Dienstag , 29. September 2020
Nicht (mehr) viel los: Vielen Start-ups macht die Corona-Krise zu schaffen, da sie nur wenige Rücklagen haben. Quelle: pixabay

KfW-Förderung: Viele Start-ups haben wegen Corona Anträge gestellt

Vielen Start-ups macht die Corona-Krise zu schaffen, da sie nur wenige Rücklagen haben. Geld aus einem staatlichen Förderprogramm für Start-ups soll helfen. Das Interesse der jungen Unternehmen ist groß.

Berlin. Zahlreiche Unternehmen haben Anträge auf Geld aus einem staatlichen Förderprogramm für Start-ups in der Corona-Krise beantragt. “Das Programm stößt auf sehr reges Interesse”, sagte Jörg Goschin, Geschäftsführer von KfW Capital, der Zeitung “Die Welt”.

Der öffentliche Dachfondsinvestor KfW Capital ist für das Programm zuständig, mit dem die Bundesregierung innovative und zukunftsträchtige Start-ups in der Krise stützen will. Finanz- und Wirtschaftsministerium hatten angekündigt, mit zwei Milliarden Euro die Wagniskapital-Finanzierung zu erweitern.

Staat kann sich mit bis zu 70 Prozent beteiligen

Das seit Mai laufende Programm richtet sich an Gründerfirmen, die bereits durch Wagniskapitalgeber finanziert werden. Für sie soll unter anderem KfW Capital in die Lage versetzt werden, Anteile von ausfallenden Fondsinvestoren zu übernehmen. Der Staat könne sich mit bis zu 70 Prozent an einer Investition beteiligen, es müsse aber auch eine private Beteiligung geben.

Nach Informationen der Zeitung haben bislang 45 Wagniskapitalgeber Anträge eingereicht. „Der erste Antrag ist nach sorgfältiger Prüfung bereits genehmigt, acht weitere stehen kurz vor Beendigung der Prüfung“, sagte Goschin demnach. Welche Start-ups darunter seien, habe er nicht gesagt.

Vielen Start-ups macht die Corona-Krise zu schaffen, da sie nur wenige Rücklagen haben. Neun von zehn jungen Firmen spürten die Pandemie bei ihren Geschäften, warnte der Bundesverband Deutsche Startups.

RND/dpa