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„Es wird hin- und hergehen“

Eintracht gegen Eintracht, besser gesagt blau gegen grün heißt es an diesem Sonnabend um 16 Uhr auf der Hasenburg. Die „grünen“ Kicker aus der Elbmarsch wollen die blau-weiß gekleideten Lüneburger ärgern, doch das dürfte im Landesliga-Derby nicht so einfach werden. Denn die Statistik spricht klar für die SVE: Die zweitbeste Heimmannschaft trifft auf die fünftschlechteste Auswärtstruppe. Und doch ist auch dies keinesfalls eine sichere Prognose, denn in der vergangenen Saison entführte der Gast drei Punkte aus Lüneburg.

Ein Spektakel verspricht Lüneburgs Coach Michael Krienke: „Die Mannschaft wird sich zerreißen, es wird hin- und hergehen.“ Respekt hat der Trainer nicht nur vor den Spielern des Gegners, sondern auch vor deren zahlreichen Fans: „Die glauben, sie haben ein Heimspiel. Dabei ist es auf der Hasenburg nicht so einfach, die Punkte zu bekommen. Ich appelliere also an unsere Zuschauer, vorbei zu kommen und uns ordentlich anzufeuern. Es müsste doch zu möglich sein, da ein Gegengewicht zu schaffen.“

Die Gäste erwarten ebenfalls ein enges Spiel. Obmann Tobias Wenck erwartet „eine interessante Partie, in der Lüneburg leicht favorisiert ist“. Zumal das nötige Glück für einen Auswärtssieg schon in der Vorsaison aufgebraucht wurde. „Da haben wir sowas von unverdient gewonnen“, erinnert sich Wenck.

Viel schlimmer aus Elbmarsch-Sicht ist aber der Verzicht auf Finn Baltzer, der gegen Heeslingen seine fünfte Gelbe Karte kassierte und damit pausieren muss. „Ihn können wir nicht Eins-zu-Eins ersetzen. Deshalb werden wir taktisch umstellen müssen.“ Dafür hat sich Marschel wieder fit gemeldet, auch Ossenfort hat keine Beschwerden mehr. Wencks Forderung für das Spiel: „Wir müssen ähnlich motiviert und diszipliniert auftreten wie gegen Heeslingen.“

Mit den vergangenen Spielen ist Lüneburgs Coach Krienke auch zufrieden: „Es ist eine Menge passiert in der Mannschaft. Wir kommen so langsam auf unser spielerisches Niveau.“ So gefiel ihm der Auftritt seiner Mannen in Soltau vor allem taktisch gut und so erwartet er es auch gegen Elbmarsch: „Sie sind lauf- und spielstark mit einer Tormaschine vorn.“ Gemeint ist Christian Spill, der mit zehn Treffern auf Platz zwei der Torjägerliste steht. Daneben ist auch der Ex-LSK-Stürmer Mißfeld (sechs Saisontore) brandgefährlich. „Auf beide müssen wir enorm aufpassen“, weiß Krienke. Seinem Team fehlt Staffeldt weiter, dafür ist Kabay zurück.

Vor einem schweren Heimspiel (Stg., 15 Uhr) steht der SV Ilmenau, der den Tabellenzweiten Eintracht Cuxhaven empfängt. Immerhin sind im Gegensatz zum 1:2 im Derby gegen den MTV Treubund mit Voloder und Schreiber zwei uneingeschränkte Stützen des Teams nach ihren Gelbsperren zurück.

Zum SV Ahlerstedt muss der MTV Treubund reisen (Stg., 15 Uhr), der ähnlich wie die Lüneburger auf eine starke Jugendarbeit baut. So könnte es zumindest vom Altersschnitt her ein Duell auf Augenhöhe werden. Hartmann zog sich beim Derby eine Bänderdehnung oder einen -riss im Knöchel zu, fällt damit genauso aus wie Kruse, dessen Muskelfaserriss einen Einsatz weiterhin verhindert. Dafür stehen Studtmann, Fischer und Urland wieder zu Verfügung.