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Das neue kanadische Sturmduo Scott Dorion (l) und Thomas Stuart-Dant will erstmals sein Können zeigen. Foto: luckmann

Der neue AEC stellt sich vor

Das Warten der hiesigen Eishockey-Fans hat ein Ende: Der Adendorfer EC präsentiert sich an diesem Sonnabend, 7. Oktober, erstmals zur neuen Spielzeit seinen Anhängern. Testspielgegner zur offiziellen Saisoneröffnung im Walter-Maack-Eisstadion ist um 20 Uhr Ost-Regionalligist Berlin Blues.
Mit der vergangenen Saison war man in Adendorf nicht zufrieden. Die Verantwortlichen um Trainer Kinzel und den sportlichen Leiter Finn Sonntag beschlossen daher eine Neuausrichtung und eine Verjüngung des Kaders. Einige gestandene Kräfte wie Torhüter Philip Hein, David Rutkowski, Frank Richardt, Benjamin Garbe und Christian Behrens gingen oder mussten gehen, neu zum Kader stießen einige hochinteressante Akteure. Zum Beispiel Scott Dorion und Thomas Stuart-Dant. Das kanadische Sturm-Duo besetzt die beiden Ausländerstellen im Team, zumal Kapitän Vadim Kulabuchov nun die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hat und keine Kontingentstelle mehr einnimmt.
Dorion (21) stammt aus Barrie/Ontario und spielte zuletzt mit großem Erfolg in der kanadischen Junior-A-Liga, während Stuart-Dant (26) bereits in Edinburgh und Nijmwegen Erfahrung in Europa gesammelt hat. Mit ihrer Verpflichtung vollzieht der AEC einen Schwenk in Sachen Ausländerstellen. In den vergangenen Jahren setzte der Club meist auf die skandinavisch-osteuropäische Karte, jetzt kommt mit Kanada das Mutterland des Eishockeys wieder zum Zuge. Verbunden damit ist die Hoffnung, auf neue „Typen“ im Team und Identifikationsfiguren für die Fans. Auch das hatte in der vergangenen Saison gefehlt.
Sehr viel versprechen sich die AEC-Verantwortlichen auch von Yannick Henry. Der 23-jährige Deutsch-Franzose kommt vom Oberligisten Timmendorfer Strand und soll mit Dorion und Stuart-Dant eine Sturmreihe bilden. Weitere Neuzugänge sind Goalie Finn Günter (HSV), die Verteidiger Tom Kluvetasch (Crocodiles Hamburg), Bente Grewe (HSV, Sohn der Adendorfer Eishockey-Legende Hauke Schröder) und die Stürmer Anton Naujoks (HSV) und Lucas Engel (Salzgitter) – alles junge Spieler, der AEC meint es mit seiner Blutauffrischung ernst.
Trainer Dieter Kinzel ist mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden, dämpft für das Eröffnungsspiel gegen die Berlin Blues, die mit dem Ex-Adendorfer Anthony Eshun antreten, aber die Erwartungen: „Wir sind dann zum Zeitpunkt des Spiels fünfmal auf dem Eis gewesen, während die schon in ihrer Meisterschaftssaison stecken.“
Kinzel und sein Assistent Falko Kucharek freuen sich dennoch sehr auf die Partie, um alle Spieler unter Wettkampfbedingungen zu sehen. „Wir werden mit vier Reihen spielen. Jeder bekommt seine Chance und kann sich beweisen“, so Kinzel. Zum Punktspielstart am 20. Oktober gegen Salzgitter will er dann auf drei Reihen reduzieren. Kinzel: „So gibt es einen gesunden und notwendigen Konkurrenzkampf.“