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Abdurrahman Kabay (r.), hier im Duell mit Vastorfs Lukas Hertting, wird Trainer beim Ochtmisser SV. Foto: be

MTV II gibt auf – OSV und Heidetal jubeln

Der MTV Treubund löst seine Zweite auf und gibt damit den Platz in der Fußball-Bezirksliga auf. Die Lüneburger konnten nur noch mit fünf Spielern planen, hatten keinen Trainer – als Konsequenz wird die bisherige Dritte in der 1. Kreisklasse zur Zweiten.

Diese Nicht-Meldung am letztmöglichen Tag sorgte für das große Aufrücken in diversen Ligen. Der Ochtmisser SV, sportlich abgestiegen, bleibt nun doch Bezirksligist. Abdurrahman Kabay übernimmt das Traineramt von Michael Krienke.

Da ein Platz in der Kreisliga frei geworden ist, entfällt die Relegation zwischen Heidetal und Wustrow – beide Vizemeister der 1. Kreisklasse steigen in die Kreisliga auf. Damit entfällt auch die Abstiegsrelegation, der TuS Erbstorf darf weiter in der 1. Kreisklasse spielen.

Alles zu den Hintergründen am Donnerstag in der LZ.

16 Kommentare

  1. Ich kann es kaum glauben, es ist und bleibt ein Turnverein . Klaus träumt immer noch vom Pokalspiel gegen den LSK. Aber wenn nur die eigene Stadionzeitung alle 2 Wochen gelesen wird, dann bekommt man ja im Umfeld nicht mehr so viel mit. Trotzdem alles gute für den nächsten Angriff auf die Oberliga Niedersachsen.

  2. Nicht genügend Spieler, keinen Trainer, das gibt es in vielen Sportvereinen. Was mich stört, ist der Aufwand, den der MTV in der Jugend betreibt, mit dem heranholen von vielen Spielern und schon mal ganzen Jahrgängen mit vielen Versprechungen ohne es zu schaffen, diese vielen Spieler in den Herrenbereich zu führen. Viele Spieler zu holen, um aus der Masse genug Wahl zu haben, um dadurch die eventuell beste Jugendmannschaft zu stellen, kann kein Ziel von Jugendarbeit sein. Erfolgreiche Jugendarbeit zeichnet sich insbesondere dadurch aus, das man die Spieler an den Sport heranführt und den Spielern die Freude und den Spaß vermittelt und sie im Sport hält und sie in den Erwachsenenbereich führt. Das der MTV es nicht schafft, aus seiner Jugend heraus eine zweite Herren in der Bezirksklasse aufzufüllen ist ein Armutszeugnis und sollte dazu führen, das System zu hinterfragen und neu auszurichten. Mir fallen da einfach zu viele hinten runter.

  3. Armutszeugnis

    Vor zwei Jahren bestand der MTV noch aus vier Herren-Mannschaften….
    Die Turner sind anscheinend nicht mehr die gefragte Adresse in Lüneburg. Die 3. Herren / jetzt 2. Herren gibt es gefühlt auch nur noch durch die Arbeit des Trainers, der als Dozent an der Uni Lüneburg, Jahr für Jahr neue Studenten „anschleppt“.

  4. Sie können es nicht, weil sie es noch nie konnten… Woher soll es denn kommen?

    • Diese Frage lässt sich auf jedes Kind mit Schultüte anwenden, das Mitte August den Übergang vom Kindergarten in die erste Klasse probiert. Woher es kam, kann später niemand sagen, aber plötzlich wissen die kleinen Racker, wie man Zinseszinsen berechnet und was ein Mittelwort der Vergangenheit ist.

  5. Für Häme sollte der Artikel sicher nicht sorgen, schließlich haben die meisten Vereine ähnliche Probleme Ich erinnere mal an den Rückzug von LSK 2 aus dem Bezirk vor ein paar Jahren. Was ich aber in Teilen ähnlich kritisch sehe sind die Ausführungen von Peter zum Thema Nachwuchs aus der Jugend für den Herrenbereich. Da sollte sicher mal einiges hinterfragt werden. Ich bin auch der Meinung, dass das Konzept Leistungsfußball im Jugendbereich bei uns gescheitert ist, wenn man es nicht mehr in die höchsten oder zumindest zweithöchsten Jugendklassen schafft, um sich mit den Besten der Jahrgänge zu messen. Früher spielte man auf Verbandsliga Niveau gegen Hannover 96, VfL Wolfsburg, SV Meppen, VfL Osnabrück, Eintracht Braunschweig etc. Das heißt der Jugendfußball in Lüneburg und Umgebung erreicht nicht mehr die Spitze und da sollten sich die Verantwortlichen fragen, ob es nicht zumindest für die B und A-Jugend Sinn machen würde eine JSG Lüneburg für eine erste Mannschaft zu bilden, um die Kräfte zu Bündeln und das Leistungsniveau in der Jugend zu heben. Dies könnte eine Chance sein, wieder überragende Spieler hervorzubringen, die im Herrenbereich auch wieder Fußball oberhalb des Bezirks spielen können. Ich kann mich erinnern, wie eine Lüneburger A-Jugend im Deutschen Pokalfinale stand. Aus dieser Mannschaft haben später etliche im Herrenbereich für Furore gesorgt. Die anderen Spieler, die nicht in der JSG spielen, können weiter in ihren Vereinen spielen und müssen sich dann nicht als zweite Wahl fühlen.

