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Bunge hält nichts von Teutonia

Jahrelang hat er für Teutonia Uelzen gespielt, erst in der Jugend, dann in der 1. Herren, später trainierte er die 2. Herren – kurz, eine lange Zeit seines Fußballer-Lebens verbrachte Marc Bunge bei Teutonia. Doch seit 2010 gehört er zum Trainerteam des MTV Treubund, der am Donnerstag (15 Uhr) im Pokal-Viertelfinale den Landesliga-Spitzenreiter aus Uelzen empfängt.

Zwei Herzen schlagen dennoch nicht in der Bunge-Brust. „Ich halte von dem Verein nichts mehr. Die pumpen alles nur in die 1. Herren, holen nur noch Leute von außen. Das ist doch ohne Perspektive“, findet der MTV-Co-Trainer. Die A-Junioren kicken in der Bezirksliga, die B- und C-Jugend auf Kreisebene – ambitionierter Jugendfußball sieht anders aus. „Zu meiner Zeit kamen immer drei, vier Jugendspieler in die 1. Herren. Das ist jetzt alles vorbei. Blödorn war der Letzte“, so Bunge weiter. Er hält nichts von der Abhängigkeit zu einem Groß-Sponsor. „Warum kicken denn so viele Lüneburger in Uelzen? Bestimmt nicht wegen des Wetters.“ E. Krasnikov, Razza oder Salewski und bis vor kurzem Klepatz oder Schellin – in Uelzen konnten Kicker stets gut leben.

Neuester Top-Einkauf der Uelzener ist aber Malte Bertram, der bis in der C-Jugend bei Teutonia kickte, dann zu Hannover 96 wechselte, sich da aber nicht durchsetzen konnte. Anders als sein Bruder Sören, der derzeit in Halle in der 3. Liga kickt. „Dabei war Malte der bessere Fußballer. Er war aber immer schon einen Tick zu klein“, weiß Bunge.

Der MTV-Co-Trainer glaubt trotzdem an eine Chance im Pokalspiel gegen den Primus der Liga. „Wir wollen das Spiel gewinnen. Im Pokal fliegst du entweder in der ersten Runde raus oder du kommst ins Finale. Und ein Titel wäre doch mal was.“ Coach Lakämper und er müssen auf Studtmann, Fischer und Urland verzichten, die alle im Urlaub weilen. Aus selbigem kehrte A-Junior Damm zurück. Auch Kruse, der Probleme an der Wade hatte, kann wieder auflaufen. Zudem dürften Harms und Fornfeist mehr Spielzeit bekommen, beide wurden beim 1:4 im Ligaspiel in Uelzen nur eingewechselt. Zudem steht mit L. Meyer ein weiterer A-Junior im Kader.

Beim 1:4 am Sonntag war nicht alles schlecht von der jungen Lüneburger Mannschaft, in der wieder mit zwei A-Jugendlichen in der Anfangself standen. „Es hätte auch 3:4 ausgehen können. Teutonia hat schon viele Gegentore gekriegt“, so Bunge. Kommen im Pokal am Donnerstag ein paar dazu?