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Derbyzeit in Vastorf

Irgendwo läuft immer ein Derby – das ist das Schöne am Kreisliga-Fußball. Diesmal treffen die Ortsnachbarn Vastorfer SK und TuS Barendorf aufeinander. Und auch beim Duell TSV Mechtersen/Vögelsen gegen Ochtmisser SV können die Gäste mit dem Fahrrad anreisen.

Für Vastorf und Barendorf ist die Liga eigentlich schon gelaufen, aber „das ist nochmal ein Highlight“, sagt VSK-Trainer Andreas Zeidler. Sein Gegenüber Maic Alpers stimmt zu: „Beiden Mannschaften fehlen einige Leute. Da ist alles möglich.“ Der VSK musste beim 6:1 in Soderstorf neben dem suspendierten Wiechmann sieben Spieler ersetzen – zu merken war es nicht. Die verletzten Ziolkowski und Merkosyan fehlen weiter, aber Witthöft, Dollinger und Ortmann kehren zurück.

Genau wie Ochtmissen hat auch Barendorf einige Ex-Vastorfer in seinen Reihen. An eine ähnlich hitzige Atmosphäre wie beim OSV-Spiel glaubt Zeidler aber nicht: „Die Barendorfer sind ganz andere Charaktere.“ Wie Marcel Otte zum Beispiel. Der Knipser kann aber wegen einer Zerrung nicht dabei sein. Umso wichtiger für den TuS, dass mit Thiel ein anderer ehemaliger Vastorfer den Torjägerjob übernommen hat. „Lennart hat einen richtig guten Lauf“, sagt Alpers. Vier Tore erzielte der Stürmer in den vier Spielen dieses Jahres. Sein Gegenspieler könnte Dennis Leuenberg werden – der immer hochmotivierte Routinier soll in der VSK-Abwehr aushelfen.

Beim TuS fehlen zudem weiterhin die verletzten Kühn und Brennan. Einige Barendorfer Stammkräfte halfen zuletzt bei der abstiegsbedrohten 2. Herren aus – die spielt diesmal vorweg gegen Vastorf II. Die Statistik im Spiel der 1. Herren spricht für Vastorf: In den letzten vier Duellen in Liga und Pokal gewann immer der jeweilige Gastgeber.

Dagegen hat der TuS Erbstorf die letzten drei Duelle gegen Soderstorf alle gewonnen – alles andere wäre auch diesmal eine dicke Überraschung, zumal der TuS in der Rückrunde noch ungeschlagen ist. Das kann ansonsten nur der MTV Treubund II von sich behaupten. Er trifft auf den TuS Brietlingen, der im Hinspiel ein 1:1 erkämpfte.

Das Hinspiel zwischen Scharnebeck und dem LSK II war seinerzeit das absolute Topspiel – diesmal liegt der besondere Reiz darin, dass es eine historische Partie wird: das wirklich allerletzte Punktspiel im Wilschenbruch.

Durch späte Gegentore kassierte Ilmenau II zwei unglückliche Niederlagen in Folge. Gegen den zuletzt ganz schwachen TSV Adendorf besteht die Chance, eine Durststrecke zu beenden: Seit mehr als sieben Monaten hat der SVI, bei dem Sebastian Kath für eine weitere Saison zugesagt hat, kein Heimspiel gewonnen. Die Adendorfer haben ganz andere Sorgen. Genau wie ihre Konkurrenten Soderstorf und Mechtersen haben sie in der Rückrunde noch überhaupt kein Spiel gewonnen.

Aber für Mechtersen kommen nach dem extrem schweren Startprogramm ins neue Jahr nun lösbarere Aufgaben. Gegen den OSV holte der TSV im Hinspiel immerhin ein 2:2.

Vor allem der Dahlenburger SK ist froh, dass das Trio am Tabellenende schon abgeschlagen ist. Denn der DSK kriegt derzeit nicht viel auf die Reihe, kassierte 0:8-Tore in zwei Spielen. Jetzt kommt Neuhaus in den Dorn.

Der VfL Bleckede reist zum VfL Lüneburg, der mit dem Saisonverlauf recht zufrieden ist: „Die Mannschaft spielt stabil und ist in der Lage, jeden zu schlagen“, sagt Matthias Merz vom VfL. „Unsere Abwehr gehört zu den besten der Liga, die Offensive ist noch unser Manko.“ Demnächst stehen Gespräche mit dem Trainergespann Baich/Rose für die nächste Saison an. Merz: „Aus Vorstandssicht gibt es keinen Handlungsbedarf, etwas zu verändern.“