Home / Fußball / LSK klettert nach 2:1 gegen Drochtersen
Torschütze Ridel Monteiro (r.) bejubelt seinen Führungstreffer zum 1:0 des LSK gegen Drochtersen mit Michael Kobert. Am Ende stand es 2:1. Foto: behns

LSK klettert nach 2:1 gegen Drochtersen

Dieser LSK ist nicht zu stoppen: Auch im achten Spiel in Serie bleibt der Fußball-Regionalligist Lüneburger SK ungeschlagen, besiegte im sechsten Heimspiel in Folge die SV Drochtersen/Assel mit 2:1 (1:0) und kletterte auf Rang 12.

„Ich hätte heute auch mit einem Punkt leben können. Aber die, die drin waren, haben es richtig gut gemacht“, freute sich LSK-Trainer Rainer Zobel. „Heute zählen nur die Punkte.“

Er hatte sein Team stark verändert, vielen Ersatzspielern die Chance auf einen Startelf-Einsatz gegeben. Und es sollte sich auszahlen. Eudel Monteiro etwa sorgte für das vorentscheidende 2:0 (51.), nachdem sein Bruder Ridel die Gastgeber früh in Führung geschossen hatte (6.).

Behrmanns Anschlusstreffer (72.) sorgte noch einmal für Spannung, doch der LSK rettete den Vorsprung über die Zeit.

35 Kommentare

  1. Ausgezeichnete 3 Punkte, durch den Sieg von Oldenburg besonders wichtig. Jetzt können die letzten 4 Spiele mit breiter Brust angegangen werden. Klever einzelne Spieler geschont und trotzdem gewonnen. Zobels Erfahrung macht sich positiv bemerkbar.

  2. Ja, der Kick war heute nicht so mitreißend wie der am Dienstag gegen Rehden, viel Dassel und viel Bangen in der zweiten Hälfte, aber das Glück ist eben mit den Tüchtigen. Zwölf Punkte sind noch zu vergeben. Acht müssten zu ergattern sein. – Hoffentlich machen die Buchhalter und die Geldgeber ebenfalls ihre Hausaufgaben.

  3. Liebe LZ,
    Der LSK ist seit 8 Spielen ungeschlagen und es war das siebte Heimspiel hintereinander.
    Aber bei den vielen Spielen kann man schon mal tüddeln. 😆

    • auch wenn es eigentlich unwichtig ist: die lz hat recht. es war die sechste partie zu hause in folge. nach dem eutin-spiel folgte nämlich noch die begegnung beim hsv…

      • Upps,Eigentor. 😂
        Ich sag ja,zu viele Spiele in der kurzen Zeit. Kann passieren in dem Sieges
        Rausch,da kann man nicht mehr klar denken. 😆

        Der Sieg war am Ende etwas glücklich,aber so ist Fußball, am Ende gleicht sich sowas immer aus,denn es gab ja auch Spiele wo man nicht das Glück auf seiner Seite hatte.
        Aber dieser Sieg fühlt sich besonders gut an,da ich diese Kehdinger Kloppertruppe überhaupt nicht mag.
        Das ist mir bei denen immer etwas zuviel gesunde Zweitkampfhärte.

        • Champoo, Stefan Hye,

          du weißt dich zu benehmen! Dein Beigeben erinnert mich an Erichs Lob vom Dienstag:

          „Dabei denk an Stefan Hye ich. Der haut auf die Pauke und Eckt hier auch alldieweil gewaltig an und kricht Zunder. Aber der bleibt bei der Stange und steht Rehden und Antworten und klärt die Angelegenheiten von alle Asspeckte biss jeder einverstanden ist und der Ärger sich verflochten hat. Schwanz einkeinfen is bei dem nich.“

          Hier gefunden: https://www.landeszeitung.de/sport/fusball/regionalliga-fusball/227322-lsk-mit-11-zufrieden#comment-59831

          • Danke Jürgen.
            Naja,das mit dem benehmen klappt bei mir nicht immer,zumindest wenn es um unseren LSK geht,da bin ich oft zu emotional drauf.
            Aber,wer austeilt,muss auch einstecken können.

