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Eine Szene aus dem Regionalliga-Heimspiel des Lüneburger SK gegen den VfB Lübeck im vergangenen November. Foto: Behns

Böse Überraschung für Lübeck

Die Saison in der Fußball-Regionalliga Nord soll abgebrochen werden. Das ist das Ergebnis einer Videokonferenz der 18 Vereine, darunter der Lüneburger SK, mit dem Präsidium des norddeutschen Fußball-Verbandes.

Der Meinungsaustausch ergab, dass es einen Aufsteiger, aber keine Absteiger geben soll. Überraschend, das berichtet der „Sportbuzzer“, stimmten die Vereine knapp mit 8:6 gegen einen direkten Aufstieg des VfB Lübeck, stattdessen für eine Relegation zwischen Lübeck und dem VfL Wolfsburg II. Vier Vereine enthielten sich.

Das Ergebnis ist allerdings nicht bindend, sondern nur ein Meinungsbild. Die Entscheidung darüber trifft das Präsidium des norddeutschen Fußball-Verbandes. Und der soll, so heißt es, eher die Quotientenregelung bevorzugen. Demzufolge würde Lübeck direkt aufsteigen. Der „Sportbuzzer“ zitiert Lübecks Vorstandssprecher Thomas Schikorra: „Ein Relegationsspiel wird es mit uns nicht geben. Das ist rechtlich ausgeschlossen.“

Diese Frage wird noch für reichlich Diskussionen sorgen.

 

 

31 Kommentare

  1. Wieso sollte es ein Relegationsspiel geben? Weil der VW-Marketingvorstand das so will? Lübeck hat 25 Spiele und 61 Punkte, Wolfsburg II 24 Spiele und 56 Punkte. Selbst, wenn Wolfsburg die 3 Punkte des ausstehenden Spiels geschenkt bekäme, läge der Verein mit 59 Punkten immer noch auf dem zweiten Platz.

    Wird abgebrochen, muss Lübeck nach der Quotientenregel aufsteigen. Alles andere wäre eine nicht zu erklärende Schweinerei.

    • Beide Mannschaften haben in der Auseinandersetzung gegeneinander ihr jeweiliges Auswärtsspiel mit
      2 :1 gewonnen, nach der Quotientenregel hat Lübeck die Nase vorn, also warum eine zusätzliche Relegation? Was mag die 8 Vereine veranlassen, für die Relegation zu stimmen? Müßte dann nicht auch der Abstieg über Relegatiion entschieden werden, und wenn ja zwischen welchen Beteiligten?

      • Dass 8 Vereine für eine Relegation stimmen ist einfach erklärt. Wie viele Fans bringt Lübeck mit im Gegensatz zu Wolfsburg.
        Bringt mehr Einnahmen

        • „Wolfsburg bringt mehr Einnahmen“ – für wen? Für die acht Lübeck-Neider? Für die Liga? Nein! Höchstens doch wohl für Wolfsburg II. Warum leistet sich der VW-Konzern zwei Profi-Klubs? Aus Freude am Sport? Kann ein Konzern Freude empfinden? Oder will das Management endlich Revenues? Soll die Reklamemaschine „Fußball“ den Verkauf von Dieselstinkern und Abgaspestern auch über das Drittligapublikum anheizen?

          Diese „böse Überraschung“ ist eine moralische Bankerotterklärung aller Videokonferenzteilnehmer aus 18 Vereinen (darunter der Lüneburger SK) und dem Präsidium des norddeutschen Fußball-Verbandes.

          Schade, dass Ekel immer nur den quält, der ihn empfindet, und nicht auch die, denen er gilt.

          • Der LSK hat übrigens für einen direkten Aufstieg des VfB Lübeck gestimmt!

          • So einen Quatsch habe ich schon lange nicht mehr gelesen!!! Der LSK hat übrigens FÜR den direkten Aufstieg Lübecks gestimmt. Am besten DU informierst dich erstmal richtig….

          • Worin besteht denn der „Quatsch“, mein Kleiner? Schimpfen kann jeder Spießer. Erklärungen abgeben ist schon eine andere Nummer.

