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Ebel sieht Neetze fit für Top-Spiel

Sie galten beide als Topfavoriten der Liga, hinken nach kleineren Durststrecken Spitzenreiter Emmendorf aber weit hinterher. Doch da der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga aufgrund von fehlenden Jugendteams nicht aufsteigen darf, hat das Verfolgerduell zwischen dem Fünften Bienenbüttel und dem Dritten Neetze am Sonntag (14 Uhr) vorentscheidenden Charakter.

„Ich erwarte am Sonntag eine Partie auf Augenhöhe, in der die Kleinigkeiten entscheiden werden“, sagte Johannes Ebel, einer aus der starken Mittelfeldreihe des TuS Neetze. Der Blondschopf, vor der Saison von Landesligist Eintracht Lüneburg nach Neetze zurückgekehrt, sieht zwei spielstarke Teams aufeinandertreffen.

Da hat Ebel recht, denn vom spielerischen Potenzial gehören beide Teams zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Dabei setzt Bienenbüttel wie in den Jahren zuvor auch auf einen kleinen, aber feinen Kader, hat aktuell 17 Spieler, wobei mit Gnida und Halawie zwei langzeitverletzt ausfallen. Bleiben 15, von denen allein sechs Kicker alle 14 Saisonspiele mitmachten. Zwar beklagt sich TSV-Trainer Thorsten Geiseler immer wieder über das Verletzungspech in dieser Serie, doch bei so einem kleinen Kader ist dieses Problem hausgemacht.

In Neetze sind 21 Spieler in dieser Serie schon eingesetzt worden, wobei Kuchenbecker, Kalinowski und Rodin meist in der Zweiten aufliefen. Bleiben 18 Akteure, die das Trainerduo Peyko/Brandt immer wieder neu zusammen spielen ließ. So gibt es keinen TuS-Kicker, der alle 14 Spiele mitmachte, immerhin fünf, die 13-mal aufliefen. Vor allem das dreimalige Fehlen von Pinnow-Karus in der Innenverteidigung bekam der TuS-Defensive nicht.

Die Defensive ist das Prunkstück der Bienenbütteler, die die beste Abwehr der Liga stellen – nur 13 Gegentore. Neetze besitzt den drittbesten Sturm der Liga, Grienig und Werner haben mit je sieben Toren am besten getroffen. Doch auch Schleiss (6) und Ebel (5) sind immer für einen Treffer gut. Da läuft es bei Bienenbüttel viel schlechter, Torjäger Anders (6 Treffer) wartet seit fünf Spielen auf ein Erfolgserlebnis.

Auch in der Fairplay-Tabelle sieht es bei den Bienenbüttelern düster aus. Neben zwei Gelb-Roten Karten gab es zwei Sportgerichts-Verfahren, weil sich Trainer Friedhelm Mienert an der Linie zu oft verbale Entgleisungen leistet. Da geht es in Neetze ruhiger zu, lediglich 14 Gelbe Karten kassierte der TuS.

Der setzt bekanntlich seit Jahren auch auf gute Kameradschaft im Team. Das war auch der Grund für Johannes Ebel, wieder in Neetze zu spielen: „Es macht mir persönlich viel Spaß, die Zeit auf dem Fußballplatz wieder mit Maik, Bengo (Anmerk. d. Red: Peyko, Brandt) und dem Team zu verbringen.“ Der Mittelfeld-Spielgestalter ist für das Spiel guter Dinge: „Wir werden uns auch am Sonntag wieder als Einheit präsentieren, wie man es vom Verein aus Neetze gewohnt ist.“ Sollte der TuS siegen, wäre mit Bienenbüttel ein Aufstiegs-Mitkonkurrent erst einmal auf vier Punkte distanziert.