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Keiner jammert

Rutscht der MTV Treubund in eine ausgewachsene Krise? Oder bekommt der Fußball-Landesligist am Sonntag die Kurve? „Die Jungs wollen. Ich hoffe, dass sie auch an sich glauben“, meint Co-Trainer Marc Bunge vor dem wegweisenden Auswärtsspiel beim MTV Dannenberg. Beide Teams stehen mit nur drei Punkten auf einem Abstiegsplatz – dem Verlierer droht ein stürmischer Herbst.

Im Derby bei der Eintracht spielte der MTV trotz aller Personalprobleme zumindest eine Halbzeit lang passabel, um dann doch 1:2 zu verlieren. Bunge: „Diesmal kriegen wir das hoffentlich 90 Minuten hin. Und über Ausfälle können wir nicht lange jammern, wir müssen das einfach so hinnehmen.“ Kruse und Hattendorf sind wieder einsatzbereit, dafür ist Harms verletzt. Und von den vier eingesetzten A-Junioren steht diesmal allein Cibis zur Verfügung: Damm und Kleine sind verhindert, L.Meyer sah am Sonntag in Göttingen Rot.

Nicht jammern, das ist auch das Motto von Sven Jenßen, Coach des SV Ilmenau. Daheim gegen Hambergen fehlen ihm die Leistungsträger Felgner und Voloder, die arbeiten müssen. So könnten Schellin und Nyaywera, der in Etelsen ein ordentliches 20-Minuten-Debüt gab, in die Startelf rücken. Dass die Partie in der Nachspielzeit doch noch mit 2:3 verloren ging, wurmt Jenßen mittlerweile nicht mehr. Denn: „Die Mannschaft hat das gut gemacht.“

Im ersten Duell mit einem Mitaufsteiger rechnet sich Jenßen etwas aus: „Hambergen spielt ähnlich wie wir. Es wäre schon die halbe Miete, wenn wir deren Torjäger Heineke ausschalten könnten.“ Der markierte acht der bisherigen elf Treffer des Gastes, führt damit die Torschützenliste der Landesliga an.

Damit hat Heineke allein schon drei Treffer mehr erzielt als die SV Eintracht, die zu ihrem bisher überraschend starken Namensvetter aus Cuxhaven reisen muss. SVE-Trainer Michael Krienke hofft darauf, dass seine Offensive sich nun auch auswärts steigern wird und baut dabei besonders auf sein offensives Mittelfeld: „Alkan hat sich mittlerweile gut gemacht. Und Demir findet hoffentlich auch bald aus seinem Tal heraus.“

Kabay steht wieder zur Verfügung, nachdem er am Dienstag beim HSV leicht angeschlagen war und anderen gegen die Profis den Vortritt ließ. „Eine große Geste von ihm“, meint Krienke. Der könnte damit theoretisch die Elf vom Derbysieg aufstellen, will aber auch mal Hillen, Geist oder Beis von Beginn an eine Bewährungschance geben.

Besser als das Lüneburger Trio steht nach wie vor Eintracht Elbmarsch da. Nun steigt beim VSK Osterholz-Scharmbeck ein Topspiel – im Vorjahr zählten beide Teams lange Zeit zu den klaren Abstiegskandidaten. „Wir haben aber keine Argumente, uns auf irgendetwas auszuruhen“, warnt Eintracht-Betreuer Tobias Wenck. Doch er sieht auch Fortschritte gegenüber der Vorsaison: „Unsere Neuzugänge beleben das Spiel, in der Offensive sind wir variabler geworden.“ Einige Elbmarscher plagen leichte Blessuren, wollen aber auf die Zähne beißen.