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Björn Esperling, Finn Sonntag und Maik Koch engagieren sich für den AEC. Foto: nh

AEC-Fans werden zu Sponsoren

Es geht zwar – zumindest kalendarisch – auf den Hochsommer zu, bei den Eishockey-Cracks des Adendorfer EC geht es gedanklich jedoch auch in der heißen Jahreszeit um den schnellen Kufensport. Während sich die Spieler des AEC bestmöglich abseits des Eises in Form halten, wird hinter den Kulissen an vielen Stellschrauben gedreht.

Finn Sonntag, Sportlicher Leiter des AEC, hat einige Transfers eingetütet, die auf der Jagd nach dem ersten Meistertitel der Regionalliga Nord helfen sollen. Mit den Kanadiern Thomas Stuart-Dant und Scott Dorion kommen ebenso vielversprechende Spieler nach Adendorf, wie mehrere Nachwuchstalente, beispielsweise Tom Kluvetasch von den Hamburg Crocodiles, Yannick Henry aus Timmendorf oder Finn Günther vom Hamburger SV.

An anderer Stelle ist Marketingchef Maik Koch aktiv. Er befindet sich beinahe den ganzen Sommer über in Verhandlungen mit Sponsoren und Partnern, um – neben dem sportlichen Erfolg – auch eine finanziell erfolgreiche Saison zu gewährleisten. Werbeflächen auf Trikot, Hosen, Helmen, auf den Banden oder auf der Eisfläche des Walter-Maack-Eisstadions in Adendorf stellen schließlich für viele Unternehmen aus der Region eine ebenso attraktive Werbemöglichkeit dar, wie das Stadionmagazin des AEC, die Vereinswebseite oder Werbe-LEDs.

Unterstützung erhält Koch neuerdings dabei von einem der wichtigsten Faktoren beim AEC: den Fans. Denn diese zeigen sich nicht nur während der Saison lautstark – ein Schnitt von rund 800 Anhängern pilgert regelmäßig zu Heimspielen – sondern auch im Sommer engagiert, um ihre Heidschnucken zu unterstützen. Nachdem AEC-Fanbeauftragter Björn Esperling via Facebook den Versuch startete, einen Teil der Banden-Werbefläche der Eishalle für die AEC-Fans zu buchen, hat sich die Idee bereits nach rund einer Woche  in einen Erfolg verwandelt. Zusagen von AEC-Fans brachten bereits über 1500 Euro für das Projekt ein. Über 80 Personen haben sich bis jetzt beteiligt. Sie werden mit ihrem Namen auf der Bande verewigt werden – zumindest für die kommende Saison 2017/18.

Wie groß die Fläche wird, die sich die Fans sichern wollen, weiß noch niemand. „Wir wollen das Team hinter dem Team unterstützen. Regionalliga-Eishockey kostet viel Geld. Ausrüstung, Auswärtsfahrten, Ligengebühren und weit mehr kommen da zusammen. Deswegen wollen wir als Fans des Adendorfer EC das, was anderswo vielleicht ein Großsponsor wuppt, selbst reißen“, berichtet Esperling. Abhängig davon, wie viele weitere Zusagen es gibt und wie viel Geld zusammenkommt, wird die Fanbande erweitert.

Stand jetzt erhalten die Fans zwei bis drei Meter Werbeplatz direkt am Eis. Die Verantwortlichen, die selbst vom großen Zuspruch überrascht sind, hoffen jedoch auf den einen oder anderen Meter mehr. Denn Werbung für Unternehmen finde sich in jeder Eishalle dieser Welt. Aber eine eigens von und für Fans organisierte Bande könne schon zu einem Hingucker werden – und je länger, desto stärker symbolisiere diese die Unterstützung der Fans.

Wer die blau-gelben bei der Aktion unterstützen möchte, kann noch bis zum 30. Juni 2017 unter Angabe des Namens und Nennung der Summe, die beigesteuert werden soll, eine E-Mail an fans@adendorfer-ec.net senden, über Facebook eine Nachricht an die Seite „Fanszene Adendorf“ leiten oder sich über alle anderen bekannten Wege an die Offiziellen des Teams wenden. Die Verantwortlichen freuen sich über jede Unterstützung – ab drei Euro pro Person kann jeder, der den AEC unterstützen möchte, dabei sein.

Marketingleiter Maik Koch ist begeistert über die gelungene Aktion, mahnt aber auch augenzwinkernd. „Wenn die Fans uns die ganze Bande wegbuchen, wird es für mich schwer, mit möglichen Neusponsoren über Bandenwerbung zu verhandeln.“ Sollte es so kommen, können sie es in Adendorf vermutlich verschmerzen. Denn über solch einen Rückhalt unter den Fans können sich vermutlich nicht viele Clubs freuen. Es wird spannend zu sehen sein, wenn die Regionalliga Nord-Saison im Oktober startet, wie präsent die Fans am Eis – und auch dahinter sind. Gegner der Heidschnucken werden im kommenden Jahr übrigens die Teams des Hamburger SV, Weserstars Bremen, Salzgitter, Hannover, Nordhorn und Bremerhaven sein.

Björn Esperling

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