  4. Was für ein tolles FußballSpiel mit endlich mal mehr Zuschauer wohl über 600 wurde angesagt. Soviel Begeisterung hat es ewig nicht gegeben. Ich frag mich immer wieder wie die paar Leute beim LSK Hansa das hinkriegen so ein Wahnsinn wie heute zu betreiben das sagen sogar die Fans von D/A. So steigt die Elf nie ab und hat Zukunft und die Fans können wie heute auch nächstes Jahr feiern. Sonntag gehts weiter

    • landkreisfussball

      Sportlich ist der LSK jetzt auf einem guten Weg. Jetzt wird es wohl an der Lizenz hängen, ob der LSK auch nächste Saison Regionalliga spielen kann. Ich hoffe, das Schweigen des Vereins ist ein gutes Zeichen. Nicht, dass es dann Mitte Mai den großen Knall gibt.

  5. Sehr erfreulich – und für mich überraschend -, wie beherrscht und besonnen D/A-Präsident Rigo Gooßen sich im Stader Tageblatt zu dem Spiel äußert. Das sah schon mal ganz anders aus.

    http://sv-drochtersen-assel.com/2018/05/03/lueneburger-sk-fertigt-d-a-ab-ioannou-verletzt/

    • Totalbedebbert

      Ja, das ist der mäßigende Einfluss von Daniel Berlin und seinem Team beim Stader Tageblatt 😉

    • Ja, sieht ganz so aus. Aber die von dir angesprochenen „perfekt formulierten Beschreibungen“ hat Daniel Berlin hier auch nicht gerade abgeliefert. Der steckt wohl in einem kleinen Formtief.

      • Totalbedebbert

        Für die „perfekt formulierten Beschreibungen“ bin ich zuständig.

  6. Tja Stefan, eine Mannschaft spielt oft das, was ihr Trainer vom Fußball denkt… Was das in Bezug auf die Trainer aus Drochtersen und vom LSK aussagt, kann ein jeder selbst interpretieren!

