Home / Fußball / Bezirksliga / Gellersen freut sich nicht auf Bienenbüttel

Gellersen freut sich nicht auf Bienenbüttel

Ein letztes Mal müssen die Bezirksliga-Fußballer die Schuhe schnüren, dann dürfen sie in die wohlverdiente Winterpause gehen. Und da für die hiesigen Teams auch keine Nachholspiele anstehen, fiebern alle Kicker den letzten Partien entgegen. Im Mittelpunkt stehen das Derby zwischen Eintracht II und Reppenstedt im Tabellenkeller sowie das Nachbarschaftsduell zwischen Bienenbüttel und Gellersen, wo es im Hinspiel viel Ärger gab.

Rückblende: Am 18. August gewann Bienenbüttel locker und leicht mit 4:0 in Südergellersen, doch das interessierte nur am Rande. Denn nach einer unglücklichen Aktion verletzte sich Bienenbüttels Angreifer Thomas Gnida schwer an der Schulter, daraufhin gab es viele verbale Entgleisungen, vor allem von Bienenbüttels Trainer Mienert Richtung Gellerser Bank. Später entschuldigte sich der Bienenbütteler bei Gellersens Co-Trainer Vogel, Freunde werden sich in beiden Lagern dennoch sicher nicht finden. „Ich freue mich nicht auf dieses Spiel, möchte die Geschichten von damals auch nicht wieder aufwärmen“, sagt Gellersens Trainer Oliver Klose.

Dennoch ärgern sich viele Gellerser noch über Sätze wie von Bienenbüttels Coach Geiseler, der damals meinte: „Gellersen hat auf alles getreten, was sich bewegt hat.“ Denn mittlerweile haben sich die Bienenbütteler als die Treter der Liga etabliert, sind Letzter der Fairness-Tabelle mit satten 38 Gelben Karten, drei Gelb-Roten, einer Roten und zwei Sportgerichts-Urteilen. Vom guten Ruf und fairem Verhalten, noch in der Vorsaison unter Trainer Geiseler zum Hauptziel auserkoren, ist in dieser Saison nichts mehr übrig geblieben. Gellersen steht übrigens auf Rang fünf der Fairness-Tabelle.

Deutlich näher dran sind beide Teams bei den Punkten. Nur drei Zähler mehr haben die Gastgeber, dabei wollten sie doch eigentlich um die Meisterschaft mitspielen. Doch dafür ist der Kader zu klein, nach dem Abschied von Führungsspieler Markaj stellt sich das Team meist von selbst auf, kickt nun sogar Trainer Geiseler selbst mit. So eine Konstallation wird es beim TSV Gellersen nicht geben, Trainer Klose hat genug Kicker, wobei Harms nun mit einem Bänderriss ausfällt. Auch Warsitzka fehlt noch, dafür ist J.-P. Wulf wieder dabei. Und nach drei Siegen in Folge „fahren wir selbstbewusst nach Bienenbüttel“, so Klose.

Das Selbstbewusstsein schien beim TuS Reppenstedt auch wieder gewachsen, doch nach den guten Spielen zuletzt gab es nun beim 0:0 gegen Oldenstadt einen Rückschlag. „Da sind wir in den alten Trott zurückgefallen, haben wieder gedacht, wir schlagen Oldenstadt im Vorbeigehen“, so TuS-Trainer Thorsten Sachs. Deshalb fordert er im Derby bei Schlusslicht Eintracht Lüneburg II hundertprozentigen Einsatz und Konzentration, denn „ein Sieg wäre wichtig für die Moral. Und mit 16 Punkten könnten wir gut leben.“ Zumal die Reppenstedter noch eine Rechnung offen haben aus dem Hinspiel, als sie richtig schlecht spielten und nur mit viel Glück ein 2:2 schafften. Den Gegner bezeichnet Sachs als „Wundertüte. Da weißt du nie, wer spielt und wie fit er ist.“

Fit sind die Spieler des SV Wendisch Evern fast alle, denn sonst stünde der Aufsteiger nicht auf einem guten zehnten Platz mit acht Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang. Nun geht es gegen das zuletzt schwächelnde Überraschungs„team aus Barum. „Wenn wir da einen Punkt holen, wäre das ein Traum“, meinte Wendisch-Coach Frank Kathmann schon vor dem 2:0 gegen Eddelstorf. Machbar ist das auf jeden Fall, denn das Lazarett lichtet sich zusehends.

Verletzungssorgen hat der Zweite TuS Neetze nicht, ist auch beim FC Oldenstadt klarer Favorit. Ausgeglichener dürfte es für den TSV Bardowick werden, beim VfL Breese-Langendorf stehen die Chancen etwa bei 50:50.