Home / Blog / Auszeit / Schwung mitnehmen

Schwung mitnehmen

Kommentar zum Pokalspiel LSK – Mainz 05

Ein paar Getränkesorten sollen früh zur Neige gegangen sein. Im VIP-Zelt bestellten sich ein paar hungrige Besucher Pizza vom Lieferdienst, weil es ansonsten angeblich nichts mehr zu essen gab. Und über das Wetter wurde auch ordentlich geschimpft. Wenn es sonst nichts zu meckern gab, dann muss dieses DFB-Pokalspiel zwischen dem LSK und Mainz 05 einfach ein sensationeller Erfolg gewesen sein.

Selbstverständlich ist dies nicht. Das Spiel band viele Kräfte, überforderte sie bisweilen zum Beispiel rund um den Vorverkauf, zumal gerade zu Beginn der Serie beim Regionalligisten ohnehin an jeder Ecke etwas los war. Trainerwechsel, angeblich nicht bezahlte Gehälter und Rechnungen, die schwierige Suche nach Neuzugängen, ein überraschender Abgang mit viel Nebengeräuschen – nebenbei noch ein DFB-Pokalspiel zu wuppen, das ist ein Knochenjob.

Aber der LSK hat in Gemeinschaftsarbeit mit dem Platzbesitzer VfL Lüneburg letztlich doch alles für ein wunderbares Fußballfest vorbereitet. Unzählige Helfer verbrachten Tage oder gar Wochen auf dem Platz, packten an, ohne nach Dank oder gar Geld zu fragen. Und letztlich erwies sich Mainz als ein sympathischer Gegner mit lebensfrohen Fans. Attraktiv genug, um ein Stadion zu füllen. Aber halt keiner von den ganz großen Clubs oder von denen mit vielen Problemfans, so dass man unbesorgt in Lüneburg spielen konnte.

Dem LSK ist es zu gönnen, dass nicht nur die Mannschaft, sondern der gesamte Verein den Schwung aus diesem Spiel in den Alltag mitnimmt. Denn der ist und bleibt, ohne eigene Heimat und in einer Liga an der Schnittstelle zwischen Profis und gehobenem Freizeitfußball, hart genug.

Andreas Safft

 

 

16 Kommentare

  1. landkreisfussball

    „… unzähliche Helfer“? Man hört, die Anzahl der Helfer wäre wohl doch sehr, sehr überschaubar gewesen. Ohne Björn Busch und seinen Trupp wäre es eine große Blamage für Lüneburg und den LSK geworden.

    • Wir haben im Vorfeld häufiger mal vorbeigeschaut und festgestellt, dass doch sehr viele Leute mit angepackt haben, ganze Jugendmannschaften zum Beispiel, auch einige VfLer. Klar, einige arbeiten ein paar Wochen, andere ein paar Stunden – aber alle zusammen haben das doch sehr gut hinbekommen, oder?

  2. Schöner Bericht! Jedoch wurde im VIP Bereich keine Pizza bestellt, weil das Catering alle war, sondern weil der Mannschaft nach der tollen Leistung nach Pizza war!

  3. Herr Safft berichtet seit Jahrzehnten über den LSK und das immer objektiv, wenn auch immer wieder mit markanten Spitzen. Das ist sein Job und den macht er sehr gut. Beim LSK ist seit einem guten Jahr ein neuer Vorstand in der Verantwortung, der mit großen Vorschusslorbeeren gestartet ist, die durch die Arbeit der Vorgänger und die sehr gute Arbeit von Trainer Ostermann weiter in der letzten Saison gestärkt worden sind. Nach dem Abgang Ostermanns und dem Ausscheiden des letzten Verantwortlichen des sportlichen Aufstiegs seit 2012 gilt es jetzt für die Nachfolger. Der Kommentar von Andreas Safft macht den Eindruck, als würde er dies genauso beurteilen. Ich wünsche dem LSK, dass es erfolgreicher weiter geht als nach dem letzten DFB-Pokalspiel im Jahr 2008 gegen den VfB Stuttgart, als ein kommunikationsschwacher und mit dem Leistungsfußball überforderter Vorstand sehr bald kläglich versagte.

    • landkreisfussball

      Eine sehr treffende Analyse von „Wilschenbrucher“, vor allem im letzten Satz. Wer seine Antennen im aktuellen LSK-Umfeld auf Empfang stellt, der kommt schnell zum Sprichwort: „Im Erfolg macht man die größten Fehler.“ Das Pokalspiel hat zuletzt vieles überlagert, was Konfliktpotenzial hat. Und da treffen die von „Wilschenbrucher“ verwendeten Adjektive recht präzise. Eine weitere Bruchlandung wie in der Zeit um 2010 herum würde den Verein wohl endgültig die Existenz kosten.

  4. …..Pizza im VIP Bereich, weil das Catering alle war? Das passt zu „….um 22 Uhr fällt die Entscheidung zu Bespielbarkeit des Platzes“ oder „…. der Schiedsrichter war um 9 Uhr bei der Platzbegehung“ ! Null Recherche!!! Ähnlich übrigens der LP Artikel, das angebliche Interwiev mit Eggert „Jetzt rede ich“😂
    Onkel Mienert’s Märchenstunde, mehr nicht!
    Schade eigentlich, aber wenn die Auflage dadurch steigt…..