            Dass der LSK NICHT für Lübeck gestimmt hat, habe ich an keiner Stelle behauptet. Mal richtig hinlesen, bevor du losschnaubst, Silberschwaller!

            Der Skandal besteht für mich darin, dass es FÜR DIE DURCHFÜHRUNG DIESER ABSTIMMUNG überhaupt eine Mehrheit gegeben hat. DESHALB ist diese ‚böse Überraschung für Lübeck‘ meiner Ansicht nach eine moralische Bankerotterklärung ALLER Videokonferenzteilnehmer aus ALLEN 18 Vereinen (darunter der Lüneburger SK) UND dem Präsidium des norddeutschen Fußball-Verbandes.

            Wie kann man über etwas abstimmen, für das es weder rechtlich noch sportlich eine Handhabe gibt. Kannst du mir das mal erläutern, Sweetie?

            Ist das nicht so, als würden sich am Sonnabendmorgen in der Bäckerstraße plötzlich 18 deiner Nachbarn um dich herum stellen und per Handzeichen darüber abstimmen, ob du jetzt und auf der Stelle einen neuen Haarschnitt brauchst oder nicht.

            In welchen Hinsichten sollte ich mich denn deiner Ansicht nach „richtiger“ informieren? Muss ich dafür erst bei der AfD eintreten oder kannst du es mir auch ohne Parteibuch darlegen?

          • Ich würde sagen Katsche hat mal einen an der Klatsche…

          • Du hast das Komma nach „sagen“ vergessen, Silberfischchen, du Superheld unter den argumentlosen Meinungsinhabern 😘

          • … und Silversurger ist ein Bilderburger?

            Eher dürfte sein „Kommunikationsverhalten“ in etwa dem gedanklichen „Level“ entsprechen, das unentschuldbare Übergriffigkeiten wie die oben beschriebene groteske NFV-Abstimmung möglich macht.

      • „Was mag die 8 Vereine veranlassen, für die Relegation zu stimmen?“

        Neid und der VW-Marketingvorstand. (Wes Brot ich fress‘, des Lied ich sing‘.)

        • Das Feuerwerk gegen Heider war dämlich, ja. Der Zaun gegen Altona ist nicht mit absicht kaputt gegangen, der war einfach nicht stabil genug. Dass da dann 6, 7 von über 200 Fans das geil fanden ist wohl kein Grund für ein Punktabzug. Gegen Lüneburg warem es die gleichen, die zu stark am Zaun gerüttelt haben. Da konnte man ahnen, dass er kaputt geht (was eigentlich auch nicht möglich sein sollte beim bloßen dran rütteln von wenigen Person), aber da haben sie immerhin sofort losgelassen und die anderen haben geholfen, den Zaun wieder anzubringen. Da haben wir den Zaun in Lüneburg wieder aufgebaut, weil der nichts abkann. Drei Verfehlungen, zwei davon ohne böse Absichten, sind Grund genug für 5 Punkte abzug? Dann beenden sehr viele Vereine jede Saison mit minus Punkten. Die meisten Ultras haben sich bei 2 der 3 Aktion gut, einmal sogar vorbildlich verhalten, eben in Lüneburg. Die anderen Fans haben sich auch nichts zu schulden kommen lassen, das Fuerwerk gegen Heider während des Spiels schon zurecht angeprangert. Und die sollen alle bestraft werden? Der Verein und die aller meisten Fans sing gegen sowas und tun etwas dagegen

          • Hätte der Verband das Benehmen der zwanzig Chaoten unter den Lübecker Fans sanktionieren wollen, hätte das längst schon geschehen sein müssen.

            Mit diesem angeschimmelten Schwachsinn jetzt hinter dem Ofen hervorzukommen, um widerrechtlich ein nicht vorgesehenes Relegationsspiel zu erflennen kann ich nicht angemessenes Argumentieren, sondern bloß hinterfotziges Lamentieren nennen.

            Insofern sind deine detaillierten Richtigstellungen ehrenhaft, Stefan, aber völlig überflüssig. Denn die Randale hat nullkommaüberhauptnüscht mit dem unsportlichen Geheule der Wolfsburger um eine an nicht vorhandenen Haaren herbeigezerrte Extrachance für den Millionenclub zu tun. Fußballerisch hat es bei denen nicht gereicht. Also versuchen sie es jetzt mit Strippenzieherei und Beziehungsmanagement, was auf Deutsch heißt: Mit Kohle und „geschäftlichen“ Vereinbarungen hinter den Kulissen.

