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Andreas Bahlburg (r.) war beim Einrollen des Bodens in der Gellersenhalle auch vor Ort. Foto: be

SVG nach Hamburg – ein letztes Mal?

Die SVG Lüneburg zieht um. Zwölf Helfer packten zwei Lkw voll, die von der Reppenstedter Gellersenhalle Richtung CU Arena fuhren. Es folgt noch ein weiterer Laster, der die LED-Werbebanden aus der Alsterdorfer Sporthalle nach Neugraben transportiert. Gut dreißig Leute sind dieser Tage im Einsatz, damit der Volleyball-Bundesligist am Sonnabend (15.10 Uhr) die Volleys Herrsching in der CU Arena begrüßen kann.

Geht es nach Geschäftsführer Andreas Bahlburg, weichen die Lüneburger zum letzten Mal in den Hamburger Westen aus, denn 2021 soll die Arena Lüneburger Land stehen. „Ich hoffe, dass wir in der kommenden Saison spätestens zu den Playoffs in die Arena umziehen können“, sagt Bahlburg, der vor allem die Betreiberfrage geklärt sehen will: „Wir kommen ja auch gegenüber der Liga in Erklärungsnotstand, weil wir seit 2017 immer wieder Einzelanträge für die Zulassung der Gellersenhalle als Spielort stellen müssen.“

Schon jetzt kümmert sich bei der SVG eine Projektgruppe Eventisierung um die Vermarktung der Heimspiele in Lüneburg. „Denn das Paket muss nicht nur sportlich stimmen“, der von einem Zuschauerschnitt von 1500 bis 2000 ausgeht – und auf einen Vorstoß in die nationale Spitze hofft, ohne sich dabei finanziell zu überheben.

Ein ausführliches Interview mit Andreas Bahlburg lesen Sie am Freitag in der LZ, gedruckt und digital.

6 Kommentare

  1. Hat eigentlich die SVG schon ein Nutzungsvertrag mit dem Landkreis für die neue Halle abgeschlossen ? Nicht das die Nummer schief geht !! Neue Halle, kein Volleyball. Der Supergau…. Der Betreibervertrag mit der Hoppe Crew ist ja noch nicht safe. Neuverhandlungen werden wohl wieder aufgenommen.

  2. Sehr geehrter Herr Safft,

    in Ihrem heutigen Bahlburg-Interview möchten Sie von Ihrem Gesprächspartner wissen: „Die Partien gegen Herrsching und Düren werden live im TV-Sender Sport1 übertragen, beginnen daher schon um 15:10 Uhr. Die SVG erhält dafür nichts, muss sich sogar an den Produktionskosten beteiligen. Wie rechnet sich das?“ (LZ, 31. Januar 2020, Seite 21, Spalte 3) Waren Infos und Frage als werblicher Programmhinweis gedacht? Denn statt mit einer einzigen Silbe darauf einzugehen, spult Herr Bahlburg einfach weiter seine Reklamebotschaften ab: Klagt, (A) in Reppenstedt könne nicht einmal mit einer Handkamera gefilmt werden (was unwahr ist), behauptet, (B) „gewöhnlich“ erreiche „man“ mit solchen Übertragungen 80.000 bis 120.000 Menschen (Wie das? Nur 217.000 Fernseh-Zuschauer und katastrophal mieserable Besucherzahlen gab es am 10. Januar beim Finale Deutschland vs Frankreich um die Olympiaqualifikation in Berlin zu vermelden.) und lobt, (C) in der Arena, deren „Schicksal“ wieder völlig offen ist (siehe: https://blog-jj.com/2020/01/27/arena-roulette-mit-hohem-einsatz-um-steuern-und-betreiber/#comment-9216), seien Kameraplätze „fest“ vorgesehen.

    Warum haben Sie nicht bei Herrn Bahlburg nachgehakt, was denn nun der SVG-Geschäftsführer (als Boss eines Vereins der 1. Bundesliga (!)) mit einem Jahresbudget von 650.000 Euro für die beiden Sport1-Übertragungen hinblättern muss (anstatt Gebühren zu kassieren), Herr Safft? Und warum haben Sie sich nicht erkundigt, wie Herr Bahlburg zu seinen hohen Zuschauerwerten bei solchen TV-Übertragungen kommt, die gerade bei der Kombi von Sport1 + Volleyball „gewöhnlich“ kaum die 20.000 erreichen?

