar früher wieder stattfinden. Die Leipziger Messe plant nach eigenen Angaben rund 100 Veranstaltungen bis Jahresende. Mehr als 100 wurden wegen Corona gestrichen, etwa 80 gab es im Januar und Februar vor dem Ausbruch der Pandemie. Das Unternehmen rechnet 2020 mit massiven Umsatzeineinbußen.

RND/dpa