            Wenn das in Zukunft das Prinzip sein soll, warum dann überhaupt noch spielen? Am Anfang der Saison werden die Plätze nach Finanzzuwendungen der Sponsoren festgelegt und die Show wird per Computersimulation direkt bei Sky, den Streamdiensten und der Sportschau in die Kanäle eingespeist.

  2. Lübeck hätte eigentlich mindestens 5 Punke Abzug erhalten müssen. Sie haben wiederholt und trotz Bewährung disziplinär Scheisse gebaut. Feuerwerk Spieleinterbrechung Zäune einreißen usw. Sie haben immer nur läppische Geldstrafen gekriegt Das holt die jetzt ein. Den Nichtaufstieg haben die ihren tollen Fans zu verdanken. Daher kein direkter Aufstieg und die Abstimmung der Vereine auf nicht direkter Aufstieg. Selbst Schuld

    • Markus Schulz

      Aha, du bist also für die Wiedereinführung des Faustrechts! Ich weiß gar nicht, vor wem ich mich mehr fürchten soll: Vor den gehirnamputierten Schlägertypen, denen ein falscher Schal reicht, um einen wildfremden Menschen krankenhausreif zu prügeln, oder vor angeblichen „Lüneburgern“ wie dir, die meinen, es sei richtig, jenseits von Gesetzen, geregelten Verfahren und staatlichem Gewaltmonopol nach eigenem Empfinden über Strafen (und Begünstigungen) einfach abstimmen zu lassen.

      Wenn einer unter Kollegen als notorischer Nasepopler bekannt ist, soll dann die Betriebsbelegschaft am Ende seines Arbeitslebens auch über die Höhe seiner Rente abstimmen dürfen?

    • Also ich habe keinen der Lübecker Vereinsverantwortlichen bei uns auf dem Zaun gesehen….aber vielleicht hattest Du ja eine bessere Sicht…. 😉

  3. Eine widerwärtige, jeden echten Fan empörende Farce! Dass der NFV sich auf so eine „Abstimmung“ eingelassen hat, wird das lächerliche „Image“ dieser ohnehin fragwürdigen „Institution“ noch weiter beschädigen.

    Wie beim kommenden – unverantwortlichen – Bundesligastart geht es auch hier NUR um Geld, und NICHT im Geringsten um Sport. Die Gesetze des Showbusiness und die Logik der Werbegelder bestimmen das Denken und Handeln unserer überforderten Hobby-Funktionäre genauso wie das der eiskalt kalkulierenden Vertriebsprofis an der Spitze der ihren Verkaufswerten entgegenreifenden U23-„Potential-Pools“.

    In Euronen bezifferbares Menschenmaterial muss ins Drittligafernsehen, damit den Einkäufern aus Hamburg, Hannover, Werder und Wolfsburg nicht vorgeworfen werden kann, ins falsche „Spieler-Produkt“ investiert zu haben.

    Die Ansicht, dass Wolfsburg einen „Anspruch“ auf ein Relegationsspiel habe, ist Ausdruck reiner Gier, dreister Frechheit und abstoßender Unfairness. Einen solchen Anspruch gibt es nicht!

    Worum es in Wirklichkeit geht:

    „Insgesamt 25 Teilnehmer waren für die Konferenz gelistet, alle 18 Regionalligisten waren „on“ – für den VfL Wolfsburg II Nachwuchschef Pablo Thiam, für den VfB Lübeck Vorstandssprecher Thomas Schikorra. Beide hatten sich im Vorfeld für einen Saisonabbruch ausgesprochen. Allerdings hatte Thiam, Tabellenzweiter mit seinem VfL, ein Aufstiegsrelegationsspiel gegen Tabellenführer VfB ins Spiel gebracht, Schikorra hatte das rigoros abgelehnt. Doch Thiams Netzwerk funktionierte. Bis auf den FC St. Pauli und Holstein Kiel stimmten alle U23-Vertreter (Wolfsburg, Werder, 96, HSV) für eine Relegation, bitter, dass sich die VfB-Landeskonkurrenten Heide und Weiche Flensburg der Stimme enthielten.“ Quelle: https://www.sportbuzzer.de/artikel/8-6-regionalliga-stimmt-gegen-vfb-lubeck-als-aufsteiger/

