Mittwoch , 28. Oktober 2020
Besonders die Elektro- und Maschinenbaubranche müssen zunehmend Kurzarbeit anmelden. Quelle: picture alliance / dpa

Ifo-Institut: In einigen Branchen steigt die Zahl der Kurzarbeiter immer noch

Nach aktuellen Zahlen des Ifo-Instituts geht die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland allmählich zurück. Im Juli waren 5,6 Millionen Menschen betroffen, 1,1 Millionen weniger als noch im Juni. Doch nicht alle Branchen können aufatmen: In der Elektroindustrie und im Maschinenbau nahm die Zahl sogar zu.

München. Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist nach Berechnungen des Ifo-Instituts im Juli auf 5,6 Millionen Menschen gesunken. Im Juni waren es noch 6,7 Millionen und im Mai 7,3 Millionen, wie das Institut am Donnerstag in München mitteilte. Der Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten schrumpfte damit von 20 auf 17 Prozent.

Mehr Kurzarbeit für Maschinenbau und Elektroindustrie angemeldet

“Der Rückgang hat sich zwar insgesamt beschleunigt, aber in einigen Branchen nimmt die Kurzarbeit sogar noch zu”, erklärte der Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link. Dazu zählen der Maschinenbau und die Elektrobranche: Im Maschinenbau sind nun 378.000 Personen in Kurzarbeit, im Juni waren es noch 354.000.

In der Elektrobranche sind nun 271.000 Beschäftigte in Kurzarbeit nach 260.000 Menschen im Juni. In der Industrie insgesamt sei die Zahl der Kurzarbeiter aber von 2,3 Millionen auf 2,1 Millionen Menschen leicht gesunken – darunter in der Autobranche und der Metallindustrie.

Bei den Dienstleistern sind den Angaben zufolge inzwischen deutlich weniger Menschen in Kurzarbeit. Im Gastgewerbe sind es derzeit noch 465.000 Menschen und damit 42 Prozent. Im Juni waren es noch 61 Prozent und im Mai 72 Prozent.

RND/dpa