    • Hallo Netzer, ob man das so stehen lassen kann? Eine Mannschaft spielt oft das, was ihr Trainer vom Fußball denkt? Was hätte Rainer Zobel denn da wohl am 23. März in Wolfsburg gedacht? Und unser Trainer (derzeit Nils Goerdel) müsste dann derzeit ja Tohuwabohu denken, was er sicher nicht tut. Das gestern war nämlich auch bei uns wahrlich kein Spiel für schwache Nerven und alle Etelser, die live dabei waren, dürften mehr als einmal flehendlich das Eingreifen des Fußballgottes herbeigesehnt haben, denn nur selten gelang unseren Schlossparkkickern in der aktuellen Saison ein derart dominanter Auftritt und dennoch lagen sie bereits nach einer knappen halben Stunde mit 0:2 hinten. Ob dieser schreienden Ungerechtigkeit konnten einem schon erste Zweifel an der Existenz eben jenes Gottes kommen… Aber lassen wir lieber die höheren Mächte aus dem Spiel und bleiben auf dem holprigen Rasen des Schlosspark-Stadions. Doch auch nüchterner betrachtet es bleibt dabei: Etelsen stellte von Beginn an das bessere Team, erarbeitete sich eine Chance nach der anderen, raste mit 10 Mann den Platz rauf und wieder runter, vergaß darüber aber das Toreschießen. Die Gäste hatten dem Offensivdrang unserer Jungs nur wenig entgegenzusetzen, kamen aber durch einen Kramer-Freistoß, den Philipp Hatt mit dem Kopf über die Linie brachte, zur ebenso überraschenden wie unverdienten Führung (21.). Keine 5 Minuten später, mitten in der fortgesetzten Sturm- und Drangphase der Platzherren, setzte die Teutonia sogar noch einen drauf und zog durch Nils Brüggemann auf 0:2 davon. Wenn du nun aber glaubst, unsere Jungs hätten die Köpfe hängen lassen, muss ich dich eines besseren belehren, denn Timo Schöning nutze einen Eckball von Christian Heusmann, um sich im Fünfmeterraum willensstark durchzusetzen und mit Köpfchen den 1:2 Anschlusstreffer zu markieren (32.). Mit frischem Mut versuchten meine Schlossparkkicker noch vor der Pause den Ausgleich zu erzielen, aber dies gelang erst in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit. Der bereits mit Gelb vorbelastete Teutone Alberto Mendes setzte im Strafraum zur Grätsche an, traf dabei sowohl den Ball als auch Nicolai Gräpler, sodass sich der Schiri genötigt sah, diese ungestüme Aktion des Wiederholungstäters mit einem Strafstoß und Gelb-Rot zu ahnden. Yannik Funk legte sich den Ball zurecht, nahm Maß, rannte vor, traf mit dem Vollspann – und verwandelte sicher zum 2:2 (52.). Dass wir fortan in Überzahl spielten, war allerdings kaum zu merken. Uelzen kompensierte den Platzverweis durch mehr Aggressivität und auf unserer Seite kam überdies ein wenig Hektik auf. Vermutlich wollte man jetzt zu schnell zu viel, anders ist es kaum zu erklären, dass wir uns in Überzahl nach eigenem Eckball derart blauäugig auskontern ließen und so der Teutonia die erneute Führung quasi schenkten. Zum zweiten Mal getroffen hatte Philipp Hatt, der sich mit unserem vielleicht etwas zu zögerlich herausgeeiltem Keeper kurz vor der Strafraumgrenze ein Pressschlag-Duell lieferte, jedoch in Ballbesitz blieb und so problemlos zum 2:3 (62.) einnetzen konnte. Aber gestern konnte kein Rückschlag die Moral unserer Jungs brechen. Sie wollten unbedingt gewinnen und wurden auch belohnt. Bastian Reiners sorgte nur kurze Zeit später nach einem Alleingang für das zwischenzeitliche 3:3 (65.), bevor Yannik Funck mit einem sauberen Distanzschuss die Signale auf Sieg stellen konnte (80.). Unmittelbar davor war mit Nils Brüggemann ein weiterer Gäste-Akteur wegen Meckerns des Feldes verwiesen worden, sodass Uelzen die letzten 10 Minuten in doppelter Unterzahl überstehen musste. Dies gelang allerdings nicht ganz schadlos, da Nicolai Gräpler in den Schlussminuten noch auf 3:5 erhöhen konnte (88.). Alles in allem ein Hochverdienter Erfolg für die Schlossparkkicker, die bereits am kommenden Sonntag bei der Regionalligareserve des SV Drochtersen/Assel gefordert sind. Bleibt zu hoffen, dass dann unsere Trefferquote besser ist. Euch wünsche ich dasselbe für übermorgen gegen Havelse! Nach den Auftritten der letzten Wochen steht der Sport-Klub Hansa nun nach 30 Spielen, zehn Siegen, 14 Niederlagen und sechs Unentschieden auf dem 12. Tabellenplatz und ist ein ernstzunehmender Gegner für die Havelser. Das 1:1 im Hinspiel hat gezeigt, was das Team des 69-jährigen Zobel zu bieten hat und dass es kein Zuckerschlecken für Havelse sein wird, so einen Gegner wie euch zu bespielen. Trotzdem wird natürlich auch die Elf von Christian Benbennek zuversichtlich gestimmt sein, drei Punkte einfahren und damit die Abstiegsgedanken in Garbsen endgültig zu den Akten legen zu können.

      • »Was hätte Rainer Zobel denn da wohl am 23. März in Wolfsburg gedacht?«

        Vielleicht: »Verdammt, wo hab ich meine Fluppen«?

  7. Es ist schon sehr, sehr imposant, was uns der LSK bisher jeden zweiten/dritten Tag auf den Sülzwiesen bietet. Nach dem Spiel gegen Eutin muß ein Ruck durch die gesamte Mannschaft gegangen sein. Das gilt auch für die Spieler, die z.T. sehr lange auf der Bank ausharren mußten. Das gestrige Spiel hat es gezeigt. Also Hut ab, auch vor Zobel, der offensichtlich nicht nur das richtige Händchen für den Einsatz der Spieler sondern auch den richtigen Zugang zu ihnen gefunden hat.

