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Die Eintracht mit Panagiotis Kafetzakis (l.) und Oliver Schulz hat sich in die Endrunde gezittert, die am Samstag auf ihrer Hasenburg stattfindet. Foto: t&w

Showdown auf der Hasenburg

Es geht um Prämien in einem Wert von insgesamt 2800 Euro. Es geht zumindest für die drei Landesligisten ums Einspielen vor den ersten Pokalaufgaben der Saison. Und es geht vor allem ums Prestige. Wer gewinnt das 13. Turnier um den LZsport-Cup? Diese Frage wird am heutigen Samstag auf der Hasenburg beantwortet.

Um 17 Uhr trifft der TSV Gellersen auf den MTV Treubund, um 18.20 Uhr folgt das zweite Halbfinale zwischen Gastgeber SV Eintracht und dem Regionalligisten Lüneburger SK. Um 19.45 Uhr steigt das Finale, Platz drei wird nicht ausgespielt. Wenn nach jeweils 60 Minuten kein Sieger feststeht, folgt sofort ein Elfmeterschießen. Was gibt es Neues von den vier Teams?

TSV Gellersen
Die Personaldecke wird wohl noch etwas dünner, weil einige Familienfeiern am Wochenende anstehen. Trainer Sven Kathmann muss daher Keeper Johst, Hövermann und Bergmann in jedem Fall ersetzen, weitere Ausfälle drohen. „Da der MTV auch unser erster Punktspielgegner ist, werden beide Seiten sicher ohnehin nicht alle Karten offenlegen“, vermutet Kathmann.
Beim 4:1 in der Vorrunde gegen Bardowick ließ er schon etwas defensiver spielen als in der Vorsaison – eine kompakte Hintermannschaft wird gegen den MTV erst recht nötig sein. In allen drei Pflichtspielen der vergangenen Saison (0:2, 0:0, 0:1) gelang Gellersen übrigens kein Tor.

MTV Treubund
Die Urlaubs- und Festivalzeit lässt auch den Kader von Sören Hillmer schrumpfen, Perera gesellt sich noch zu den Ausfällen. Auch deshalb erwartet der Trainer „ein Duell auf Augenhöhe“ und „ein sehr intensives Spiel“, zumal Robin und Mirko Meyer die ohnehin stattliche Liste der Ex-MTVer bei Gellersen noch verlängern.
Schon in der kommenden Woche sind die Lüneburger in zwei Pokalwettbewerben gefordert – Gellersen könnte dann Gegner in der 2. Runde auf Bezirksebene sein. Hillmer benötigt aber keine große Experimentierphase, da er nur vereinseigene Neuzugänge einbauen muss. Welchem Youngster traut er denn einen Platz in der ersten Elf zu? „Im Prinzip allen, sonst hätten wir sie nicht in den Kader geholt.“

Lüneburger SK
Kilian Neufeld hielt als Gastspieler seinen Kasten am Mittwoch gegen den SVI ohne Probleme sauber. Ob der ehemalige U 19-Nationalkeeper von Hannover 96 auch heute das Tor hütet, ist noch offen. „Kilian weiß, dass wir einen sehr starken Torwart haben“, betont Teamchef Rainer Zobel, „aber Konkurrenz schadet nicht.“ Die zweite noch offene Stelle im Kader nervt ihn zusehends. „Der Hype um Utku Sen ist mir ein bisschen zu groß“, sagt Zobel. Dem Stürmer liegt ein Angebot des LSK vor, spielt im Augenblick als Amateur mit. Sollte sich Sen doch für einen Wechsel entscheiden, würde die Welt für Zobel nicht untergehen: „Wichtig ist, dass wir einen Kader haben, den wir auch bezahlen können und mit dem wir in der Liga mithalten können.“

Eintracht Lüneburg
Kurz vorm K.o. stand die Eintracht am Donnerstag gegen Mechtersen/Vögelsen, drehte erst in der Schlussphase die Partie (2:1). „Wir haben es zuvor nicht geschafft, Tempo aufzunehmen“, erkannte Co-Trainer Thorsten Sasse. So funktionierte die Offensive erst, als Zemke und Moslehe nach vorn gezogen wurden und ihre Wendigkeit ausspielten. Auch Müller gefiel in einer etwas offensiveren Rolle, Mancini als Außenverteidiger.

Und die Statistik…
Der LSK und der MTV Treubund sind nach den Eindrücken der ersten Spiele favorisiert, dieses Finale gab es jedoch erst einmal im LZsport-Cup. 2012 gewann der LSK 2:1. Allerdings verlor der LSK drei Halbfinal-Spiele gegen den MTV Treubund. 2014 fand bei drückender Hitze schon einmal eine Finalrunde auf der Hasenburg statt, damals gewann die Eintracht das Endspiel gegen Gellersen 3:0. Das einzige Finale in der Cup-Historie, das es bereits häufiger als nur einmal gab, ist diesmal nicht möglich. Es lautet LSK gegen Eintracht…