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Eintrachts Stunde der Bewährung

Einträchtig im gesicherten Mittelfeld der Fußball-Landesliga rangieren die Lüneburger Stadt-Konkurrenten MTV Treubund und SV Eintracht ebenso wie Eintracht Elbmarsch. Und der SV Ilmenau ist zwar Vorletzter, liegt aber nur einen Punkt hinter dem rettenden Ufer zurück. Allen Vier ist an diesem Sonntag gemein, dass die Chance groß ist, das Konto aufzustocken – für den MTV Treubund ist das gegen das schon jetzt abgeschlagene Schlusslicht Rot-Weiss Cuxhaven sogar Pflicht.

Elf Pleiten bei 10:50 Toren: Mit dieser verheerenden Bilanz gastiert Cuxhaven im Sportpark Uelzener Straße. Dennoch glaubt MTV-Trainer Olaf Lakämper nicht an einen Kantersieg: „Die haben sich zuletzt stabilisiert. Natürlich gehe ich von einem Sieg aus, aber es kommt auf den Kopf an. Wir müssen das sehr konzentriert angehen.“ Zwar muss er weiter auf Kruse verzichten (Muskelfaserriss), sonst aber füllen sich die Reihen. Nach Fornfeist ist nun auch Wulf wieder an Bord. Zwischen die Pfosten kehrt Schulz zurück, obwohl Rix absolut überzeugte. „Das sind beides klasse Torhüter, und beide trainieren auch gut. Jeder wird auch weiterhin seine Einsätze bekommen, das ist so abgesprochen“, will Lakämper hier noch öfter rotieren lassen.

Als „Stunde der Bewährung“ bezeichnet Michael Krienke, Trainer von Eintracht Lüneburg, den Auftritt beim Heeslinger SC, im Kern noch das Team, das als TuS zuletzt Oberliga-Vierter wurde, nun aber nur einen Zähler besser dasteht. „Das ist eine ganz ausgeschlafene Mannschaft“, hat Krienke beobachtet, „spiel- und laufstark, aber mit dem Hang, nur so viel zu tun, wie unbedingt nötig.“ Dennoch werden da seine Mannen voll gefordert. Aber er hat rechtzeitig wieder mehr personelle Auswahl, auch wenn A. Thaqi nach der 5. Gelben Karte fehlt. Für ihn soll sich Kunert, der sich nach langer Zwangspause herangekämpft hat, nun bewähren. Auch Staffeldt ist wieder fit, und die Achillessehnenprobleme von Völcker klingen ab. „Auch er muss nun Farbe bekennen“, fordert Krienke den Torjäger heraus.

Der SV Ilmenau hat sich bisher allen Widrigkeiten zum Trotz gut in der Klasse behauptet – was die wenigsten dem Neuling zugetraut haben. Beim Mitaufsteiger FC Hagen/Uthlede soll das Konto nun aufgestockt werden, auch wenn es eine neue personelle Hiobsbotschaft gibt: Auch Schellin fällt nun langfristig aus, mindestens ein Muskelfaserriss bremst seinen Tatendrang. „Dieses Jahr wird er nicht mehr spielen“, bedauert Trainer Sven Jenßen, der zudem auf Schreiber (Gelb-Rot-Sperre) verzichten muss. Und auch die Oldies Sabatino und Rose stehen nicht zur Verfügung. „Ich werd‘ mir – wie immer – schon etwas basteln“, nimmt es Jenßen schon fast fatalistisch. Immerhin gibt es auch einen kleinen Lichtblick: Quast hat nach seinem Kreuzbandriss in der letzten Saison das Training nun wieder aufgenommen.

Einige Personalprobleme hat auch Eintracht Elbmarsch. So fällt Abwehrchef Ossenfort erneut mit Bronchitis aus und bekam M. Schade für seine Rote Karte eine dreiwöchige Sperre. Dafür kehrt F. Baltzer zurück und hat Richter nach seiner Knieverletzung das Training aufgenommen. „Wir wollen auf die gute Leistung beim Spiel gegen Eintracht Lünebrg aufbauen – wobei die Chancenverwertung auch mal besser sein darf“, ist Obmann Tobias Wenck optimistisch. „Aber wir gehen die Sache mit Respekt an. Dannenberg ist auswärts stärker als in Heimspielen.“