Home / Aktuelles / Zuversicht beim Adendorfer EC
Finn Sonntag, Geschäftsführer des AEC, ist unglücklich über den Eishockey-Ausfall. Mittlerweile aber arbeitet er gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter an der Zukunft des AEC. Foto: t&w

Zuversicht beim Adendorfer EC

Für Aufregung sorgte jüngst die öffentliche Bekanntmachung eines Handelsregister-Eintrags den Adendorfer EC betreffend. Wie berichtet hatte die Spielbetriebsgesellschaft des Eishockey-Regionalligisten im November vergangenen Jahres durch ihren Geschäftsführer Finn Sonntag einen Insolvenzantrag stellen müssen, nachdem klar war, dass die komplette Saison wegen der defekten Adendorfer Eishalle ausfallen würde.

In dem Eintrag hieß es nun u.a.: „Durch Beschluss des Amtsgerichts Lüneburg … vom 1. 1. 2020 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst.“

Der Begriff „aufgelöst“ sorgte teilweise für Irritationen und besorgte Fragen, ob es denn das nun gewesen sei für das Regionalliga-Team des Adendorfer EC. Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Christian Schreiber beruhigt und klärt auf: „Das ist eine reine Formalie und ist gesetzlich so geregelt. Wenn das Insolvenz­verfahren eröffnet ist, muss eine Gesellschaft im Handeslregister als aufgelöst eingetragen werden. Das heißt aber nicht, dass sie erloschen ist. Die Spielbetriebs-UG des Adendorfer EC gibt es noch.“

Das Insolvenzverfahren läuft also nach Plan. Aktuell können die Gläubiger ihre Ansprüche beim Insolvenzverwalter eintragen lassen. Am 4. März ist eine Gläubigerversammlung angesetzt. „Unser Ziel ist es, im Rahmen des Insolvenzverfahrens einen Insolvenzplan umzusetzen“, erklärt Schreiber.

Die Gläubiger würden in dem Fall anteilig aus dem Vermögen der Gesellschaft bedient. Schreiber arbeitet darauf hin, dass die Gläubiger bei der Versammlung eine Fortführung der Gesellschaft beschließen. „Dann könnte der AEC in der kommenden Saison wieder Eishockey spielen. Denn nach unseren Informationen sieht es gut aus, dass die Reparaturarbeiten rechtzeitig abgeschlossen werden und es auch Eis gibt“, sagt Schreiber.

Die Eishockey-Fans dürfen also hoffen, dass es nach dem Horrorjahr für den AEC in der Regionalliga weitergeht. Einen Startplatz hätten die Adendorfer durch die Ligenleitung garantiert, weil die Insolvenz unverschuldet zustande kam. Schreiber lässt durchblicken, dass auch ein Budget für die kommende Saison bereits in Planung ist. Immer vorausgesetzt, die Gläubiger beschließen am 4. März die Fortführung der Gesellschaft. „Wir sind auf jeden Fall gut im Zeitplan“, sagt Schreiber zuversichtlich.

„Ich bin relativ entspannt. Sicher gibt es noch viel zu tun. Aber ich glaube, dass wir das hinkriegen“, sagt Finn Sonntag, der im Fall der Fortführung der Spielbetriebsgesellschaft wieder als Geschäftsführer zur Verfügung steht. Unlängst saß er mit dem Steuerberater des Adendorfer EC zusammen, um die Kalkulation für die kommende Eishockey-Saison durchzusprechen. Sonntag erfreut: „Er hat alles als schlüssig bewertet.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.