    Bei allem Lob für die gesamte Mannschaft hat sich für mich in den vergangenen Wochen Enes Biyiklioglu mehr und mehr in den Vorderguimd gespielt. Zweikampfstark, gute Technik und Spielübersicht. Wie Eden ein wirklicher Zugewinn. Zakai scheint auch so langsam zu kommen. Gestern hat er jedenfalls eine grundsolide Partie abgeliefert. Hervorragend seine gefühlvoller Kopfballvorlage trotz ziemlicher Bedrängnis auf Monteiro zur 1 :0 Führung.
    Von den zwölf ausstehenden Punkten könnten 6 reichen, um nicht zu den vier Absteigern zu gehören. Gegen Havelse waren es bisher zu hause immer knappe Sachen, zuletzt ein 0:1 in Bardowick.

    • Mein lieber achtmalkluger Reineke,

      du glaubst neuerdings auch an kollektive Erweckungserlebnisse und an heilende Hände? Genügt es Dir nicht mehr, wenn ein Trainer durch eindringliche Appelle und Seelenkneterei im Vier-Augen-Gespräch bei einigen seiner Schlüsselakteure das Selbstvertrauen wieder auferstehen lässt, so dass die nach ein, zwei ordentlichen Partien einen Sieg wie gegen die Hamburger U23 möglich machen und damit bei jedem Einzelnen in der gesamten Truppe das Bewusstsein seines eigenen Könnens wecken? Abkehr vom Egoismus, Angstfreiheit, mannschaftliche Geschlossenheit, die individuelle Lust, nicht als Prima Ballerina zu glänzen, sondern als Teil des Teams zu funktionieren, Freude am Gelingen ebenso rasanter wie riskanter Kombinationen, entschlossener Mut zum Torabschluss, kurz: unverkrampftes Auftreten und spielerisch konzertierte Leichtigkeit entstammen meiner Meinung nach nicht dem Walten höherer Mächte, im Gegenteil, das sind alles Kinder des Erfolgs – und der Gelassenheit vor allem unter den pädagogisch Coachenden bei (unvermeidlichen) Fehlern und Rückschlägen.

      Übrigens: Der Linksfüßer wirkt einfach eleganter und fällt deshalb eher auf als ein Rechtsfüßer.

      Neben Enes Biyiklioglu sind weitere Beispiele: Ferenc Puskás, Hristo Stoichkov, Wolfgang Overath, Diego Maradona, Lukas Podolski, Davor Šuker, Gheorghe Hagi, Hugo Sánchez, Ruud Gullit, Rivaldo, Mesut Özil, Arjen Robben, Zico, Angel di Maria, Ryan Giggs, Roberto Carlos, James Rodriguez, Alfredo di Stefano, Paolo Maldini, Raúl Gonzalez, Johan Cruyff, Lionel Messi und Marvin Kehl.

      • Oh Herbert, da sind aber welche dabei, die hatten das linke Bein nur zum Bier holen. Passt aber schon mit dem Blödsinn was hier manchmal geschrieben wird.

      • Mein lieber Herbert,
        sobald Du Dein Mikrophon aus der Hand legst und zur Tastatur greifst, scheint es bei Dir überzuschäumen an Einsichten in die Zusammenhänge des Lebens – sag mal, ist es bei Linksfüßlern so wie bei Linkshändern? Letzteren wird ja ein höherer Intelligenzquotient zugesprochen als z.B. mir weniger begnadeten Rechtshänder – bei denen eindringliche Appelle, Seelenkneterei eines pädagogisch mit den Lebensjahren Erfahrenen und die notwendigen Erfolgserlebnisse eindeutig prägende Kraft haben. Daneben gibt es aber auch Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich unserer Ratio entziehen, Du weißt, was ich meine, die kollektiven Erweckungserlebnisse, bei denen die heilenden Hände auf keinen Fall fehlen dürfen. Dann gibt es da noch den unerklärlichen
        und nicht faßbaren Faktor Glück, der zuletzt beim Pfostenschuß von Neumann seine schützende Hand über den LSK gehalten hat.

        By the way, kannst Du nicht mal Otto mit seiner Dassendorfer Frage weiterhelfen? Was ich dazu weiß, basiert auf Horen und Sagen.

        Daß Rehden heute verloren hat, verschafft den Unsrigen ein kleines bißchen mehr Luft.

