Brasiliens Präsident in Washington

„Müssen für Demokratie eintreten“: Biden empfängt Lula im Weißen Haus

US-Präsident Joe Biden und sein brasilianischer Kollege Luiz Inácio Lula da Silva (l.).

US-Präsident Joe Biden und sein brasilianischer Kollege Luiz Inácio Lula da Silva (l.).

Washington. US-Präsident Joe Biden hat bei einem Besuch seines brasilianischen Kollegen Luiz Inácio Lula da Silva auf den Erhalt demokratischer Werte gepocht. „Die starke Demokratie unserer beiden Nationen wurde auf die Probe gestellt“, sagte Biden am Freitag im Weißen Haus in Washington. „Wir müssen weiterhin für die Demokratie eintreten, für die demokratischen Werte, die den Kern unserer Stärke ausmachen.“ Lula entgegnete mit Blick auf seinen rechten Amtsvorgänger Jair Bolsonaro: „Brasilien hat sich vier Jahre lang isoliert.“

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Der Links-Politiker Lula hatte sich Ende Oktober in einer Stichwahl gegen Bolsonaro durchgesetzt. Am 1. Januar trat Lula das Amt an. Der Machtwechsel wurde begleitet von schweren Krawallen. Anhänger Bolsonaros hatten im Januar den Kongress, den Obersten Gerichtshof und den Regierungssitz in der Hauptstadt Brasília gestürmt. Der Gewaltausbruch in Brasilien erinnert auf düstere Weise an den Sturm auf das US-Kapitol vor gut zwei Jahren, bei dem Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump gewaltsam in das Parlament in Washington eindrangen.

Lula kritisierte Bolsonaro bei dem Treffen mit Biden offen. Sein Vorgänger habe nicht viel auf internationale Beziehungen gegeben. „Seine Welt begann und endete mit Fake News, morgens, nachmittags und abends“, sagte Lula. „Kommt mir bekannt vor“, entgegnete Biden - eine offensichtliche Anspielung auf seinen Amtsvorgänger Trump.

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RND/dpa

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