Matthias und Vanessa Schubert mit ihren Kindern Brian und Alexa. Die Familie ist beim Dahlenburger SK sehr engagiert.

Ein echter Glücksgriff für den DSK

Dahlenburg. Durch die Corona-Pandemie liegt der Sport im Moment brach, dennoch prägt Bewegung natürlich auch in diesen unruhigen Zeiten das Leben. Und sei es nur, um den Kopf frei zu bekommen. Eine lange Leidensgeschichte hat auch Matthias Schubert hinter sich. Doch der 34-Jährige ist mittlerweile wieder glücklich. Die LZ erzählt seine Geschichte.

Heute geht Matthias Schubert in der 1. Kreisklasse für die Fußballer des Dahlenburger SK auf Torjagd. Einst kickte der gebürtige Nordhesse aber viel höher, in der B-, und A-Jugend-Bundesliga für den SC Paderborn und später für den SV Höxter in der Verbandsliga. Nach einem rüden Foul stoppte ein Riss der Achillessehne allerdings seine Karriere. „Das war eine harte Zeit. In zwei Jahren Pause habe ich durch das Kortison fast 40 Kilo zugenommen“, erinnert sich Schubert.

Die schwere Verletzung hatte auch ihr Gutes

Sportlich wäre der Stürmer mit einer Sprintstärke von zirca elf Sekunden auf 100 Meter ohne Verletzung wohl mindestens in der Ober- oder Regionalliga gelandet. Der Entwicklung trauert er aber trotzdem nicht hinterher: „Dann hätte ich meine Frau vermutlich nicht kennengelernt.“ Die Liebe zu seiner Vanessa zog ihn später dann auch in den Norden. Fußballerisch lief er zunächst für die Lauenburger SV auf, bevor es ihn 2013 nach Dahlenburg zog.

Für den Dahlenburger SK ist die Familie Schubert ein echter Glücksgriff. Matthias ist als Jugendobmann aktiv, engagiert sich als 3. Vorsitzender im Vorstand des DSK und trainiert aktuell zwei Jugendmannschaften der Spielgemeinschaft Dahlenburg/Neetze/Bleckede. Nebenbei hat er auch noch seine Trainer C-Lizenz abgeschlossen. „Neben der U 10 und der U 12 habe ich parallel auch schon die U 15 gecoacht. Überall wo ein Trainer ausfällt, springe ich ein“, erklärt Schubert.

Auch seine Frau Vanessa macht viel im Verein

Der Stürmer bezeichnet sich selbst als Trainer der alten Schule, der viel Wert auf Kraft, Ausdauer und Disziplin legt. Gerne gibt er seine Erfahrung an die Kinder und Jugendlichen weiter.
Seine Frau engagiert sich als Jugendwartin und leitet das Eltern-Kind-Turnen des DSK. Während die Schubert-Tochter noch zwischen Rope-Skipping, Tischtennis und Fußball schwankt, läuft der Sohnemann in der U 12 dem Ball hinterher. „Zu den Kids habe ich mal gesagt, dass sie mich ertragen müssen, bis sie in den Herrenbereich wechseln“, meint Schubert.

Auch wenn der Stürmer aufgrund seiner Verletzungshistorie selbst heute hin und wieder noch Angst vor Sprints hat und sich selbst als „Opa“ in der Ersten Herren bezeichnet, möchte er so lange Fußball spielen, „bis ich nicht mehr geradeaus laufen kann“. Den Erwartungen etwas hinterherhinkend, sieht der 34-Jährige eine Menge Entwicklungspotenzial im Kader der Dahlenburger. „Die Jungs sind teilweise noch etwas zu grün hinter den Ohren und lassen sich zu leicht provozieren.“

Trotzdem sieht er die Möglichkeit, in zwei oder drei Jahren mindestens Kreisligafußball zu spielen. Mit dem Trainerduo Jens Zemke/Ingo Romich hat der DSK laut Schubert zwei „echte Vaterfiguren“ an der Seitenlinie, die ebenfalls das Potenzial des Kaders erkannt haben.

Viel Lob für das Trainerduo

„Würde Jens nicht sehen, dass die Mannschaft noch Zeit braucht um sich zu entwickeln, dann wäre er vermutlich schon nicht mehr da. Er ist fußballverrückt und kann sicher höherklassig trainieren“, so Schubert. Mit Romich hat Zemke laut Schubert das richtige Pendant an seiner Seite. „Ingo ist wie ich auch eher alte Schule, er kann die Jungs mit seinen Ansprachen packen. Mit ihm sind wir damals ja bereits in die Kreisliga aufgestiegen.“ Geht es nach Schubert, nicht das letzte Mal.

Von Florian Langanke

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