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Aufstieg noch kein Thema in Neuhaus

Alle acht Spiele in der Fußball-Kreisliga an diesem Wochenende haben eines gemeinsam: Es trifft immer eine Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte auf eine aus der unteren Hälfte. Wird es ein Spieltag der Überraschungen oder setzen sich überall die Favoriten durch?

Gleich zum Auftakt am Sonnabend tritt Tabellenführer Scharnebeck beim Kellerkind Bleckede an. Immerhin hat der VfL zuletzt seit langer Zeit mal wieder gewonnen. Und die SVS zeigte gegen Barendorf ungewohnte Defensivschwächen. Zu Saisonbeginn gab es das Duell bereits im Pokal, damals verlor Bleckede „nur“ 1:0.

Nach Scharnebecks drei Gegentoren gegen Barendorf hat der MTV Treubund II nun die wenigsten Gegentore der Liga aufzuweisen. Am Sonntag kommt der Dahlenburger SK in den Hasenburger Grund – das erste von drei Heimspielen in Folge für die Lüneburger. In der Vorsaison wurde der MTV vom DSK kräftig in die Mangel genommen und bekam zehn Gegentore eingeschenkt. Mit 5:2 gewann Dahlenburg beide Duelle. Ein solches Ergebnis wäre diesmal ein kleines Wunder.

Nicht nur beim MTV Treubund, auch beim TV Neuhaus herrscht beste Laune. „Die Mannschaft hat einen super Zusammenhalt“, freut sich Trainer Hanno Kathmann. „Wenn einer ausfällt, hängt sich der nächste rein.“ Diese Qualität wird auch im Heimspiel gegen Mechtersen nötig sein, denn Neuhaus werden einige Stammkräfte fehlen. Nach dem Sieg in Erbstorf mussten zwei Spieler das Krankenhaus aufsuchen: Kay Hassenmeier hatte eine Gehirnerschütterung, bei Tobias Mann musste eine Fleischwunde genäht werden. Am Mittwoch fiel wegen Personalmangels sogar das Training aus. Am Sonntag werden auch Nitsche und der zuletzt so starke Müller fehlen, Stürmer Daniel Richter hat nach wie vor muskuläre Probleme. Außerdem fehlt immer noch der langzeitverletzte Leppin, für Kathmann „einer der besten Sechser der Liga“.

Richtig gut eingeschlagen haben die Neuzugänge wie der schnelle Jens Brinkmann, Rückkehrer Bartsch und Torwart Arlt. Neuhaus ist als einzige Mannschaft zu Hause noch ungeschlagen und baut weiter auf die bewährte Kontertaktik. „Das liegt uns“, sagt Kathmann, „und wir sind auch noch nicht in der Lage, das Spiel zu dominieren.“ Von möglichen Aufstiegsträumen will der Coach noch nichts wissen: „Das Thema will ich jetzt noch nicht aufmachen. So weit sind wir noch nicht.“ Aber er weiß auch: „Wenn alle da sind, haben wir eine bombige Elf.“

Viel Selbstvertrauen hat derzeit auch der SV Ilmenau II nach drei Siegen in den letzten vier Spielen. Da ist auch gegen den VfL Lüneburg etwas drin. „Gegen LSK und MTV Treubund haben wir gezeigt, dass wir auch gegen Mannschaften von oben mithalten können“, sagt Trainer Sebastian Kath. „Ich bin überrascht, dass wir schon so weit sind, obwohl wir personell knapp besetzt sind.“

Die junge SVI-Mannschaft zeichnet eine gute Einstellung aus. „Die Jungs ackern und geben alles“, lobt der Coach. Vor allem die Abwehrarbeit stimmt. Torwart Schacht und seine Vorderleute Herrndorf, Hoffmann, Bormann und Holdberg machen einen guten Job. Im Kader hat sich inzwischen auch Routinier Beckmann ein halbes Jahr nach seinem Achillessehnenriss zurückgemeldet.

Trainer Kath, der vor der Saison aus dem Kreis Celle zum SVI kam, hat Spaß an der Liga: „Sie ist ausgeglichen, das ist sehr reizvoll. In Celle gab’s auch immer mal ein 8:0. Aber solche Ergebnisse kommen hier ja höchstens mal vor, wenn der LSK mit seiner Ersten spielt.“

Im Auswärtsspiel beim Schlusslicht Soderstorf sollte der LSK II aber auch mit seinem eigenen Kader bestehen können. Für LSK-Co-Trainer Mark Bundt gibt’s ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. Der Tabellenvorletzte Adendorf hat den Vastorfer SK, der sich langsam an Platz drei heranpirschen will, zu Gast.

Ein möglicherweise torreiches Duell steht zwischen Barendorf und Ochtmissen ins Haus. Auch im Duell Brietlingen gegen Erbstorf treffen zwei offensivstarke Teams aufeinander. Dafür haben sie weiterhin Defensivprobleme. Brietlingen kassierte elf Gegentore in den letzten drei Spielen. Kriegt der Aufsteiger diesmal den Laden dicht?