  5. Onkel Mienerts Märchenstunde ist äußerst passend. Was dieser Mensch überhaupt noch auf den hiesigen Fußballplätzen zu suchen hat ist mir ein Rätsel. Nach etlichen Etappen des missErfolgs, auch mit einem anderen Fußballexperten beim TSV Bienenbüttel, sich immer noch so viel herauszunehmen zeugt schon von einer gewissen Realitätsferne. Diese ganzen Berichte bezüglich des LSK in der Lünepost sind eine einzige Frechheit und ich frage mich wie überhaupt irgendein Spieler auf die Idee kommt eben diesen als „Freund“ oder „Ersatzvater“ zu bezeichnen. Anspruch und Wirklichkeit liegen bei einigen sehr weit auseinander und es hat schon etwas von einer Profilneurose sich ständig über die LP in dieser Weise über den Lüneburger Fussball und explizit den LSK auszulassen.

  6. Ach ja, Friedhelm Mienert – der „Vater des Fußballs“. Selbsternannte „Rampensau“ und einst Stühleschwinger bei Bergedorf 85. Aus der Zeit stammt auch der schöne Begriff des „Mienert-Tourismus“. Vielleicht sollte man das alles nicht so ernst nehmen…

  7. Ist doch egal wer geholfen hat oder nicht. Hat doch alles gut funktioniert! Und so ein Spiel zu organisieren ist nicht einfach. Danke an alle für diesen Tag. Kleine Anmerkung. Hannover ist schon im Halbfinale, nie war es einfacher. Dann ein neuer Anlauf im nächsten Jahr

    • ich würde Schuhmi mal wieder eine Chance geben.
      In den ersten beiden Spielen wo wir ungeschlagen waren,war Er noch Stammspieler.
      Vielleicht kann Er ja mit seiner Schnelligkeit helfen?
      Ich glaube, Er brennt auch darauf mal wieder spielen zu dürfen.
      Kann ja nur noch besser werden.

  8. Eigentlich hatte ich erwartet das der Vorstand (Becker)mal das Interview Mienert ,Charly in die richtige Richtung rückt und die Außen Darstellung des LSK wieder zurecht rückt ,denn beide haben nicht die Wahrheit zu Papier gebracht .Friedhelm Mienert ist Berater von Charly ,das ist bekannt und Mienert soll auch für seine Beratertätigkeit entlohnt worden sein.Mienert hat einen regen E-Mail Verkehr mit dem Vorstand gehabt ,der bekannt geworden ist ,in dem er für Charly mehr Kohle verlangt hat, oder sein Schützling würde zu einem anderen Verein wechseln .Wenn Eggert von diesem Deal nichts wusste ,weil er ja beim LSK bleiben wollte ,dann muss er sich bei Mienert bedanken und nicht schmutzige Wäsche waschen und den LSK denunzieren.Ich bin ein Fan von Charly und bedaure das er nicht mehr in Lüneburg spielt ,aber zu guter Letzt hat wohl auch seine Verletzungsanfälligkeit eine Rolle bei der Vertrags Verlängerung gespielt ,denn Charly hatte nicht wirklich viele Einsätze im letzten Jahr gehabt . Alles Gute Dir und such Dir mal einen richtigen Berater ,der NUR das Beste für Dich will.

    • Ich denke der LSK Vorstand macht alles richtig, wenn er die Verhandlungsdetails für sich behält und dabei bleibt die Ergebnisse zu verkünden. Ich denke der LSK war froh Eggert in seinen Reihen zu haben und wusste seinen Fußball zu schätzen. Der LSK tut aber auch gut daran den gesteckten Rahmen nicht zu verlassen, sonst hat er demnächst mit einer Summe von Einzelfällen zu kämpfen. Von daher schade einen Lüneburger Jung und Publikumsliebling zu verlieren aber vielleicht kommen auch wieder Zeiten mit mehr Spielraum und vielleicht hat er auch mal wieder Lust zurück zu kommen.

  9. 1600€ hat der Fußballexperte Mienert für den Wechsel bekommen!
    Der Vorstand macht alles richtig damit, nicht jeden Scheiss zu kommentieren. N Löwe dreht sich auch nicht um, wenn die Hunde bellen . Schönen Abend noch!

  10. Danke für den Bericht Glückslos.
    Das spiegelt die gute Leistung wieder,die alle zusammen geleistet haben.
    Wenn das einen Bericht in der Mainzer Zeitung wert ist,hat man alles richtig gemacht.

  11. Das sehe ich wie Du, Stefan! Wenn man hier (und auf dem anderen Thread) mal wieder so manchem Schreiber Glauben schenken würde (was hoffentlich keiner tut, der einigermaßen bei Verstand ist), dann ist der LSK ein Scherbenhaufen. Wie kriegt so ein Trümmer_Klub dann eine DFB-Pokal-Begegnung so gut auf die Beine gestellt und über die Bühne gebracht? Wie ist dieser LSK mit seinen Ganoven von Trainern und Vorständen in den letzten Jahren in die Regionalliga aufgestiegen und dort bis heute geblieben? Alles Glück und Zufall? Wie kommt es, dass gerade in der Goseburg eine neue sportliche Heimat entsteht für die mittlerweile 17 (!!!) LSK-Jugendmannschaften? Alles, weil das so Riesenstümper, Verbrecher und Anfänger sind? Weil nirgends Rechnungen bezahlt werden? Hä? Wie bitte?Aufwachen, Leute, aufwachen… Oder ist es dem einen oder anderen in den letzten Jahren etwas zu erfolgreich gelaufen bei den Schwarzweißen, die man ja eigentlich schon auf dem Waldfriedhof wähnte?