Donnerstag , 29. Oktober 2020
Die Deutschen kehren zwar in Hotels zurück, doch ausländische Gäste bleiben noch fern. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Weniger Gästeübernachtungen: Deutschlands Tourismus im Minus

Obwohl die Deutschen durch Corona vermehrt Urlaub im eigenen Land machen, hat die Pandemie für starke Einbußen im Gastgewerbe geführt. Der Mai war 74,9 Prozent schlechter als der Mai 2019, im Juni gab es immer noch einen Rückgang um 41,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wiesbaden. Die Geschäfte von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben in Deutschland laufen nach den Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen nur zögerlich an. Die Zahl der Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Ferienunterkünften und auf Campingplätzen lag im Juni bei 29,5 Millionen, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das war ein Rückgang von 41,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Mai hatte es aufgrund zeitweiliger Schließungen ein Minus von 74,9 Prozent gegeben.

Corona: Mehr deutsche Touristen, deutlich weniger ausländische

Seit Mitte März galt wegen der Pandemie ein Übernachtungsverbot für privatreisende Gäste. Das Verbot wurde je nach Bundesland ab Mai aufgehoben. Bei den Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland gab es im Juni ein Minus von 79,0 Prozent auf 1,7 Millionen. Besser sah es bei Reisenden aus dem Inland aus. Mit 27,8 Millionen Übernachtungen lagen die Zahlen um 34,4 Prozent niedriger als im Juni 2019.

Im ersten Halbjahr 2020 verbuchten die Beherbergungsbetriebe insgesamt einen Rückgang um 47,1 Prozent auf 117,5 Millionen Übernachtungen. Die Zahlen beziehen sich auf Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten.

RND/dpa