        Irgendwie ist mir bei Deinen letzten Ausführungen der rasende Reporter Egon Erwin Kisch eingefallen. Warum nur?

        • Lieber Reineke,

          ich glaube, die Linksfüßer haben den größeren Schlag bei den Mädels, womit sich das Intelligenzproblem nicht mehr stellt, da auf diesem Sektor sogar die Beidfüßer mit ihren Eroberungen nicht lange mithalten können.

          Mehr als Boris und Gibmirdiekirsche fällt mir zu der Dassendorfer Regionalliga-Abstinenz auch nicht ein. Blöd nur, dass der mit sich selbst zufriedene, an der Tabellenspitze dauerparkende Verein wie ein viel zu fetter, mit der Explosionsstampframme in den Flaschenhals getriebener Schaumweinkorken allen anderen Clubs in der Hamburger Oberliga den Weg hinauf verstopft, weil die eben keinen mit Geld herumaasenden Sponsor haben, der sich höher- und höchstklassige Spieler zum Zeitvertreib hält.

          Was Deinen Kisch-Einfall angeht, könnte ich mir vorstellen, dass du an den berühmtesten Satz des Prager Tuchhändlersohns gedacht hast, der auch mir immer sympathisch war: „Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist fantasievoller als die Sachlichkeit. Und nichts Sensationelleres in der Welt gibt es, als die Zeit in der man lebt.“ Wer hat da nicht sofort den LSK und Holgis „Warme Theke“ vor Augen? Mit jenen Worten – wir schreiben das Jahr 1925 – subsumierte Egon Erwin Kisch im Vorwort zu seiner gebundenen Sammlung äußerst romanhafter Zeitungsartikel „Der rasende Reporter“ den Grundgedanken des guten Journalismus, von dem der Sportjournalismus bekanntlich ein gewichtiger Teil ist. Huren zogen Kisch magisch an. Als „Ehrenbursch“ der schlagenden Verbindung „Saxonia“ wusste er prächtig mit seinem Degen umzugehen. Prominenten Vagabunden und Verbrechern stellte er nach, gern in den verruchtesten Gassen seiner Geburtsstadt, immer einen Notizblock, einen Flachmann und eine Zahnbürste in der Jackentasche. Ein Spürhund. Ein Exhibitionist. Eine Stimmungskanone. Und ganz bestimmt kein Kostverächter (womit die Kurve zurück zum LSK, den düster dräuenden Liquiditätsstockungen und zu Rainer Zobel und seiner noch immer von manchem aufregenden Geheimnis umwitterten Strawberry-, Diggi Diner-, Crato Keller-, Brausebrücken- und Schauergeschichten-Periode der späten 70er Jahre genommen wäre).

          • Hallo Herbert,
            ahnte ich’s doch, Du kennst Dich nicht nur in den Gassen rund um die Brausebrücke aus, sondern auch in denen Prags. Mir ist Kisch vor sehr langer Zeit und da auch nur eher flüchtig über den Weg gelaufen, als ein Bekannter Frau Reinekes über den rasenden Reporter promovierte. Ich nehme stark an, daß jener dabei nicht den Bogen zu Holgis „Warmer Theke“ geschlagen hat, dabei ist das doch so naheliegend. Das Diggi Diner ist gänzlich aus meiner Erinnerung verschwunden, nur der Name ist momentan noch da – wo war das?

            Wie aus der Lüne Post zu entnehmen ist, scheint der Verdauungsapparat des LSK wieder zu funktionieren, die Liquidität fließt wohl, so daß es jetzt auch im sportlichen Bereich gerichtet werden muß. Gegen Havelse wird es kaum einfacher als gegen Drochtersen. Muß jetzt zusehen, daß ich ausgeruht zum Spiel komme. Die brauchen unsere ganze Unterstützung. Gute Nacht.

