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Lukas Turek, hier bei der Teampräsentation, bestreitet mit dem AEC heute sein erstes Pflichtspiel. Foto: lüb

Er hat das Zeug zum Publikumsliebling

Seinen Trainer und seine Mitspieler hat er bereits überzeugt und wenn er die Leistung aus den Testspielen nun auch in den Pflichtpartien abrufen kann, hat Lukas Turek allemal das Zeug zum Publikumsliebling in Adendorf. Der 25-jährige Neuzugang aus Tschechien soll in der jungen Verteidigung von Eishockey-Regionalligist Adendorfer EC gleich eine Führungsrolle einnehmen. Damit will er am Freitag um 20 Uhr beginnen – im Pokalspiel auf eigenem Eis gegen seinen alten Club Hamburger SV.

„Lukas ist ein sehr wertvoller Spieler für uns“, lobt AEC-Coach Falko Kucharek, „er hat ein starkes Aufbauspiel, sieht die freien Räume für die Mitspieler und sich selbst. Er ist eine Bereicherung für uns.“ In der Tat merkt man Lukas Turek die bewährte tschechische Eishockey-Schule an: super ausgebildet, ein sehr guter Schlittschuhläufer, stocktechnisch stark, kombinations- und passsicher. „Das zählt alles sicher zu meinen Stärken“, sagt er, „aber ich spiele auch gern mit dem Körper.“

Lukas Turek ist 1993 in Vimperk im Südwesten Tschechiens nahe der Grenze zu Bayern geboren. Er schaffte es bis in die zweite tschechische Liga. „Ich hätte dort weiterspielen können. Aber ich wollte dann irgendwann mehr ausprobieren, etwas Neues machen.“ Er wählte Deutschland. Seit vier Jahren ist er hier. Über einen Spielervermittler war sein Weg nicht nach Bayern, wie man vermuten könnte, sondern in den Norden nach Timmendorf gegangen. Es folgten weitere Stationen bei den Crocodiles Hamburg und eben dem Hamburger SV.

Den AEC aber habe er immer im Hinterkopf gehabt. „Immer wenn ich gegen Adendorf gespielt habe, habe ich mich vor allem auf die Auswärtsspiele gefreut. Es waren immer intensive Spiele, aber in erster Linie hat mich die Stimmung beim AEC immer fasziniert. Ich habe einfach Bock drauf, vor vielen Zuschauern zu spielen“, sagt er.

Um beim AEC zu spielen, nimmt Lukas Turek einige Wege in Kauf. Aktuell wohnt er in Hamburg, arbeitet in Scharbeutz nahe Timmendorf bei einem Hausmeister-Service und spielt eben in Adendorf Eishockey. Kurzfristig wird sich an dieser Konstellation erstmal nichts ändern. „Meine Freundin ist aus Tschechien nach Hamburg gezogen. Sie hat dort bessere Jobchancen, deswegen bleiben wir erstmal dort wohnen. Wenn sich das alles geregelt hat, kann man über einen Wechsel nachdenken“, erklärt er.

In seinem neuen sportlichen Umfeld jedenfalls fühlt er sich auf Anhieb richtig wohl: „Die Jungs sind super und alle sehr nett. So, wie man hier insgesamt als Spieler betreut wird, muss man sagen: Das gibt es sonst auf der Ebene nicht oft.“ Lukas Turek ist von Trainer Falko Kucharek auch die Rolle zugedacht, die jüngeren Spieler zu führen. Zuletzt bildete er ein Verteidiger-Paar mit Max Petersen. „Ein talentierter Junge, es macht richtig Spaß mit ihm“, meint Turek, „aber grundsätzlich muss jeder mit jedem spielen können.“

Jetzt freut sich Lukas Turek auf die Partie gegen seinen Ex-Club HSV. „Es ist immer was Besonderes, gegen seine frühere Mannschaft zu spielen“, meint er, „ich habe zu vielen dort noch einen guten Draht und wir schreiben uns vor dem Spiel viele Mitteilungen. Aber auf dem Eis sind sie 60 Minuten lang meine Gegner.“

 

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