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Jacek Piechutta bittet zum Training in die Eishalle, auch wenn das Eis dort noch bis Ende November fehlen wird. Foto: be

Ein Sommer bis November

Der Walter-Maack-Eishalle in Adendorf fehlt zurzeit das Wesentliche: das Eis. Sehr zum Leidwesen des Adendorfer EC, der seine Heimspielstätte wegen eines technischen Defekts wohl erst ab Ende November nutzen kann. Außer, wenn man sich ein paar Rollen besorgt…

Denn schon seit ein paar Tagen bittet AEC-Coach Jacek Piechutta seine Mannen zum Training in die Halle – mit Inlinern auf Betonboden. Und an gleicher Stelle findet am Samstag, 2. November, eine Retterparty statt. Eine Party, deren Erlöse der Eishockey-Regionalligist nach wie vor dringend benötigt.

„Der Oktober ist safe, aber wir haben auch noch einen kompletten November ohne Einnahmen“, erklärt AEC-Geschäftsführer Finn Sonntag. „Es wird sehr viel von der Party abhängen.“ Die Idee hatte „DJ Snoopy“ André Kohrs, der in Adendorf als Stadionsprecher bekannt ist, live spielt zudem die Uelzener Classic-Rockband Heart Rock Café. Los geht‘s um 21 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Derweil steht Piechutta vor der kniffligen Aufgabe, die Cracks bei Laune zu halten und fit zu machen. „Ich habe noch nie eine solche Situation erlebt“, sagt der neue Coach. „Aber Adendorf liegt mir am Herzen. Wir machen das Beste daraus.“ Und so dürfte der AEC der wohl erste Eishockey-Club sein, dessen Sommertraining bis tief in den November reichen wird.

Immerhin haben sich jetzt so viele Spieler Inlineschuhe besorgen können, dass sich Trainingseinheiten auf dem Betonboden lohnen, zwei Paar stellte der Eismeister Bernd Holler noch zur Verfügung. „Wir haben es erst einmal vorsichtig angehen lassen, sind damit gelaufen und haben Pässe geübt“, erzählt Piechutta. Ihm selbst und seinen Schützlingen hat die erste Einheit in der Halle nach diversen Stunden auf der Laufbahn und im Studio gut gefallen. Piechutta: „Wir wollen ja keine Leichtathleten werden.“

Allerdings legt er durchaus Wert auf ein intensives Sommertraining. „Eishockeyspieler werden im Sommer gemacht“, betont Pie­chutta, der gespannt ist, wie gut vorbereitet der AEC ab 6. Dezember in die Serie einsteigt. Die anderen Teams spielen schon seit zwei Wochen um Punkte, die Heidschnucken stehen dann wahrlich vor einem Kaltstart. Pie­chutta: „Vielleicht sind wir dann topfit, und die ersten Gegner haben schon keine Lust mehr. Auf alle Fälle werden die Jungs sehr heiß sein.“

Das erste Heimspiel gegen Bremen ist mittlerweile auf Sonntag, 8. Dezember, verlegt, beginnt um 16 Uhr. Noch muss die Eisbereitung repariert werden. Aber Sonntag geht nach wie vor fest davon aus, dass die eisfreie Zeit in Adendorf Ende November endet: „Wir haben immer wieder ein positives Feedback von der Gemeinde erhalten.“

3 Kommentare

  1. Hallo, als Adendorfer mit eisbegeisterten Kindern sind wir von der langen Sommerpause ebenfalls betroffen. Und bei aller Verbundenheit mit den Ersten Herren möchte ich doch gerne darauf hinweisen das es noch einen Adendorfer EC e. V. gibt mit über 200 Mitgliedern, darunter über 100 Kinder und Jugendliche. Deren ganze sportliche Zukunft steht und fällt zu großen Teilen mit einer intakten Eishalle, DEM Alleinstellungsmerkmal Adendorfs. Schönen Gruß. Erik Hamer

    • Das scheint leider den Verantwortlichen nicht wichtig zu sein, auch wenn wir Eis haben, werden die Eiszeiten , in einer Eishockeyhalle lieber für Eisstockschießen vergeben statt es den Jugendmannschaften zu verfügung zu stellen. Mir stellt sich die Frage wer für diese Situation,welche wir jetzt haben die Verantwortung trägt. In der freien Wirtschaft wäre die Geschäftsführung längst entlassen worden. Wahrscheinlich wird es aber von jemanden verwaltet ,der nicht nur von Eishockey keine Ahnung hat sonndern, der auch von Sport und Jugendsport keinen Plan hat. Derjenige hat einen jahre langen Aufbau von Jugendsport in Adendorf für Jahre vernichtet. Da kann die Gemeinde noch soviele, sinnlose Sportparkure für teueres Geld errichten. Die Jugend ,zum Sport bekommt man durch Vereine, wo Ehrenamtliche hunderte von Stunden verbringen um Jugendlichen die Begeisterung des Sports zu vermitteln aber wer nur VERWALTEN kann der kann nicht ein Eissportzentrum führen.

      JACEK PIECHUTTA

      • Man sollte auch mal ein Auge zudrücken fünf gelegentlich gerade sein lassen und nicht fortwährend päpstlicher als der Papst daherkommen.

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