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Max Petersen, Tauno Zobel, Kenneth Schnabel, und Vadim Kulabuchov (v.l.) wollen am Samstag unbedingt den zweiten Sieg gegen Salzgitter bejubeln. Foto: be

Höchste Zeit für eine Serie

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Kaum eine andere Phrase wird im Sport dermaßen häufig gebraucht wie diese Durchhalteparole. Auch beim Adendorfer EC gibt man den Kampf um einen der vier Play-off-Plätze nicht auf, obwohl der Eishockey-Regionalligist von acht Ligaspielen sieben verloren hat. So viele Punkte dürfen die Heidschnucken in den nächsten Wochen definitiv nicht mehr liegenlassen – schon gar nicht am Samstag (20 Uhr), wenn die Salzgitter Icefighters in Adendorf gastieren.

Die Phrase vom Sechs-Punkte-Spiel passt ebenso. Salzgitter steht auf dem vierten Platz, auf dem der AEC gern zum Abschluss der Vorrunde am 10. Februar stehen würde. Den einzigen Sieg landete das Team von Coach Waldemar Bartuli am Salzgittersee. Und das dank eines Doppelpacks in der Schlussphase, begünstigt durch eine Spieldauerstrafe des Kontrahenten. „Da hatten wir auch ein bisschen Glück, denn eigentlich hat Salzgitter einen sehr starken Eindruck hinterlassen“, räumt Adendorfs sportlicher Leiter Finn Sonntag ein. Prompt verloren die Südniedersachsen auch die nächsten beiden Partien knapp, müssen damit fürchten, schon am Wochenende aus den Play-off-Rängen herauszufallen.

Adendorf (3 Punkte aus 8 Spielen) wird zwei Kontrahenten hinter sich lassen müssen. Halbwegs in Sichtweite sind zurzeit nur Salzgitter (12 aus 10) und Meister Weserstars Bremen (11 aus 11). Zwölfmal darf der AEC noch ran, siebenmal davon zu Hause. Gegen Salzgitter wie auch gegen Bremen haben die Heidschnucken jeweils noch drei Chancen zu punkten. „Es ist also noch alles möglich“, sagt Sonntag, der auch betont: „Es ist noch nicht vorbei, wenn wir gegen Salzgitter verlieren sollten. Es wird mit jeder Niederlage nur schwerer.“

Realistisch betrachtet, sollten die Adendorfer wohl acht, besser neun der noch zwölf ausstehenden Partien gewinnen, um sich Platz vier zu sichern. Immerhin entspannt sich die personelle Situation: Die Tschechen Miroslav Litera und Patrik Sip sind wieder mit von der Partie, eventuell wird auch Hendrik Alexander wieder fit.

Die Icefighters setzen vor allem auf eine kompakte Defensive und auf einen in Adendorf bekannten Goalie, Dennis Korff, der von 2012 bis 2014 beim AEC zwischen den Pfosten stand, nach drei Stationen in der Oberliga Nord mittlerweile wieder in seiner Heimatstadt gelandet ist. Der Slowake Tomas Lesko ist aus beruflichen Gründen mittlerweile in seine Heimat zurückgekehrt, aus einem geschlossenen Team ragt nun der Tscheche Petr Binias mit 10 Scorerpunkten ein wenig heraus.

Der AEC hofft vor allem darauf, dass die Pokalniederlage gegen Timmendorf schnell aus den Köpfen heraus ist. Nach dem ebenfalls altbekannten Motto: Das nächste Spiel ist immer das schwerste.