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Die SVG-Spieler feierten in Friedrichshafen mit ihren Fans. Foto: Kram

Höhenflug der SVG wird bald unheimlich

Wie hoch hinaus geht es in dieser Saison noch für die SVG Lüneburg in der Volleyball-Bundesliga? Das Team von Trainer Stefan Hübner ist aktuell nicht zu stoppen und gewann sensationell beim deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen 3:2 (25:22, 19:25, 29:27, 22:25, 15:13). Damit kletterte die SVG auf Rang zwei, nur ein Punkt hinter den Alpenvolleys, die allerdings ein Spiel weniger bestritten haben.

Beide Teams lieferten sich einen packenden Schlagabtausch mit hochklassigen Ballwechseln. Die SVG überstand auch leichte Schwächephasen und ließ sich nicht davon beeindrucken, dass Friedrichshafen zweimal die Satzführung ausglich. Im Tiebreak führte die SVG recht schnell, ehe die Gastgeber am Ende noch einmal herankamen – letztlich zu spät.

Es war der erste Sieg der SVG überhaupt in Friedrichshafen. Die Partie war zudem ein erstklassiger Appetitmacher auf das Pokalfinale beider Teams am 24. Februar in Mannheim.

Bester Scorer und auch wertvollster Spieler (MVP) der SVG war Raymond Szeto mit 25 Punkten vor Ryan Sclater (15). Zweistellig punkteten auch Noah Baxpöhler und Cody Kessel (je 13). Bei den Hausherren war Bartlomiej Boladz (20) und Athanasios Protopsaltis (18) am durchschlagskräftigsten.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Montagausgabe der LZ.

4 Kommentare

  1. Unheimlich trifft es ziemlich gut! Wenn man bedenkt, dass der Satzverlust im vierten Abschnitt eigentlich unnötig war, schwindelt einen schon fast angesichts dessen, wozu die Jungs derzeit in der Lage sind. V.a. die Reaktion auf den Ausgleich hat mir gut gefallen; der Mannschaft war anzusehen, dass sie mit dem Punktgewinn nicht zufrieden war. Sie glaubt an sich und zieht sich selbst aus schwächeren Phasen raus. Es macht einfach nur Spaß ihnen zuzusehen. Man sollte aber die Ansprüche nicht zu hoch schrauben, es kann und wird auch mal wieder ein schwächeres Spiel kommen. Die nächsten Wochen halten einige Bewährungsproben bereit: Frankfurt auswärts, Haching und Düren zu Hause, dazwischen noch die Pflichtaufgaben gegen die Netzhoppers und beim VCO. Stefan Hübner ist der Garant dafür, dass das Team weiter von Spiel zu Spiel denkt.
    Gut für die SVG, dass die Großen der Liga immer noch denken, sie hätten schlecht gespielt, wenn sie Probleme gegen die LüneHünen haben. Sollen sie die SVG ruhig noch weiter unterschätzen! Den Verweis des VfB auf seine Verletztenmisere kann man auch nicht ganz ernst nehmen, haben sie doch gestern ihren kompletten Luxuskader durchprobiert – ohne durchschlagenden Erfolg. Die Verletzung ihres Liberos war natürlich nicht gerade förderlich, aber bei dem Budget und dem Kader müsste das auch aufzufangen sein.
    Toll wäre es, wenn die SVG sich eine gute Ausgangsposition für die Playoffs schaffen würde und mit einem Heimspiel starten könnte – das Pokalfinale ist das Sahnehäubchen auf der Saison.

    • Obacht, Cajetan,

      „dass die Großen der Liga immer noch denken, …“, klingt schon nach sehr nach Psychomythen in Traumtänzertüten, findest du nicht?

      „SVG bringt 2:0-Führung nicht nach Hause“ hieß es noch vor drei Wochen. So ist Sport: Mal ist man oben, mal unten. Mal himmelhoch jauchzend, mal zu Tode betrübt. Das sind die Gesetze des Show-Business. Bruce Darnell hat das Wesen der Sache schon vor Jahren auf den Punkt gebracht: „Drama, Baby, Drama!“

    • Leo
      Die Berliner und Friedrichshafen sind die großen.
      Dass man dort in der Fremde Punkte mitnehmen kann, hat niemand angedacht. Das ist Drama für die beiden Vereine.
      In der Berichterstattung der großen Vereine (dazu zählen sich jetzt auch Frankfurt und Alpenvolleys, da sie in der Champions League spielen) wird Lüneburg, auch aufgrund der Hallenverhältnisse, als klein beschrieben.

      Ich finde das gut. Jeder Punkt für die SVG in der Fremde, wird von den anderen Vereinen als großer Verlust angesehen. Und moch mehr von deren Berichterstattern.

      Diese Saison zieht die SVG eine große Show ab. Das freut mich.

      Ob man Rayn und Ray halten kann oder auch Cody? Wird schwierig….

  2. Ich denke, die sogenannten Großen immer nach ihrem Budget zu definieren, greift zu kurz. Nur wenige Teams haben ein großes Budget und auch die können nicht mehr Spieler auf das Feld bringen, da bleiben für die anderen Vereine noch genügend Talente übrig. Die müssen nur top trainiert und geformt werden und dabei leistet die SVG mit dem Toptrainer halt gute Arbeit. Von daher sollte auch mal ein Top Platz drin sein ohne das sich der Rest der Liga die Augen reibt.