          • Wenn Du vom Viskulenhof oder von der Lünertorstraße aus stintwärts gehst, kommst Du dahin, wo in den 70er und 80er Jahren, also in Rainer Zobels eruptivster Sturm- und Drangperiode, als die Straße im Wasserviertel ihre größte Zeit erlebte, sämtliche Kultkneipen der Stadt lagen (einzige Ergänzung außerhalb dieses magischen Rechtecks war das „Illert“ in der Schröderstraße, wo’s bis Mitternacht ein Kilo Bauernfrühstück und nen Halben für zwofuchzich gab): Henrys Studenten- und Arbeiterkneipe „Alter Kran“, nebenan Mannis „Schallander“ und Fuzzys „Café Flip“, im Keller Ingrids „Pesel“. Ein paar Meter weiter Heinzis „N.T.“, Jörgis „Pupasch“ (vorher „Finale“), Peters „Galerie“ und schließlich Heinzi Brockmanns Saturday Night Fever-Tempel „Diggi Diner“ (in Dunkelviolett gehalten, verwarzt und verspiegelt, hatte der Schuppen was zwischen Puff, Einsegnungshalle und Zocker-Stube in Mafia-Barock: Ecke Bei der Abtspferdetränke / Ilmenaustraße, heute LBS „Immobiliencenter“). Parallel zum Stintmarkt, Auf dem Kauf, wenn Du Dich durch die kleine, namenlose Gasse bei der (heutigen) „Tante Käthe“ nach Westen zwängtest, kamst Du direktemang auf das schwarze Höllentor vor Kurts legendärem „Strawberry“ (später Wolfgangs „September“) zugesteuert (das Interieur war mehr so Marke unbeleuchteter Pferdestall, erhellt nur von den auffauchenden Streichhölzern, mit denen alle drei Sekunden eine [oder ein] Selbstgedrehte[r] angezündet wurde) mit der Bar vorgelagerter Tanzfläche und Tischkicker vor den Klos, in die man, wenn sich’s absolut nicht mehr vermeiden ließ, nur mit geschlossenen Augen und angehaltenem Atem taumelte) und Hatschis „PHK-Keller“. Vor allem an lauen Abenden standen Hunderte unten beim Stintmarkt am Wasser, tranken Bier, aßen Gemüse- genauer: Knoblauchfrikadellen. Und wehe einer wagte, da mit dem Auto durchzufahren: Das ging ja sowas von überhaupt gar nicht an. Bierdusche war noch die harmloseste Entwöhnungsverarztung. In der Hinsicht herrschte Mannschaftsgeist unter all den Individualisten.

            Siehe auch: https://www.quadratlueneburg.de/LBS.html

  8. Ich komme noch einmal auf meine bisher unbeantwortete Frage vom 27. April zurück:

    Linus Büchler wechselt Ende der Saison nach Dassendorf.

    In den Spielzeiten 2013/14, 2014/15, 2015/16 und 2016/17 sind die Dassendorfer Meister der Oberliga Hamburg gewesen und werden das auch dieses Jahr wieder sein. Warum hat der Verein jedesmal von vornherein auf die Bewerbung um einen Regionalligaplatz verzichtet?

    Weiß das einer?

    • Dem Sponsor reicht es aus, in der Hamburger „S-Bahn-Liga“ Meister zu werden oder mal das Pokalfinale zu erreichen. Weniger Stress, weniger Kosten. Außerdem müsste sich Dassendorf in der Regionalliga auch einen anderen Spielort für die Heimpartien suchen…

      • Clande Stine

        Besser mit Sponsor Meister der „S-Bahn-Liga“ im Abonnement als ohne Sponsor im Nebel der Bedeutungslosigkeit unterzutauchen. (Lurup, Grün Weis ect.)

    • Gibmirdiekirsche

      Ja, dem Verein ist die Regionalliga zu aufwändig. Die Hamburger Oberliga bewegt sich 30 Kilometer um den Michel. Der finanzielle und zeitliche Aufwand erhöht sich extrem, sie können nicht mehr mit der S-Bahn zu den Spielen. Die Anforderungen an die Plätze erhöhen sich auch deutlich. Dassendorf spricht eine andere Spieler Zielgruppe an. Z.B. würde Linus nicht nach Dassendorf wechseln, wenn der Aufwand genauso groß wie in der Regio wäre. Dassendorf müsste sein Konzept also komplett ändern und müsste mit den Fluktationen der Spieler in der Regio leben. Die Niedersächsischen Klubs haben den Aufwand bereits Annähernd in der Oberliga, dort wird bereits von Der Küste bis Göttingen gereist, daher ist der Sprung für die in die Regio nicht mehr so groß vom Aufwand her.