    • Eine J SG funktioniert in vielen Regionen prima. Hier in Lüneburg gibt es leider zu viele verbohrte Köpfe und Neider. Und solange Leute zum LSK gehen und sich über einen Abstieg freuen würden, so wie letztes WE , und nicht um Regionalliga zu schauen wird das auch nichts.

    • Genau, das war die A-Jugend mit den Sieben Brüdern, die im Endspiel gegen unter anderem Fredi Bobic verloren haben. Lang ist es her.

  6. Ich glaube, ihr seht die „guten alten Zeiten“ viel zu rosig, Klaus-Peter, Rudi und Ingoh.

    Als mein Jahrgang Mitte der 70er mit der A-Jugend fertig war, war er auch mit der Schule oder der Lehre fertig. Die meisten haben sich in alle Windrichtungen verstreut. Bundeswehr in Hildesheim, Festanstellung in Brunsbüttel, Studium in Göttingen, Heirat in Flensburg – in die Erste Herren der alten Klubs sind die wenigsten gewechselt. Das war auch beim LSK immer so.

    Die Zeiten waren nicht wirklich besser. Sie waren bloß anders. Heute motivierst du die Jungs mit einer Tube Haargel und einem Ticket für „Gemanys Casting Week“ mit Heidi Klum in Hamburg oder Berlin. Uns genügte 1972 das Geschenk von Fußballstiefeln mit Schraubstollen statt Nockensohle, welches Vereinssponsor Hans Hermann Garbers den B-Jugendlichen in der Kabine persönlich überreichte.

    Jeder Spieler bekam ein Paar „adidas COSMOS“, das Top-Modell der Sonderklasse aus Knautschlack-Oberleder „für Spieler, die das besonere lieben“, wie es im Katalog hieß. (Man hätte mit diesen Schuhen also auch beim Schwofen im Diggi Diner eine gute Figur gemacht.) Das neue Material war sehr leicht, angeblich „wasser- und schmutzabweisend“ und „schmiegte sich dem Fuß hautnah an“ (also so, wie es selbst eine ausgebuffte Club-Nixe nur schwer hinbekam). Im Reklameprospekt hieß es weiter: „So werden Leistungskraft [!] und Ballgefühl [!] in erhöhtem Maße [!] sichergestellt“ – das heißt also: Einschusspotenz auf Weltniveau wurde garantiert. Die Schaft- und Fersenpolsterung gab „Halt ohne Druck“ wie ein gut gefülltes Sparkonto und „die Fußform Nylonsohle mit Laufrillen und Tragflächen sowie der weichen Fußformzunge [!]“ ergab einen „Fußballschuh, der dem modernen Leistungssport in besonderem Maße Rechnung“ trug!

    Das Geilste aber waren natürlich die neuen adidas-Combi-Schraubstollen (13 und 16 mmm), die Zusatzteile wie Unterlegscheiben und Ersatzgewinde überflüssig machten, extrem langlebig waren und wahlweise in Nylon, Alu, Leder und Gummi jeder Witterungsbedingung trotzten.

    Was machte es da schon, dass Garbers nur mit den Schuhgrößen 42 und 43 angerückt war (die er en gros sehr günstig bei Uwe Seeler bekommen konnte)? Wer kleinere Füße hatte, stopfte vorne einfach etwas mit Zeitung aus, und wem ein, zwei Zentimeter fehlten, der biss eben die Zähne zusammen (– und agierte auf dem Spielfeld mit entsprechender Bissigkeit).

    Der „Samba“ galt damals übrigens noch nicht als „Lifestyleaccessoire für Hipster mit Out of Bed-Appearance“, sondern als „Spezialmodell für Schnee, Eis, gefrorenen Boden, für die Halle und für harte Plätze“, war also eigentlich ein „Universalmodell“ im sportlichen und ehelichen Lebenskampf. Die damals „neue adidas-Sägeprofilsohle mit Saugnäpfen“ hatte Gummispitzenschutz und garantierte laut Katalogtext „absolut sicheren Stand bei teppichweichem Auftritt“.

  7. Warum wurde grosser Aufwand in den letzten Spielen in der BezirksLiga betrieben? ??
    Absolute Wettbewerbsverschiebung gerade was die Abstiegszone betroffen hat
    Ganz schwacher Auftritt! !!!

    • Wieso? Der MTV Soderstorf hat in keinster Weise profitiert. Wer anderes behauptet, hat ’n Rad ab oder ist ein Verleumder!

    • Wieso großer Aufwand? Gespielt wird bis zum Schluss und die Hoffnung stirbt zuletzt. Mit dem sportlichen Klassenerhalt war natürlich die Hoffnung verbunden eventuell doch noch die Mannschaft komplett zu bekommen. Das hat nun leider nicht geklappt aber man kann sich sportlich nichts vorwerfen.