Leopard, Gepard, Marder und Co.

Kämpfen, Schützen, Spähen: Das Who is Who der Panzer

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beim Besuch des Ausbildungsprogramms für ukrainische Soldaten im schleswig-holsteinischen Putlos, während der an einem Flugabwehrkanonenpanzer Gepard vorbeigeht.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beim Besuch des Ausbildungsprogramms für ukrainische Soldaten im schleswig-holsteinischen Putlos, während der an einem Flugabwehrkanonenpanzer Gepard vorbeigeht.

Berlin. Deutschland liefert der Ukraine Kampfpanzer des Typs Leopard 2. Auch andere Länder stehen dafür schon bereit. Der Leopard wäre nicht der erste Panzertyp, der an das von Russland angegriffene Land geht: Zuvor wurden bereits Spähpanzer, Schützenpanzer oder Transportpanzer übergeben. Doch was unterscheidet eigentlich den Schützenpanzer Gepard vom Kampfpanzer Leopard? Panzer für die Front werden in mehrere Kategorien unterschieden. Hier eine Übersicht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Kampfpanzer

Darunter verstehen die wissenschaftlichen Dienste des Bundestags ein Gefährt mit Gleiskettenantrieb und einer „sehr leistungsfähigen Kanone als Hauptbewaffnung in einem um 360 Grad drehbaren Geschützturm“. Der Kampfpanzer ist demnach auf dem Schlachtfeld das „am besten gepanzerte Fahrzeug“. Beispiele für den im Englischen Main Battle Tank (MBT) genannten Typ sind der deutsche Leopard 2, der US-amerikanische M1 Abrams, der britische Challenger 2 oder der französische Leclerc.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

+++ Alle aktuellen News im Liveblog +++

Schützenpanzer

Diese Fahrzeuge sind nach Definition des Bundestags keine Kampfpanzer. Trotzdem kommen sie an vorderster Front zum Einsatz und bieten einen fast annähernd gleichen Schutz. Soldaten können im Gefecht geschützt durch die Panzerung aus dem Fahrzeug heraus schießen. Die im Englischen Infantry Fighting Vehicle (IFV) genannten Gefährte sind meist mit leichter Kanone und immer öfter mit panzerbrechenden Lenkflugwaffen bestückt. Die Bundeswehr nutzt die Modelle Marder und Puma.

Französische Panzer von Typ AMX-10 RC.

Französische Panzer von Typ AMX-10 RC.

Spähpanzer

Dabei handelt es sich dem Bundestag zufolge um schnelle, kleine, geräuscharme und nur leicht bewaffnete Fahrzeuge, die meist als Radpanzer gebaut werden. Unter dem Motto „Sehen, ohne gesehen zu werden“ wird etwa der Spähwagen Fennek bei der Bundeswehr eingesetzt. Diese Definition widerspricht dem Panzermodell, das Frankreich an die Ukraine liefern will und ebenfalls als „Spähpanzer“ bezeichnet wird. Tatsächlich ist besagter AMX-10 RC ein Radpanzer mit großer Kanone.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Transportpanzer

Die Mannschaftstransportwagen sind dem Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa von 1990 zufolge für den Transport einer Infanteriegruppe, Verletzten oder Munition konstruiert und nur leicht bewaffnet. Die Panzerung der im Englischen Armoured Personal Carrier (APC) genannten Gefährte kann in der Regel nur gegen leichte und mittlere Infanteriewaffen bestehen. In der Bundeswehr sind die Modelle Fuchs und Boxer im Einsatz.

Spezialpanzer

Diese Kampffahrzeuge erfüllen auf dem Schlachtfeld einen Sonderauftrag. Mit dem Bergepanzer Büffel rettet die Bundeswehr liegengebliebene schwere Gefährte unter Beschuss, Flüsse und Gräben macht der Brückenlegepanzer Biber passierbar. Neben Schwimmpanzern, die zu den Amphibienfahrzeugen gehören, oder Minenräumpanzern gibt es etwa auch Flugabwehrpanzer wie den Gepard. Das von der Bundeswehr nicht mehr genutzte Modell wurde Ende 2022 an die Ukraine geliefert.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen