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Die SVG Lüneburg, hier im Endspiel 2019 gegen Friedrichshafen, wird sich in der kommenden Saison auch im Pokal ausschließlich mit Erstligisten messen. Foto: be

Erstligisten bleiben im Pokal unter sich

Wegen der in den nächsten Monaten weiter unsicheren Corona-Situation haben die Volleyball-Verbände eine Änderung des DVV-Pokals beschlossen: In der Saison 2020/21 werden ausschließlich die Mannschaften aus der 1. Bundesliga am DVV-Pokal der Männer und Frauen teilnehmen.

„Die Landes- und Regionalpokale sowie die Pokal-Qualifikation sind die ersten Termine im Spielplan. Das birgt die Gefahr, dass es hier noch zu behördlichen Einschränkungen bei der Spieldurchführung kommt, dass unterschiedliche Regelungen in einzelnen Bundesländern gelten und Terminverschiebungen den regulären Start des Ligabetriebs und der Pokalhauptrunde gefährden“, begründet DVV-Präsident René Hecht die Entscheidung, dass die Teams unterhalb der 1. Liga in der kommenden Saison nicht am Pokal teilnehmen werden.

Auch der Modus wird vorübergehend geändert: Anstatt die Partien nach jeder Runde neu auszulosen, wird in einem Pokalbaum gespielt. Dabei sind der amtierende Pokalsieger sowie drei weitere Teams für das Viertelfinale gesetzt. Die verbleibenden Mannschaften ermitteln die vier weiteren Viertelfinalisten. Spielen weniger als zwölf Mannschaften in der 1. Bundesliga werden für die erste Runde weitere Freilose ermittelt.

In der einmaligen Auslosung vor Saisonbeginn werden die Erstrundenspiele sowie das Heimrecht für alle weiteren Runden ermittelt. „Auf diese Weise erhalten die Vereine eine größere Planungssicherheit, was Hallenverfügbarkeit und mögliche TV-Übertragungen angeht. Auch der Ausfall einzelner Spiele – zum Beispiel aufgrund einer corona-bedingten Quarantäne – kann so besser kompensiert werden“, sagt VBL-Präsident Michael Evers. Zuvor hatten die Clubs der 1. und 2. Liga dem Antrag auf Änderung des Pokalmodus mit großer Mehrheit zugestimmt.

Die Endspiele der Frauen und Männer sollen am 28. Februar 2021 wie gewohnt in der SAP-Arena Mannheim ausgetragen werden.

5 Kommentare

  1. Warum sind die Volleyballhallen und -Arenen so schlecht besucht? Weil Fans keine Marketingmaschine zum Investieren wollen, sondern eine Mannschaft zum Identifizieren.

  2. Kollabiert die Volleyball-Bundesliga?

    BR Volleys bereiten Wechsel in die polnische Liga vor:

    Wer soll den Berlinern künftig Paroli bieten, wenn sie ihren Champions-League-Kader behalten? Ob Dauerrivale VfB Friedrichshafen Niveau und Budget wahren kann, ist fraglich. Ob Frankfurts Mäzen Jörg Krick weiter Summen wie bisher in die United Volleys steckt, nachdem sein Sohn Tobias nach Italien wechselt, ist offen. Der VC Eltmann scheiterte: Insolvenz. Die Alpenvolleys Tirol-Haching beendeten ihr deutsch-österreichisches Projekt. Rottenburg zog sein Team aus Geldmangel zurück. Neun Erstligisten sind übrig.

    BR-Manager Kaweh Niroomand sieht in Deutschland keine Wachstumsperspektive mehr für seinen Berliner Volleyball-Klub. Um sich in Europas Spitze zu etablieren, will er einen neuen Weg gehen:

    https://www.berliner-zeitung.de/sport-leidenschaft/br-volleys-bereiten-wechsel-in-die-polnische-liga-vor-li.84222

  3. Liebe Sportred,

    warum thematisiert die LZ nicht die Polen-Ambitionen der BRD Volleys?