    „Drittligisten sind heiß auf VfB-Lübeck-Spieler“: https://www.sportbuzzer.de/artikel/drittligisten-sind-heiss-auf-vfb-lubeck-spieler/

  4. Mann, Mann, Mann, wer denkt bei sowas jetzt noch an Juri und seine tollen Neetzer Pressekonferenzen in voller Hütte bei Apfelkuchen mit Schlagrahm und herrlich warmen Wolldecken um Hüfte und Oberschenkel?

  5. Als Valdas Ivanuskas vom HSV nach Wolfsburg wechseln wollte und sich mit seiner Frau Beatrix die Stadt ansah, hat sie ihm nur gesagt: „Valdas, ich liebe dich, aber ich kann nicht in Wolfsburg leben.“ Er ist dann nach Salzburg gegangen.

    Mehr muss man eigentlich nicht wissen.

    Man glaubt dort, man kann sich alles kaufen, aber so ist es nicht. Gottlob. Beim VFB Lübeck ist man jetzt 100% sicher, nächste Saison 3. Liga zu spielen, und bereitet sich konsequent darauf vor. Siehe Lübecker Nachrichten. Und die ICEs halten weiter nur nach Lust und Laune in Wolfsburg.

  6. Keine Relegation gegen Wolfsburg: VfB Lübeck schickt sein Team in den Urlaub

    Vorstand Schikorra: Rechtlich wasserdicht! Stadion, Kader, Vorbereitung – ab sofort gilt für den VfB nur noch die 3. Liga.

    Von Jürgen Rönnau

    Der VfB Lübeck fährt in Sachen Aufstieg in die 3. Liga eine konsequente Linie, bleibt beim klaren Nein zu einem möglichen Aufstiegsendspiel gegen VfL Wolfsburg II und treibt stattdessen seine Planungen für die 3. Liga voran. Nach intensiver rechtlicher Beratung stellte Vorstandssprecher Thomas Schikorra, selbst Rechtsanwalt, fest: „Das Ding ist absolut wasserdicht, es wird keine Relegation mit Wolfsburg geben. Der NFV wird einen Saisonabbruch beschließen, wir werden aufsteigen.“ Am Nachmittag teilte er das dem Trainerteam und der mittlerweile stark verunsicherten Mannschaft mit. Trainer Rolf Landerl beauftragte er, einen Plan für die Drittligavorbereitung zu erstellen, Sportdirektor Roccco Leeser wird die Kaderplanung vorrantreiben – das gesamte Profi-Team, das sich bisher „kontaktarm“ fit gehalten hatte, wird er nun zeitnah in den Urlaub verabschieden.

    Abbruch: ja. Keine Absteiger: okay! – Relegation: Nein!

    Im Video-Voting hatten die 18 Nord-Regionalligisten am Donnerstag den Verband (NFV) per „Meinungsbild“ empfohlen die Corona-Saison 2019/20 abzubrechen, keine Mannschaft absteigen zu lassen, die Liga um die Aufsteiger aus den Oberligen aufzustocken – und die Wertung der Saison per „Quotientenregel“ vorzunehmen. Danach hieße der Aufsteiger in die 3. Liga VfB Lübeck. Der Tabellenzweite VfL Wolfsburg II initierte aber ein Veto – und tatsächlich stimmt die Liga mit 8:6 (vier Enthaltungen) für ein Entscheidungsspiel (Relegation) um den Aufstieg zwischen dem VfB und dem VfL II. So der aktuelle Stand, auf den der VfB wie beschrieben reagiert hat – und dies nun auch öffentlich kundtut.

    Lübecker Nachrichten, 15. Mai 2020 / 17:50 Uhr

  7. Durch Corona wird es in den nächsten 10 Jahren kein Stadion für den LSK geben!!

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