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Benjamin Winter ist in Luhmühlen tödlich verunglückt.

Winter verunglückt tödlich in Luhmühlen

Luhmühlen und der internationale Vielseitigkeitssport stehen unter Schock: Der deutsche Vielseitigkeitsreiter Benjamin Winter ist nach einem Sturz beim Geländeritt des CCI4* in Luhmühlen gestorben. Der Dortmunder sei seinen Kopfverletzungen erlegen, teilten die Veranstalter mit. „Bestürzt und in tiefer Traurigkeit haben wir von Benjamin Winters Tod erfahren“, hieß es in der Erklärung. Zuvor war in Luhmühlen der Tod eines Pferdes zu beklagen gewesen.

Der 25-jährige Winter war auf der 6500 Meter langen Geländestrecke der Vier-Sterne-Prüfung an einem Hindernis mit seinem Pferd Ispo gestürzt. Das Pferd blieb mit den Vorderbeinen am Hindernis hängen, Winter wurde aus dem Sattel geschleudert, das Tier stürzte danach auf ihn drauf. Während der zehn Jahre alte Wallach ohne größeren Blessuren wieder aufstand, blieb Winter schwer verletzt liegen. Er wurde sofort notärztlich versorgt, anschließend mit dem Rettungshubschrauber ins Unfallkrankenhaus Boberg geflogen, wo er wenig später an den Folgen seiner schweren Kopfverletzungen verstarb. Winter galt als großes Talent für die Zukunft. Mit seinem ersten Pferd Wild Thing hatte er am Samstag den Geländeritt noch ohne Fehler abgeschlossen.

Einen weiteren tödlichen Zwischenfall hatte es kurz zuvor beim Geländeritt in Luhmühlen gegeben. Kurz nach dem Start brach der 15-jährige Wallach „Liberal“ des britischen Reiters Tom Crisp zwischen zwei Hindernissen zusammen und starb. „Ich merkte nach dem Sprung , dass er langsamer wurde. Ich dachte erst, er hätte sich leicht beim Sprung verletzt. Dann kollabierte er. Das ist ein sehr trauriger Tag“, sagte der geschockte Reiter auf einer Pressekonferenz. Turniertierarzt Dr. Gerd Olaf Neuberg sagte: „Wir waren sofort bei dem Pferd. Die Schleimhäute waren weiß und es hatte keinen Kreislauf mehr. Das deutet auf einen Aorta-Abriss im Bauchraum hin. Das ist eine Verletzung, die es bei Pferden leider immer wieder gibt und die man vorher nicht erkennen kann.“

Überhaupt gab es bei der Geländeprüfung eine Reihe von Stürzen. Die englische Reiterin Georgie Spence zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Ihr Pferd Limbo blieb unverletzt. Auch die nach der Dressur führende Lucinda Fredericks stürzte mit Flying Finish. Reiterin und Pferd blieben unverletzt.

Das sportliche Geschehen geriet aufgrund der tragischen Ereignisse völlig in den Hintergrund. In Führung lag nach dem Geländeritt Olympiasieger Michael Jung/Rocana (41,50 Punkte) vor Tim Price aus Neuseeland auf Wesko (43,80) und Bettina Hoy auf Desginer (44,50).