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Jonas Griesche, Jörg Schlieker, Anke Dankers und Sonja Mengering (v.l.) testen in den kommenden Wochen 16 Bewegungsangebote.

Churchill ist ein schlechter Ratgeber

Die Serie „Fit und gesund in den Frühling“, startet am Donnerstag, 9. Februar, mit einem großen Experteninterview und der Vorstellung unserer vier Muntermacher, die in den kommenden acht Wochen viele Bewegungsangebote testen. Vorweg ein paar Gedanken zum Sinn und Zweck des Sports an sich: 

„No sports“, soll Winston Churchill einst als Geheimnis für sein hohes Alter verraten haben. Abgesehen davon, dass der britische Staatsmann diese Worte offenbar nie wirklich gesagt hat – als Zeuge für die Sport-Hasser und -Ignoranten kann Churchill wirklich nicht dienen, obwohl er als passionierter Zigarrenraucher und Whiskyfreund 90 Jahre alt wurde. Denn ihn plagte über viele Jahre die Gicht sowie die Folgen von mehreren Schlaganfällen – die Lebensqualität war dahin.

Beim Sport geht‘s halt nicht nur darum, einige Kilo zu verlieren und einige Jahre älter zu werden. Es geht vor allem darum, möglichst lange möglichst fit zu sein, sich gut zu fühlen, kurzum: etwas mehr vom Leben zu haben. Ob mit 20, 50 oder 80 Jahren: Es ist nie zu spät, etwas für seinen Körper zu tun, für das Wohlbefinden und damit auch für seine Seele.
Wer „No sports“ zu seinem Lebensmotto auserkoren hat, wird nie die Glücksgefühle spüren, die man einzeln oder als Team durch Sport erleben kann. Das Gefühl, endlich wieder ohne Schnaufen in den dritten Stock gehen zu können. Das Gefühl, den ersten Marathon beendet zu haben. Das Gefühl beim Tanzen, alles um sich herum zu vergessen, nur noch sich, den Partner und die Musik zu spüren.

Keine Zeit? Die Ausrede gilt nun wirklich nicht. Mehr als vier Stunden pro Tag soll ein Deutscher im Schnitt fernsehen, dazu noch PC, Tablet und Smartphone nutzen – was da an Lebenszeit verbrannt wird! Wer sich nicht auf dem Sofa mit dem Anblick von Känguru-Hoden essenden D-Promis im australischen Dschungel langweilt, sondern zu Fuß den heimischen Wald erkundet, hat schon mal den ersten Schritt zu einem erfüllteren und gesünderen Leben geschafft.

Andreas Safft