Samstag , 19. September 2020
Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa kämpft noch immer mit den Folgen der Coronavirus-Pandemie.

Wegen Corona: Lufthansa prüft Stilllegung ganzer Teilflotten

Die Coronavirus-Pandemie hat viele Branchen mit voller Wucht getroffen. Auch der Flugverkehr kämpft mit erheblichen Verlusten. Die deutsche Airline Lufthansa steht trotz Staatskredit noch in den Miesen – und prüft deshalb nun den Verzicht auf einige Flotten.

Frankfurt am Main. Die Passagierzahlen bei den deutschen Fluggesellschaften befinden sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie seit Monaten auf einem historischen Tiefpunkt. Und die Zukunftsprognose der Airline sieht trotz Staatskredit düster aus: Aktuell gehen die Verantwortlichen des Unternehmens davon aus, dass sich die Lage erst im Jahr 2024 wieder normalisieren wird.

Und um die kommenden drei Jahre bis dahin zu überbrücken, prüft die Lufthansa laut einem Bericht des Onlineportals Aero offenbar bereits die Stilllegung ganzer Teilflotten.

Nachdem die angeschlagene Fluggesellschaft im zweiten Quartal 2020 einen Nettoverlust von rund 1,5 Milliarden Euro verkraften musste, verschärft sie demnach ihr Krisenprogramm nun noch einmal deutlich.

A380-Flotte steht auf dem Prüfstand

Der Vorstand werde „in den kommenden Wochen über die endgültige Stilllegung einzelner Flugzeugtypen und Teilflotten entscheiden”, heißt es dem Portal zufolge in einem Schreiben, das der Konzern im Intranet an seine Mitarbeiter gerichtet hat. Konkret prüfe man nach Aero-Informationen die Stilllegung der A380-Flotte sowie einen Komplettverzicht auf A340 und 747-400.

Sollte es zu einer Stilllegung kommen, ist dies nur einer von vielen Einschnitten, die die Fluggesellschaft seit der Krise machen musste. So wurde lange über den Staatskredit gestritten, der im Endeffekt dann doch nicht verhindern konnte, dass mittlerweile auch betriebsbedingte Kündigungen im Gespräch sind. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat die Lufthansa außerdem bereits 22 Flugzeuge vorzeitig ausrangiert.

RND/lz