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Erst Oktoberfest, dann Heimsieg

Zum dritten Derby-Heimspiel hintereinander begrüßt Fußball-Landesligist Eintracht Lüneburg am Sonntag, 15 Uhr, auf der Hasenburg den Aufsteiger FC Hagen/Uthlede. Ein Derby gegen Hagen/Uthlede? „Das liegt doch vor den Toren Bardowicks“, sagt Eintracht-Coach Michael Krienke lachend. „In den Derbys waren die Jungs heiß und haben einige Tore geschossen. Ich muss ihnen nur einreden, dass wir wieder Derby haben.“

2:0 gegen den SVI und 2:1 gegen den MTV hieß es zuletzt nach den Heimspielen. „Tendenziell nehmen wir ja eine gute Entwicklung. Die Jungs dürfen sich gern mit einem Dreier belohnen“, sagt Krienke. Sein Team habe „sensationell trainiert, vor allem Torschüsse“, so der Coach. Beim 0:0 in Cuxhaven stand die Abwehr erneut gut, nur neun Gegentore in sechs Spielen sprechen eine klare Sprache.

Leider stehen aber auch weiter nur fünf mickrige selbst erzielte auf der Habenseite. „Die Automatismen sind noch nicht da“, sagt Krienke, der aber ruhig bleibt. „Mit dem Druck zuletzt ist die Mannschaft gut umgegangen. Wir versuchen es weiter, am Sonntag sollte es klappen.“ Wenn nötig, nach einem oder nach mehreren Standards. Die trainieren die Blau-Weißen regelmäßig, meist bei den Übungseinheiten am Freitag. Doch heute wird keine Flanke oder Ecke geschlagen, denn es steht eine Teambuildung-Maßnahme an: Es geht mit dem gesamten Team und Betreuerstab zum Oktoberfest auf die Sülzwiesen – das Spiel steht ja erst Sonntag an…

Schon einen Tag früher trägt Eintracht Elbmarsch sein Heimspiel aus. Um 17 Uhr heißt der Gast Bornreihe. „Wir benötigen Kampf und Leidenschaft“, sagt Manager Philipp Meyn. Diese Tugenden fehlten zuletzt bei der 1:2-Niederlage in Osterholz. Das ärgerte Obmann Tobias Wenck. „Wir versuchen im Moment, alles spielerisch zu lösen. Doch wenn wir kämpferisch nicht auf der Höhe sind, haben wir große Probleme.“

Wenck weiß, dass die vier Neuzugänge die Qualität der Mannschaft deutlich erhöht haben, aber manchmal „muss man eben auch mal kämpferisch dagegenhalten“. Um Ossenfort wird noch gebangt, Marschel fällt drei Wochen aus, dafür ist Hackstein wieder zurück. Sollten die Gastgeber gewinnen, „wäre das ein gutes Polster auf die Abstiegsränge und wir könnten die Dinge etwas ruhiger angehen“, so Meyn.

Etwas ruhiger angehen kann es der SV Ilmenau nicht, müssen die Jenßen-Jungs doch bei Titelkandidat Teutonia Uelzen ran. In der Verfassung aus dem Hambergen-Spiel (0:5) droht eine zweistellige Klatsche. Das Fehlen von Voloder, Felgner und Torwart Schacht stellte sich nicht als Vorteil heraus. Coach Jenßen bemängelte vor allem, „dass es uns nicht gelungen ist, an die Leistungsgrenze zu gehen“. Das dürfte für Schellin – sollte er denn spielen können – kein Problem sein, denn in der vergangenen Saison kickte er noch in Uelzen.

Auf die gute zweite Hälfte in Dannenberg aufbauen will der MTV Treubund, der in Etelsen ran muss. Dort verlor der SVI nur knapp mit 3:2. Gegen die heimstarken Etelser müssen sich die Lüneburger aber weiter steigern, um zu punkten und damit die Abstiegsplätze verlassen zu können.