Seitenteile für den neuen ID.3 werden im Presswerk von Volkswagen Sachsen in Zwickau transportiert. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/

EU-Autoabsatz: Auch im Mai bricht die Zahl der Neuzulassungen ein

In der EU haben die Autokonzerne weiter massiv mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Auch im Mai gibt es einen Einbruch der Neuzulassungen. Dieser fällt im Vergleich zum April jedoch deutlich geringer aus.

Brüssel. Die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben den Autoabsatz in der EU auch im Mai stark unter Druck gesetzt. Dank der Lockerungen für Autohäuser in vielen Ländern fiel der Einbruch der Neuzulassungen im Vergleich zum April jedoch deutlich geringer aus.

Insgesamt wurden in der Europäischen Union 581.161 Pkw neu zugelassen und damit gut 52 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der europäische Branchenverband Acea mitteilte. Das waren immerhin mehr als doppelt so viele Autos wie im April, als sich der Einbruch auf 76 Prozent belaufen hatte.

In den wichtigen Märkten Deutschland, Frankreich und Italien lag der Rückgang im Mai mit rund 50 Prozent etwa im Schnitt aller EU-Länder. In Spanien fiel er mit rund 73 Prozent deutlich stärker aus. In Großbritannien – das nicht mehr zur EU zählt – brachen die Neuzulassungen sogar um 89 Prozent ein.

Keine Automarke kann sich abkoppeln

Von dem allgemeinen Trend konnte sich keine der großen Automarken abkoppeln. Der VW-Konzern kam bei den Neuzulassungen auf ein Minus von 52 Prozent, für BMW inklusive Mini sowie Daimler mit Smart ging es um 50 Prozent abwärts.

Der PSA-Konzern mit Marken wie Peugeot, Citroen und Opel musste einen Rückgang um 56 Prozent hinnehmen. Fiat Chrysler kam auf Minus 55 Prozent, bei Renault waren es minus 53 Prozent. Hyundai samt Kia schlug sich mit einem Rückgang von 48 Prozent nur wenig besser.

In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden in der EU damit gut 3,3 Millionen Pkw neu zugelassen, das sind 41,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Während der Absatzrückgang in Spanien, Italien und Frankreich jeweils bei Werten um die 50 Prozent lag, fiel er in Deutschland mit 35 Prozent noch vergleichsweise glimpflich aus.

RND/dpa