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Team Heide mit breiter Brust

Zufriedenheit beim Team Heide, etwas besorgtere Mienen bei den Damen des MTV Treubund – die hiesigen Basketball-Teams wissen nach dem 12. Lüneburger BB-Cup, was in den vier Wochen bis zum Start der 2. Regionalliga noch zu tun ist. „Wir müssen uns vor wenigen Mannschaften in der Liga fürchten“, bilanzierte Johannes Knabe, Coach des Team Heide, nach einem gelungenen, pannenfreien Turnier. Seine Männer belegten einen starken sechsten Platz, während sich die 66ers-Damen nach verheißungsvollem Start mit Platz acht bescheiden mussten.

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Der Turniersieg ging bei den Herren an den VfL Stade, der mit 66:63 gegen Itzehoe gewann. Auch bei den Damen setzte sich ein Zweitligist durch, das von der ehemaligen Lüneburgerin Hanna Ballhaus gecoachte Team von Wolfpack Wolfenbüttel schlug den TK Hannover 47:45. „Wir haben aber noch vier Arbeit vor uns“, meinte Ballhaus, die mit mehreren Jugendnationalspielerinnen und einer Amerikanerin in der Vorrunde dem MTV Treubund mit 66:16 eine Lehrstunde erteilte.

Zuvor hatten die 66ers zweimal klar gewonnen, wobei auch die Rückkehrerinnen Nina Kreiselmaier und Kathy von Klodt aufspielten, als seien sie nie weg gewesen. Doch am zweiten Turniertag ging dem kleinen Kader die Luft aus. Vom künftigen Ligarivalen Kiel „wurden wir richtig abgezockt“, kommentierte Coach Sven Schroeder das 13:27. Platz sieben verspielten die Gastgeberinnen mit einem 24:33 gegen Linden – am Vortag in der Gruppe hatte der MTV den Vergleich noch mit 47:24 gewonnen. „Unser Kader ist auf Kante genäht“, befürchtet Schroeder, der nur neun Spielerinnen zur Verfügung hatte, zwei von ihnen hatten verletzungsbedingt kaum trainiert.

Wesentlich entspannter blickte Herrentrainer Knabe auf die zwei Turniertage zurück. Dank glatter Siege gegen die Ligarivalen Rist Wedel II und BG West spielten die Heidjer um Platz fünf, verpassten diesen durch ein 31:36 gegen die Holstein Hoppers. Knabe: „Wir sind spielerisch weiter als im letzten Jahr und die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut.“ Das liegt auch am neuen Spielmacher Abdulai Abakar, der von Basketball offenbar nie genug bekommen kann: Wie Kristoffer von der Ohe fuhr auch „Abu“ gleich nach dem letzten Spiel des Team Heide Richtung Hamburg – dort stand eine Sichtung für die U-18-Nationalmannschaft an.