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Bardowick gehen die Keeper aus

Zwei Derbys mit Brisanz stehen im Mittelpunkt des 25. Spieltags der Fußball-Bezirksliga, in denen beide Gastgeber ums Überleben kämpfen: Der TSV Bardowick braucht gegen den TSV Gellersen (heute, 19.30 Uhr) genauso drei Punkte wie der TuS Reppenstedt, der den SV Wendisch Evern (Stg., 15 Uhr) empfängt. Beide Teams kämpfen um den Klassenerhalt.

„Wir müssen langsam anfangen zu punkten“, weiß TSV-Obmann Markus Vick. „Wir haben es noch selbst in der Hand. Aber wir müssen jetzt Gas geben.“ Und vor allem die Fehler minimieren, die immer wieder zu vermeidbaren Gegentoren führen wie zuletzt in Lemgow, wo in der Nachspielzeit die 2:3-Pleite besiegelt wurde. „Gellersen ist ja auch nicht so gut drauf“, macht sich Vick selbst Hoffnung. „Dennoch sind wir kein Favorit. Es wird eng werden.“

Das hängt vor allem mit dem Pech zwischen den Pfosten zusammen, mit dem sich die Domstädter seit der schweren Verletzung von Stammkeeper Woldt (2 Saisonspiele) rumschlagen. Seitdem standen mit Stelter (9), Haliti (6), Spießwinkel (4), Rihl (2) und Wiese (1) fünf Vertreter im Bardowicker Kasten. Keiner konnte wirklich überzeugen. Heute steht mal wieder Oldie Wiese im Tor, der sein letztes Spiel Ende Oktober 2013 in Eddelstorf machte. Stelter zog sich in Lemgow einen Rippenbruch zu, fällt länger aus. Für ihn ist das besonders ärgerlich, wäre er doch als Westergellerser gegen die Gäste besonders motiviert. Die Torwartfrage nervt alle Bardowicker. „Da haben wir in dieser Saison echt die Seuche“, weiß Vick. Zudem fehlen die rotgesperrten J. Huber und Nega sowie Körner, der sich in Lemgow am Unterarm verletzte.

Gegner Gellersen kann auf diese Probleme keine Rücksicht nehmen, zumal Coach Oliver Klose gerne noch an Wendisch Evern vorbeiziehen möchte, um noch zweitbestes Lüneburger Team zu werden. „Wir dürfen nicht schludern, zumal jetzt die Planungen für die neue Saison voran gehen.“ Sprich, mögliche potenzielle Neuzugänge auf das Abschneiden der Gellerser gucken. Den Gästen fehlen Harms, Meier (beide privat verhindert), Warsitzka (Prüfungsstress) und Exner (Probleme mit dem Sprunggelenk).

Die Reppenstedter machten von den abstiegsbedrohten Mannschaften zuletzt den besten Eindruck, verloren nur knapp gegen Emmendorf und Neetze, gewannen zudem gegen Bodenteich. Das freut Coach Thorsten Sachs: „Die Mannschaft hat eine gute Entwicklung hinter sich.“ Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie regelmäßig personelle Probleme zu kompensieren hatte. Immerhin brachte die Osterpause Entspannung im ausgedünnten Kader. Allerdings kommt mit dem starken Aufsteiger Wendisch Evern ein Gegner, der auf Wiedergutmachung aus ist, denn zuletzt gab es eine 0:7-Rutsche bei Tabellenführer Emmendorf, nach der Wendisch-Trainer Frank Kathmann nur noch Sarkasmus für die Darbietung übrig hatte.

Ein besonderes Highlight gab es in der Pause beim TuS Neetze. Trainer Maik Peyko wurde am Ostermontag Vater eines gesunden Jungen. Deshalb übernahm Assistent Christian Brandt die Trainingsarbeit. Motiviert ist das Team, denn mit dem TuS Bodenteich kommt der vierte Heimspielgast hintereinander ins Jahn-Stadion. Peyko hatte vor dem ersten der vier Heimauftritte prophezeit: „Wenn wir alle vier Spiele gewinnen, werden wir Zweiter.“ Drei Siege bei 12:1-Toren sind eingefahren, fehlt nur noch Nummer 4. Hoyah, Ebel und Werner fehlen.

Ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel hat Eintracht II vor der Brust, mit einem Sieg gegen Oldenstadt könnte es mit dem Klassenerhalt noch klappen.