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Peter Hofmann steckt mit seiner Mannschaft überraschend in der unteren Tabellenregion fest. Foto: lüb

Es geht nur über Teamgeist

So schnell kann’s gehen: Nach dem 3. Spieltag war der FC Heidetal die einzige ungeschlagene Mannschaft der Fußball-Kreisliga, sieben Wochen später steht er auf dem drittletzten Platz und hat überhaupt erst ein Spiel gewonnen. Am Sonntag geht’s für den FC zum heimstarken TuS Barskamp – die nächste schwere Aufgabe. LZsport hat mit Trainer Peter Hofmann über die Lage in seinem Team gesprochen.

LZsport: Ein Sieg, sechs Unentschieden, zwei Niederlagen – wie bewertet ihr eure Zwischenbilanz?

Hofmann: Wir sind enttäuscht, weil wir hohe Erwartungen hatten. Wir kommen im Moment kein Stück weiter, die vielen Unentschieden nerven. Vier Unentschieden weniger und dafür vier Siege mehr, dann wären wir im Soll.

LZsport: Woran hapert es konkret?

Hofmann: Es fehlt an Konzentration und Entschlossenheit. Die Köpfe gehen zu schnell runter, die Unterstützung untereinander ist nicht immer optimal. Das kommt auch dadurch, dass bei einigen die Kraft fehlt. Denn das Hauptproblem ist, dass einige Stammkräfte nicht mehr regelmäßig trainieren können, weil sich ihre berufliche Ausrichtung geändert hat und sie wegen Arbeit oder Studium nicht mehr vor Ort sind. Dazu kommen ein paar Verletzte. Und diese sieglose Serie trägt auch nicht zum Selbstvertrauen bei.

LZsport: Wegen der Neuzugänge aus höherklassigen Vereinen wurde dem FC vor der Saison viel zugetraut. Warum scheint die Mannschaft trotzdem nicht stärker geworden zu sein?

Hofmann: Die Leistungen sind noch zu schwankend. Das gilt für alle Spieler, abgesehen von Torwart Kai Winkelmann und Fabian Schröder als Leader im Mittelfeld, die konstant ihre Leistungen bringen. Auch die Neuzugänge sind noch nicht da, wo sie hinwollen. Auch Daniel Horn nicht. Zwischendurch hatte er auch Verletzungsprobleme und die Gegner stellen sich natürlich auf ihn und seine Schnelligkeit ein. Jetzt hat Elias Wollitz Leistenprobleme. Und beide haben wegen Urlaubs die Saisonvorbereitung nicht mitgemacht. Wir brauchen noch eine Weile, um zusammenzuwachsen. Aber wir können nur über Teamgeist kommen, jeder muss seine Stärken einbringen.

LZsport: Die nächsten Spiele werden nicht einfacher. Barskamp, Mechtersen, Ilmenau II, Bardowick, Scharnebeck und Ochtmissen lautet euer Restprogramm in der Hinrunde.

Hofmann: So schwer war die Kreisliga noch nie in den letzten Jahren. Jeder kann jeder schlagen, das sieht man jede Woche. Das ist eine verrückte Liga im Moment und es gibt viele Mannschaften mit guter Qualität, da wird es noch viele enge Spiele geben. Barskamp hat eine körperlich robuste Spielweise und auch gute Leute im Team wie Lau. Wir müssen einfach konzentriert sein. In der ersten Halbzeit gegen Bleckede haben wir gezeigt, wie es gehen kann, aber so eine Leistung brauchen wir über 90 Minuten. Zuletzt gegen Reppenstedt war es auch kein schlechtes Spiel von uns, aber vorne fehlte das Durchsetzungsvermögen und am Ende wurde das Spiel durch einen Standard entschieden. Der Fußballgott ist leider im Moment auch nicht auf unserer Seite, aber das Glück müssen wir uns erarbeiten. Wir sind da zusammen reingerutscht und müssen da geschlossen wieder rauskommen. Anders geht es nicht.

Interview: Frank Lübberstedt