In Spanien könnte die Wirtschaft unter den Folgen der Corona-Krise stark leiden. Quelle: Joan Mateu/AP/dpa

Balearen: Angst vor wirtschaftlichem Absturz wegen Reisewarnung für Mallorca

Nachdem die Infektionszahlen des Coronavirus in den vergangenen Tagen weiter anstiegen, hat das Robert-Koch-Institut Spanien zum Risikogebiet erklärt. Davon sind auch beliebte Reiseziele wie Mallorca oder Ibiza betroffen. Besonders für die Balearen könnte die Reisewarnung die Wirtschaft stark belasten.

Palma de Mallorca. Nach der Reisewarnung Deutschlands für fast ganz Spanien einschließlich Mallorca wächst die Angst vor einem wirtschaftlichen Absturz auf den Balearen. Als einen "tödlichen Schlag" bezeichnete die Zeitung "Diario de Mallorca" am Samstag die Entscheidung der Bundesregierung vom Vorabend, auch die liebste Urlauberinsel der Deutschen zum Corona-Risikogebiet zu erklären und vor Reisen dorthin zu warnen. Damit hätten sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet, die dem Tourismus für diese Saison den Todesstoß versetzt hätten, schrieb die Zeitung.

Balearen vom Tourismus abhängig

Nirgendwo in Spanien außer auf den Kanaren, die wegen niedrigerer Corona-Zahlen von der Reisewarnung ausgenommen wurden, sind die Menschen so sehr vom Tourismus abhängig wie auf den Balearen. In beiden Regionen trägt die Branche rund 35 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. Die Regionalregierung gab sich zuversichtlich, dass die Corona-Zahlen bald wieder fallen würden. Dafür gab es aber zunächst keine Anzeichen.

RND/dpa