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Am 8. März fielen die letzten Tore der Saison - wie hier in der Partie Mechtersen/Vögelsen gegen Heidetal. Foto: t&w

Alles läuft auf Abbruch hinaus

Eine klare Mehrheit der Fußballvereine in Niedersachsen ist für einen Abbruch der seit Mitte März unterbrochenen Saison. Wie auf einer Telefonkonferenz des Vorstands des Niedersächsischen Fußball-Verbands (NFV) mit den 33 Kreisvorsitzenden bekannt wurde, fordern 1119 Vereine den Abbruch als Folge der Corona-Krise. Nur 448 konnten sich für den Vorschlag des Verbands erwärmen, die Serie nur zu unterbrechen, sie möglichst ab September fortzusetzen. 83 Clubs enthielten sich.

Doch auf eine Entscheidung müssen die Fußballerinnen und Fußballer landesweit noch warten, zumal nur ein Außerordentlicher Verbandstag einen Abbruch beschließen könnte. Vereinsvertreter hatten zahlreiche Vorschläge für eine Wertung der Saison 2019/20 genannt. „Diese werden wir jetzt sortieren, intensiv erörtern und zu einer überschaubaren Anzahl von konkreten Vorschlägen zusammenfassen“, wird NFV-Präsident Günter Distelrath in einer Pressemitteilung des Verbands zitiert.

Für kommenden Dienstag ist eine weitere Telefonkonferenz anberaumt. Lediglich in vier NFV-Kreisen hatte sich eine Mehrheit für die Fortführung der Saison ausgesprochen, im hiesigen Kreis Heide-Wendland entschied sich eine knappe Mehrheit dagegen.

10 Kommentare

  1. Die ganze Tücke des Coronavirus in einem schwäbischen Satz:

    „Woisch, des koa sei dir goaht’s guat, aber du gibsch oim d‘ Hand ond der isch hee.“

    • Übersetzung: Weißt du, das kann sein, dir geht‘s gut, aber du gibst einem die Hand und der ist hin.

  2. Die drehen einem die Worte im Mund um. Einstimmig hatten Sie für Fortsetzung gestimmt Zwei Tage später sagt unser Herr Röhling : Ich bin ja eigentlich auch für Abbruch. Jetzt wollen sie in Hannover erneut beraten, da ja einige eigentlich auch dafür stimmen wollten. Die winden sich wie ein Aal. Jetzt wird versucht zu tricksen, wie sie uns das am besten unter jubeln können. Hier ist doch eigentlich alles gesagt.

    Sie haben uns gefragt und haben ein eindeutiges Nein bekommen.Das gilt es zu akzeptieren und um zu setzen. Und nichts anderes.

    Der Verband soll uns vertreten, er kann und darf diese Entscheidung der Vereine nicht ignorieren.

    Uwe Kublick

    • Wie vorgestern hier schon ein anderer geschrieben hat:

      Wer wird die Verantwortung dafür übernehmen, wenn im Heide-Wendland-Kreis der erste infizierte Fußballer an Covid19 stirbt? Thore Lohmann, der Vorsitzende des Kreis-Spielausschusses? NFV-Vorstandsmitglied Jürgen Stebani? Oder NFV-Präsident Günter Distelrath?

      • Verantwortlich ist hier jeder Sportler selbst. Wir reden hier von Erwachsenen, die weder eine Betreuungsperson noch einen Vormund brauchen. Und schon gar nicht einen Vertreter vom NFV.

        • Soso, werden dann nur die Blöden auflaufen? Während die Nachdenklicheren lieber zu Hause bleiben? Wie wollen diese Erwachsenen denn beispielsweise die Abstandsregel beim Kicken auf dem Fußballplatz einhalten? Wie trennt man einen Andreas Demir vom Ball, wie hindert man ihn am Torschuss, wenn sich ihm kein Gegner weniger als zwei Meter nähern darf?

          Und wie erklärt so ein Erwachsener seinen Kindern andernfalls, dass er beim harten Tackling fremde Körpersäfte einatmen und eigene herumsprühen darf, während für sie Sozialkontakte nur per Foto-Sharing und Mobile-Apps möglich sind?

          • Sie werfen zu viel durcheinander. Ein Fußballspiel darf ohnehin nur stattfinden, wenn behördliche Vorgaben eingehalten werden. Das hat erstmal nichts mit dem NFV zu tun. Unter den aktuellen behördlichen Vorgaben macht ein Fußballspiel natürlich keinen Sinn. Neben den von Ihnen bereits angesprochenen Abstandsregeln unterstreichen das auch die entsprechenden Diskussionen zur Bundesliga mit Testungen, Dauer-Quarantäne,
            Masken, etc. Mir ging es in meinem Beitrag lediglich darum, dass nicht der NFV für Fehlverhalten verantwortlich ist sondern immer noch der freie und verantwortungsvolle Bürger.

          • Niedersachsens Fußballvereine haben sich mehrheitlich für einen Abbruch der derzeit wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit 2019/20 ausgesprochen. Dies ergab eine Umfrage, die von Samstag (18. April) bis Mittwoch (22. April) in allen 33 NFV-Kreisen vorgenommen wurde.

            Von den rund 2.600 Vereinen gaben 1649 ihre Stimme ab. Davon votierten 448 für den Vorschlag des NFV-Verbandsvorstandes, die Saison – soweit es die staatlichen Verfügungen zulassen – ab dem Zeitraum 15. August bis 1. September fortzusetzen. 1119 Klubs sprachen sich dagegen aus, 83 Klubs enthielten sich.

            Die überwältigende Mehrheit von 68 Prozent sprach sich also FÜR DEN ABBRUCH der Spielzeit 2019/20 aus. Das ist eindeutig! Was gibt es da noch zu reden? Soll solange gequatscht und abgestimmt werden, bis das Resultat zu den vorgefassten Meinungen von Jürgen Stebani und Günter Distelrath passt?

  3. „ Es kann nicht sein, dass für eine oder zwei Wochen mehr Spaß auch nur ein einziger Mensch mehr stirbt. Das kann keiner von uns verantworten“. — Uli Hoeneß

  4. FRANKREICH BEENDET DIE PROFILIGEN

    In Frankreich zeigt die Politik dem Sport ein Stoppsignal: Ministerpräsident Philippe hält eine Saisonfortsetzung auch im Fußball für unmöglich:

    https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/frankreich-beendet-die-profiligen-16745935.html