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Alessandro Otte (M.) deutete beim Hallenturnier des LSK schon mal seine Fähigkeiten an. Foto be

Bewusst einen Schritt zurück

Sein erster offizieller Aufritt für den Lüneburger SK endete nicht unbedingt wie gewünscht. „Wir waren einfach zu blind“, meinte Alessandro Otte, Winterneuzugang des Fußball-Regionalligisten nach dem verlorenen Finale beim Mölders-Cup in Adendorf. Sich selbst nahm er dabei nicht aus – der 21-Jährige verballerte einige Chancen beim 1:2 gegen die SV Eintracht. Doch viele Beobachter auf der Tribüne waren sich einig: Der wird sich schnell in die Stammelf spielen.

Spielen würde Otte sowieso gern einmal wieder, nachdem er beim West-Regionalligisten SC Verl keine einzige Minute aufs Feld durfte. „Verl ist eine überragend homogene Mannschaft“, berichtet der Defensivspezialist von seiner letzten Station in Westfalen. „Die haben mit die besten Regionalliga-Stürmer. Jedes Training hat mir viel gebracht, ich habe immer weiter an mir gearbeitet.“

Doch wie jeder Fußballer will er eben nicht nur trainieren, sondern auch unter Wettkampfbedingungen zeigen, was er drauf hat. Otte konnte dies schon hinreichend beim FC St. Pauli, wo er in der B- und A-Jugend in der Bundesliga auflief, später im Herrenbereich auf 35 Regionalliga-Spiele für die Zweite vom Millerntor kam. Groß geworden ist er wie sein Bruder Sören beim VfL Suderburg – Sören spielte auch mal für ein Jahr in der LSK- A-Jugend, studiert mittlerweile in Hannover. Vater Achim coachte den Regionalligisten 2017 ein halbes Jahr lang, ehe er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgab.

Für Alessandro Otte aber sind die Schwarz-Weißen Neuland, allein Marian Kunze kennt er aus gemeinsamen Zeiten beim FC St. Pauli. Der Neue hatte Ende Oktober aber schon eine Woche lang beim LSK mittrainieren dürfen und einen guten Eindruck von seinem künftigen Team bekommen. „Und jetzt kann ich mir keinen besseren Einstieg als das Trainingslager in Ägypten vorstellen“, freut er sich. Am 17. Januar geht‘s los in den warmen Süden.

Die Zeit beim Regionalliga-Zweiten Verl ist abgehakt. „Ich gehe bewusst einen Schritt zurück“, sagt Otte, „damit ich auch mehr Zeit für mein Studium habe.“ Er hatte schon Betriebswirtschaftslehre an der Fern-Universität Wismar ausgewählt, als er bei St. Pauli unter Vertrag stand.

Dass Otte im vergangenen halben Jahr nur fünfmal für die Landesliga-Reserve des SC Verl aufaufen durfte, ist für seinen künftigen Teamchef Rainer Zobel „nicht wichtig. Ich schaue mir Spieler selbst im Training an – und Alessandro hat einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen.“ Vor allem gefällt es Zobel, dass der Innenverteidiger auch auf der Sechs einsetzbar ist. „Wenn Not am Mann ist, dann kann ich auch Außenverteidiger spielen“, sagt Otte.

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