Home / Fußball / Kreisliga / Vastorf hat Bock aufs Spitzenspiel

Vastorf hat Bock aufs Spitzenspiel

Noch zwei Siege braucht die SV Scharnebeck zur Herbstmeisterschaft in der Fußball-Kreisliga. Der MTV Treubund II würde dem Tabellenführer den Titel gern noch streitig machen, hat aber zwei dicke Brocken vor sich: Am Sonntag geht’s gegen den Vastorfer SK, eine Woche später nach Erbstorf.

Zehn Siege und ein Unentschieden aus den letzten elf Spielen lautet die stolze Serie des MTV. Doch auch die Vastorfer sind stark in Form und stehen auf Platz drei – so gut wie nie zuvor in dieser Saison. „Das Spiel ist eine schöne Herausforderung. Wir wollen mal einen Gegner schlagen, der vor uns steht“, sagt VSK-Trainer Andreas Zeidler kämpferisch. „Der MTV ist mal wieder dran, zu verlieren.“ Denn bei einem Sieg der Lüneburger wäre das Spitzenduo erst einmal entwischt.

Von den schlechten Platzverhältnissen im Hasenburger Grund sollen sich seine Jungs nicht ablenken lassen, fordert Zeidler: „Das darf kein Thema sein. Wir müssen unser Selbstvertrauen auf den Platz bringen.“

Dass der VSK seine Schwächephase überwunden hat, liegt vor allem am besseren Defensivverhalten der gesamten Mannschaft, meint der Coach. „Im Moment haben wir eine erste Elf, die richtig Bock auf Fußball hat.“

Damit kann auch die SV Scharnebeck dienen. Noch zwei Siege gegen die Ortsnachbarn Brietlingen und Adendorf, dann ist das erste Etappenziel erreicht. Die Brietlinger, Gastgeber der SVS am Sonntag, spielten zuletzt beim 1:0-Sieg in Vögelsen erstmals in dieser Saison zu Null. Doch jetzt kommt ein ganz anderes Kaliber.

Erfolgserlebnis dringend gesucht heißt das Motto beim Krisengipfel zwischen Adendorf und Mechtersen – ein ganz wichtiges Spiel für beide Seiten, die seit Ewigkeiten nicht mehr gewonnen haben. Die Gastgeber kassierten 13 Gegentore in den letzten beiden Spielen. Auch die Gäste wurden inzwischen bis in die Abstiegszone durchgereicht.

Dagegen hat sich der VfL Bleckede mit einem fulminanten Sprint ins Mittelfeld vorgekämpft. Dass der VfL genau seit dem Abgang von Werner Eisele viermal gewonnen hat, ist den Verantwortlichen fast ein bisschen peinlich. „Wir wundern uns selbst“, sagt Obmann Oliver Steinbock. „Es läuft einfach. Im Moment könnte ich wahrscheinlich selbst noch auflaufen und würde ein Tor schießen.“

Ein paar Positionsumstellungen gingen gut auf und eine interne Mannschaftsitzung fruchtete offenbar. Nach den vier Siegen gegen starke Gegner kommt morgen Schlusslicht Soderstorf zum VfL. „Da zeigt sich der Charakter der Mannschaft“, sagt Steinbock. „Ich bin gespannt, ob die Spieler es verstanden haben.“

Ilmenau II empfängt Erbstorf mit durchaus guten Siegchancen, denn die Erbstorfer haben auswärts Ladehemmung: Zu Hause haben sie überragende 35 Tore geschossen, auswärts mickrige zehn. Offene und spannende Duelle stehen auch zwischen Neuhaus und Ochtmissen sowie Dahlenburg und dem VfL Lüneburg ins Haus.

Der anfangs überragende LSK II steht nur noch auf Platz sechs und ist kein Aufstiegskandidat mehr – sein Gegner Barendorf schon längst nicht mehr. Auf Abstiegskampf haben die Gäste aber auch keine Lust. „Wenn wir mit dieser Mannschaft ganz unten reingeraten sollten, dann haben wir falsch gemacht“, sagt Barendorfs Obmann David Keese.

Nach den vielen heftigen Pleiten hat der TuS die Viererkette wieder abgeschafft, zumal verletzungsbedingt zu viel rotiert werden musste. Auch die Probleme auf der Torwartposition sollen ein Ende haben. Nach dem Abgang von Smolka steht jetzt Marius Körperich, der in der Vorsaison mit der Zweiten den Aufstieg feierte, zwischen den Pfosten. Gegen den LSK könnte er einiges zu tun bekommen.