      • Kann der Zweit- oder Drittplazierte dann um den Aufstieg spielen? Oder Blockiert Dassendorf tatsächlich eine ganze Liga, das heißt, wie Herbert oben schreibt, die 17 anderen Mannschaften aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen unter der Regie des Hamburger Fußballverbandes (HFV)?

        • Es kann auch der sechstplazierte Aufsteigen, wenn die anderen 5 nicht wollen und er eine Lizenz beantragt hat.

        • Wie Franz & Gibmirdiekirsche schon schrieben. Es blockiert erstmal niemand. Allerdings sind viele Hamburger Vereine von der Regio abgeschreckt. Weite Fahrten und Auflagen bedeuten deutlich höhere Kosten bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen. Denn in der S-Bahn-Liga ist quasi jeder Spieltag ein Derby mit all seinen positiven Eigenschaften. Volle Sportplätze bedeuten höhere Zuschauer- und Pachteinnahmen während das Interesse für Spielge gegen Kunstprodukten wie Germania Egestorf oder die ganzen zweiten Mannschaften wie WOB II, BS II usw. eher deutlich geringer sein dürfte.

          Und bei all dem darf man nicht vergessen: Dassendorf hat 3000 Einwohner. Was sollen die mit einem Regionalligateam.

          DER NDR-Artikel fasst das alles glaube ich gut zusammen und dürfte noch immer aktuell sein: https://www.ndr.de/sport/fussball/Dassendorf-Ein-Meister-der-nie-aufsteigen-will,dassendorf106.html

        • Vielen Dank für die Infos, Franz und Carabas,

          ja, der NDR-Beitrag fasst die Sache gut zusammen. Wer googelt, der findet. – Und manchmal sogar die verrücktesten Sachen.

          Trotzdem, dem sportlichen Wettbewerbsgedanken und der Idee der fairen Gleichbehandlung ALLER Teilnehmer ohne Unterschied wird hier NICHT entsprochen. Das ist jedenfalls meine Meinung.

          Für Timo kann ich natürlich nicht sprechen.

          • Gibmirdiekirsche

            Das die anderen Vereine sich nicht über Dassendorf freuen ist auch klar. Wenn der sportlich Stärkste nicht aufsteigt überfordert er sportlich auf Dauer die anderen in der Liga und das ist eigentlich nicht der Sinn eines sportlichen Wettkampfs. Das ist fast so, als wenn die U10 weiter bei der U9 spielt, weil sie nicht älter werden will und gerne andere dominiert.

          • Genau so sehe ich das auch. Bedenkt man, dass Herr Funke für seine Playmobil-Mannschaft auch immer wieder alternde oder ausrangierte Profis einkauft, dann ist es wohl eher so, als wenn die U17 unter lauter U9-Teams spielt. Wo in Dassendorf die Leidenschaft am Sport herkommen soll, ist mir schleierhaft. Eher scheint ein bisschen Sadismus eine Rolle als Antrieb zu spielen, wie bei dem riesigen Kater, der eine bereits erledigte Maus jedesmal noch ein wenig trietzt und zum Hin- und Herlaufen animiert, um ihr noch einen Tatzenhieb überzubraten.

        • Sportlich Fair geht es doch selten im Fußball zu. In jeder liga gibt es Verwerfungen und dass die Meister nicht aufsteigen können ist doch auch nicht so selten.

          Dassendorf hat zudem noch das Problem, die Mehrzahl der Regio-Auflagen nicht mal ansatzweise einhalten zu können. Kein Stadion, keine Parkplätze, keine vorgeschriebenen Zweckbauten und eben auch keine Jugendteams. Das ist trotz der Nähe zu Hamburg extreme Provinz (oder vielleicht gerade desshalb). Emmendorf hatte ja auch einige Saisons lang ähnliche Probleme /wenngleich sie aufsteigen wollten).

          Und den Dassendorfern wird es herzlich egal sein.

        • Danke, Jungs. Jetzt ist mir die Sache klarer. Linus wird wissen, was er tut. Beruf und Sport unter einen Hut zu bringen, war schon für Uns Uwe nicht immer leicht.