    • Lieber User! Die Frage war ganz bestimmt NICHT als werblicher Hinweis gedacht, denn der SVG füllen nur die Zuschauer vor Ort das Geldsäckel, keine TV-Zuschauer. In Reppenstedt ist es bei auch nur halbwegs voller Halle viel zu eng, um dort mit einer Handkamera herumzulaufen, man würde überall nur den Zuschauern im Weg herumstehen. Die durchschnittlichen TV-Quoten für Bundesliga-Volleyball haben sich in den vergangenen beiden Jahren bei 90.000 bis 120.000 eingependelt, wie Sie ergoogeln können. Der Produktionskostenzuschuss muss, wie Sie dem Lizenzstatut entnehmen können, von jedem Erstligisten bezahlt werden und kann für die gesamte Saison „bis zu 10.000 Euro“ betragen. Ich hoffe, dass damit erst einmal alle Fragen beantwortet sind. Andreas Safft

      • Ja, klasse, Herr Safft! Vielen Dank! In Ihrer Antwort steckt genau die Zackigkeit, die ich heute kurz nach Sonnenaufgang am Frühstückstisch bei der Lektüre von Seite 21 in der LZ vermisst habe.

        LZsport-Interviews sollten kein Hallenhalma sein, finde ich 😉 Tackling und überraschende Fragen sind genausowenig verboten wie journalistisches Insistieren. Und auch sollten solche ganzseitigen Gesprächspräsentationen mal nicht unmittelbar vor Arena-bezogenen Kreistagssitzungen stattfinden. Es ist ja nicht nur so, dass der Volleyball eine gute Presse braucht, der lesende Staatsbürger braucht sie auch! – Meine Meinung!

        – Es sind schon TV-Berichte aus der Gellersenhalle gemacht worden, wie war das möglich, wenn dort keiner mit einer Handkamera rumlaufen kann?

        – Unter welchem seriösen URL kann ich denn die genannten Einschaltquoten verifizieren? (Bitte nicht http://www.volleyball-bundesliga.de / da könnte ich mir die Zahlen auch gleich ausdenken.)

        – Ein ganz interessanter Link ist der: https://www.spiegel.de/sport/sonst/sportdaten-analyse-wo-klootschiessen-den-fussball-schlaegt-a-1279190.html Aber da gibt es keine TV-Zahlen.

      • Liebe Sportred,

        im Gegensatz zu den gefakten Zuschauerzahlen in der Gellersenhölle, die von der SVG in Umlauf gebracht werden – und lange Zeit in der LZ veröffentlicht wurden – sind diese Einschaltquoten echt.
        Die 3 meistgesehenen Sendungen von Sport gestern (1.2.20) waren:

        1.) SPORT1 Late-Movie, Wasteland Wdh 23:02(Uhrzeit) / 01:23 (Dauer hh:mm) / 0,242 (Sehbeteiligung in Millionen)
        2.) Teleshopping Nacht 00:45 / 00:15 / 0,047
        3.) SPORT CLIPS, Nacktgymnastik Folge 24 Wdh / 01:26 / 00:10 / 0,038

        Quelle: https://www.agf.de/daten/tvdaten/hitliste/?datum=gestern

        Das Spiel SVG LÜNEBURG gegen WWK Volleys Herrsching haben gestern auf SPORT1 keine 38.000 Zuschauer gesehen.
        L

    • Otto fragen sie doch einfach ihren Kollegen Safft wie sie die Aufmerksamkeit für den Volleyball zumindest Redaktionsintern steigern können. Ob sich daraus folgend auch die Aufmerksamkeit und das Interesse der Lüneburger und Lüneburgerrinnen steigern lässt, bezweifle ich. Macht aber auch nichts, denn das schöne beim Volleyball ist doch das die Voleyballer diesen Sport noch wirklich für sich machen und nicht für das große Publikum. Ehrlicher Sport sozusagen, wie im Jugendfußball, was bei den Männern im Spitzenfussball Bundesliga etc. doch schon fast Zirkus Charakter hat und mehr Geschäft als Sport ist.

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