Home / Fußball / Bezirksliga / Krisengipfel in Reppenstedt

Krisengipfel in Reppenstedt

TuS Reppenstedt: sechs Spiele ohne Sieg, zuletzt drei Niederlagen in Folge. TSV Bardowick: vier Niederlagen am Stück mit satten 22 Gegentoren. Der Krisengipfel der Fußball-Bezirksliga steigt am Sonnabend (18 Uhr) in Reppenstedt. Zwei Teams, die sich viel vorgenommen haben, stehen auf den Abstiegsplätzen 14 und 15. Wer schießt wen noch tiefer in den Keller?

„Wir haben einfach kein Erfolgserlebnis“, klagt Reppenstedts Trainer Thorsten Sachs: „In der Vorbereitung war das alles noch ordentlich. Aber jetzt merkt man den Spielern die Verunsicherung an.“ Damit die überhaupt etwas zu jubeln haben, setzte Sachs ein Testspiel gegen den MTV Treubund II an — Reppenstedt gewann 8:1. Etwas Mut macht Sachs, dass die routinierten Grabowski und Purwin wieder dabei sein könnten.

Viele Jahre hat er zusammen mit dem jetzigen Bardowicker Coach Gerd Bruns beim LSK und MTV Treubund zusammengearbeitet. „Wir telefonieren immer noch regelmäßig“, erzählt Sachs, „doch am Sonnabend wird er leider nicht dabei sein.“ Bruns ist wegen einer Familienfahrt privat verhindert.

Überhaupt muss sich erst noch entwickeln, wie der Bardowicker Trainerstab nach der Verpflichtung von Sebastian Klepatz, der auch als Co-Trainer arbeiten soll, in Zukunft aufgestellt sein wird. Obmann Markus Vick sieht den TSV trotz des deftigen 0:7 gegen Emmendorf nicht in der Krise: „Wir hatten ein sehr schweres Startprogramm und große Personalprobleme in der Abwehr.“ Schumann und Dettmann sollen jetzt die zuletzt arg anfällige Defensive wieder verstärken.

Derby Nummer 2 steigt zur gleichen Zeit in Südergellersen, wo der TSV Gellersen die Eintracht II klar favorisiert empfängt. TSV-Coach Oliver Klose sah den Sieg in Oldenstadt als „kleinen Schritt in die richtige Richtung an, aber wir haben noch Luft nach oben“ — vor allem im Offensivspiel, denn nur drei Bezirksligisten haben bisher weniger Tore erzielt.

Einer davon heißt Eintracht II. „20 Meter vorm Tor ist der letzte Pass einfach nicht gekommen“, beobachtete Trainer Florian Münch beim enttäuschenden 0:3 gegen Lemgow. Ihm fehlten „die letzten 20 Prozent Einsatz, das Selbstvertrauen ist im Keller“. Münch hofft darauf, dass seine Mannen als Außenseiter befreit aufspielen können, auch wenn die personelle Situation unverändert schlecht ist.

Zum Top-Duell des Spieltags empfängt der TuS Neetze als Spitzenreiter den Dritten SV Küsten (Stg., 15 Uhr). Neetzes Co-Trainer Christian Brandt, der den im Urlaub weilenden Maik Peyko vertritt, hält viel vom Gegner: „Küsten hat eine ähnliche Entwicklung hinter sich wie wir, sie steigern sich stetig. Es überrascht mich nicht, dass sie so gut dastehen.“ Deshalb weiß er um die Schwere der Aufgabe: „Wir müssen kompakt stehen und vorne effektiv unsere Chancen nutzen.“ Hinter Lammers, Ebel und Mahler stehen verletzungsbedingt noch Fragezeichen, was Brandt aber nicht beunruhigt: „Wir sind gut besetzt und wollen alle unsere Heimspiele gewinnen.“

Neuling SV Wendisch Evern will parallel mit einem Heimsieg gegen Breese das 0:4 in Rosche vergessen lassen. „Da waren wir ein bisschen zu grün. Das war gutes Lehrgeld“, hofft SVW-Coach Frank Kathmann. Die Urlauber Post, Tschersich und Hohenstein kehren zurück, so dass Kathmann „nur“ noch Spaller ersetzen muss: „Der hat jetzt seinen siebten Muskelfaserriss in zwei Jahren. Er muss den mal richtig auskurieren.“ Der TSV Bienenbüttel will mit einem Erfolg gegen den FC Oldenstadt oben dran bleiben.