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Dynamo macht ohne Trainer weiter

Der FC Dynamo Lüneburg testet die Basisdemokratie: Nach dem Rücktritt der Trainer Florian Köller und Rüdiger Schmidt wird sich die Mannschaft aus der 1. Fußball-Kreisklasse künftig selbst aufstellen. „Wir werden die nächsten Spiele ohne Trainer agieren“, berichtet Vereinschef Jens Niemann. „Die Mannschaft betreut sich selbst, um den Teamgedanken zu fördern.“

Was war passiert? Köller und Schmidt, der letztjährige A-Jugendtrainer, hatten als gleichberechtigte Doppelspitze das Team gecoacht. Doch auf Dauer klappte das nicht. So gab Köller seinen Rücktritt bekannt. Da Schmidt die Aufgabe nicht allein weiterführen wollte, trat auch er zurück.

Gestern Abend traf sich die Mannschaft dann zur Krisensitzung. Ergebnis: Die Spieler um Kapitän Sascha Meyer versuchen es in Eigenregie. „In der Winterpause werden wir dann überlegen, wie es weitergeht“, sagt Niemann. Köller bleibt in jedem Fall Obmann – eine Rückkehr als Trainer nicht ausgeschlossen.

Wie am Ende der Vorsaison steht Dynamo schon wieder auf dem drittletzten Platz. Nach dem 2:11-Debakel in Barnstedt droht nun gegen die LSV die nächste Pleite. „Ich bleibe Optimist“, so Niemann. „Wir haben in dieser Saison einen deutlich besseren Kader.“ Das wollen die Spieler jetzt ohne Trainer beweisen.