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Moorbad statt Fußball - viele Plätze haben arg unter dem miesen Wetter gelitten. Foto: be

Das Wetter lässt sich nicht reformieren

Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und jetzt auch der 1. Mai – kaum ein Ausweichtermin wurde noch nicht benutzt, um die Flut der Nachholspiele von der Fußball-Regionalliga bis in die Kreisklassen irgendwie einzudämmen. Noch lässt sich alles irgendwie managen. Doch der Winter hat sich längst noch nicht verabschiedet. Und dann könnten sehr bald kreative Lösungen gefragt sein.

Alarm herrscht vor allem beim LSK Hansa, der innerhalb von knapp drei Monaten noch elf Heimspiele austragen muss und dessen Partie am Sonntag gegen Oldenburg, die auf dem A-Platz des VfL Lüneburg ausgetragen werden muss, wieder arg auf der Kippe steht. Lassen sich nicht alle Spiele auf den Sülzwiesen austragen, könnte der LSK bald zu einem teuren Umzug Richtung Hamburg oder Norderstedt gezwungen sein.

Doch auch die vielen Kicker auf Bezirks- oder Kreisebene stöhnen angesichts der seit Monaten schlechten bis nicht vorhandenen Trainingsmöglichkeiten. Glaubt man dem 14-Tage-Trend, soll es erst einmal weiter ordentlich knackigen Frost geben – und dann wieder Regen. Die Mannschaften wollen ja unbedingt spielen. Aber wenn sie zu früh wieder auf den Rasen zurückkehren, riskieren sie eine monatelange Ausfallserie.

Das Wetter lässt sich nicht reformieren, der Klimawandel sorgt offenbar für mildere, aber noch feuchtere Winter. Vielleicht entstehen ja irgendwann vor dem Jahr 2525 mal aber doch Kunstrasenplätze, die den Schmuddelwetter-Effekt etwas abmildern können. Vielleicht ist aber die Idee aus dem benachbarten Heidekreis gar nicht so übel. Dort möchte man die Sommerpause auf wenige Wochen von Anfang/Mitte Juni bis Mitte Juli verkürzen und dafür schon ab der kommenden Saison eine „verlässliche Winterpause“ über vier Monate von November bis Februar schaffen. Dafür sollen alle Ligen auf Kreisebene höchstens noch 14 Mannschaften umfassen.

Die Lüneburger Kicker werden vorerst einmal schauen müssen, wie sich der neue Heide-Wendland-Kreis mit den Nachbarn aus Uelzen und Lüchow-Dannenberg sortiert. Ein, zwei Spielzeiten mit einem ähnlich miesen Herbst und Winter werden sicher aber auch in unserer Region die Diskussion aufflammen lassen.

Andreas Safft

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