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Verfolger unter sich

Nach einem Drittel der Saison hat sich die SV Scharnebeck als klarer Meisterfavorit in der Fußball-Kreisliga herausgeschält. Während die SVS mit einem Heimsieg gegen Barendorf die Führung ausbauen will, werden sich die Verfolger an diesem Spieltag wieder gegenseitig die Punkte klauen: Der Dritte spielt gegen den Zweiten (LSK II gegen MTV Treubund II) und der Vierte gegen den Fünften (Erbstorf gegen Neuhaus).

LSK-Trainer Matthias Stix sieht sein Team nur bedingt auf Augenhöhe mit der Konkurrenz: „Erbstorf ist klar stärker als wir und der MTV auch, vor allem in der Breite des Kaders. Von der Qualität her muss der MTV um Platz eins bis drei mitspielen.“ Im Stadtderby wird der LSK wohl wieder keine Spieler aus der Ersten zur Verfügung haben. „Aber das hat auch Vorteile“, meint Stix. „So können wir als Mannschaft zusammenwachsen. Das bringt uns auf lange Sicht weiter.“ Nach der Niederlage gegen Ilmenau II redete er Tacheles mit seinen Jungs, die sich dann beim 1:0 in Ochtmissen deutlich besser präsentierten: „Wir standen richtig gut und alle haben super gefightet.“

Beim Gegner MTV lief spielerisch zuletzt nicht viel, aber die Ergebnisse stimmen: sechs Siege und ein Unentschieden aus den letzten sieben Spielen. Auch Erbstorf punktet derzeit kräftig, vor allem zu Hause. Gegen Neuhaus soll im sechs“ten Heimspiel der fünfte Sieg her. Aber die Gäste haben sich einen Ruf als ganz unbequemer Gegner erarbeitet.

Zuletzt knöpfte Neuhaus dem Vastorfer SK, der schon 2:0 geführt hatte, noch einen Punkt ab. „Wir hatten eine Notbesetzung und personell nichts nachzulegen“, so VSK-Trainer Andreas Zeidler. Diesmal gegen Brietlingen sieht es besser aus. Wiechmann und Halbensleben sind wieder dabei und Witthöft hat seine Sperre endlich abgesessen.
Der Dahlenburger SK hat sich mit fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen vom letzten auf den achten Platz vorgekämpft. Jetzt trifft er auf Ilmenau II, der zuletzt auch den Topteams Paroli bot.

Mit dem VfL Lüneburg und dem TSV Adendorf treffen zwei Teams aufeinander, deren Saisonverlauf komplett gegensätzlich ist. Der VfL startete in der Abstiegszone und ist jetzt Sechs“ter. Der TSV begann gut, wurde dann aber durchgereicht. Vier Spiele in Folge haben die Adendorfer verloren, obwohl sie selten klar unterlegen sind. „LSK und MTV Treubund waren deutlich besser, in allen anderen Spielen waren wir gleichwertig. Wir haben schon fünf, sechs Punkte verschenkt“, sagt Trainer Uwe Laskowski. „Uns fehlt die Cleverness, knappe Spiele zu gewinnen.“ Wie gegen Dahlenburg: „Wir vergeben drei, vier Hundertprozentige und die machen mit ihrer ersten Chance das Tor.“

Jetzt steht der TSV schon wieder dort, wo er die letzte Saison beendet hat: auf dem Relegationsplatz. Und in der restlichen Hinrunde hat er noch starke Gegner wie Vastorf, Erbs“torf und Scharnebeck.

Auch der Ochtmisser SV hat zuletzt kaum gepunktet. Obmann Frank Eschen ist dennoch zufrieden: „Die fußballerische Entwicklung gefällt mir. Die Jungs kämpfen, und im Training ist Freude und Schweiß zu sehen. Unsere Spielanlage hat eine andere Qualität bekommen, nur an ein paar kleinen Stellschrauben muss noch gedreht werden.“

Der Kader ist allerdings dünner geworden, zuletzt spielte sogar Trainer Olaf Walter mit. „Unsere Bank ist nicht so reichlich besetzt, wie viele glauben“, so Eschen. Einige Spieler sind wieder abgesprungen. „So ist eben die Mentalität der Fußballer heute. Viele stellen sich nicht mehr dem Konkurrenzkampf und hauen wieder ab, ohne mal abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln.“

Am Sonntag kommt Soders“torf zum OSV. „Da müssen wir das erste Tor schießen, das ist wichtig“, glaubt der Ochtmisser Obmann. Beim Gegner spielt sein Sohn Patrick Eschen mit. Und auch für die nächste Fußballer-Generation ist schon gesorgt. „Patricks Sohn ist zwar erst zwei Jahre alt, aber ich habe ihn schon beim OSV angemeldet“, so Frank Eschen grinsend.

Wie beim OSV lief auch beim TSV Mechtersen zuletzt der Trainer selbst auf. Thomas Groppe freute sich mit seinen Jungs über das späte 1:1-Ausgleichstor in Barendorf. Ein solches Erfolgserlebnis, das die Moral stärkt, wünscht sich auch Bleckede, Mechtersens nächster Gegner. Alle Spiele beginnen um 15 Uhr, nur Scharnebecks Spiel erst um 16 Uhr.