Home / Fußball / Landesliga / Geduld und Ruhe heißt das Motto

Geduld und Ruhe heißt das Motto

Zwei Sorgenkinder, zwei sorgenfreie Teams: So teilt sich das hiesige Quartett in der Fußball-Landesliga auf. Neben dem SV Ilmenau ist auch der MTV Treubund überraschend im Abstiegskampf angekommen, beide versuchen am Sonntag mit dem Heimvorteil im Rücken ihre Lage zu verbessern. Eintracht Lüneburg und Eintracht Elbmarsch absolvieren entspannt ihre letzten Auswärtsauftritte der zu Ende gehenden Hinrunde.

Spätestens nach dem 0:4 gegen Cuxhaven und dem 0:3 zuletzt bei Hagen/Uthlede muss im Lager des MTV Treubund umgedacht werden. Seit dem Aufstieg 2011 ging es nur aufwärts, mit der Krönung in der vergangenen Saison, als der spätere Dritte lange um Platz zwei spielte. Nun gehen die Blicke nach unten.

Co-Trainer Marc Bunge mahnt aber, Geduld und Ruhe zu bewahren: „Man neigt zu schnell dazu, ein Problem größer zu machen, als es ist. Da nehme ich mich gar nicht aus. Zweifellos haben wir eine Phase, in der es nicht läuft und die Ergebnisse nicht stimmen. Es kommen aber auch wieder bessere Zeiten, ich hoffe zeitnah. Wir dürfen jetzt nicht dramatisieren, müssen jetzt einfach schauen, dass wir wieder die Kurve kriegen – und das wird uns auch gelingen.“ Ausgerechnet gegen Osterholz mit Torjäger Bilgin (11 Treffer), bestes Auswärtsteam und saisonübergreifend bester Landesligist, fehlt nun aber Studtmann nach seiner 5. Gelben Karte.

Noch viel kritischer ist die Lage für den SV Ilmenau, der nun gegen den MTV Soltau nach sechs Niederlagen am Stück endlich mal wieder etwas holen muss, um das rettende Ufer im Auge zu behalten. Der Abstand auf Gegner Soltau um das Torjägerduo Yavsan (13) und Turgut (12) beträgt schon sechs Punkte – und die Gäste stehen auf dem ersten Abstiegsplatz, vier Zähler unter dem Strich. Zuletzt ließen sie aufhorchen, als sie Spitzenreiter Uelzen erstmals bezwangen.

„Vielleicht ist das ganz gut für uns, da wissen meine Jungs, dass sie auch gegen einen Gegner aus der Abstiegszone hundert Prozent konzentriert sein müssen“, meint Trainer Sven Jenßen. Er muss zwar auf Schreiber (Rotsperre) und Köllmann (erneut verletzt) verzichten, dafür kehren aber M. Kusack und Khan zurück. Zudem hat Oldie Rose schon zugesagt und auch Sabatino wird wohl aushelfen. Im Winter soll der Kader dann Zuwachs bekommen. „Vier Neue habe ich schon an der Hand“, sagt Jenßen, ohne Namen zu verraten.

Entspannt hat sich die Personalmisere bei Eintracht Lüneburg vor der Partie beim TSV Etelsen – dafür ist nun Trainer Michael Krienke schwer vergrippt. Mitfahren will er dennoch, hat er doch im Moment viel Freude an seinem Team: „Wir haben zuletzt ganz anständig gespielt und wollen daran jetzt anschließen. Die Kombinationsmaschine läuft immer besser, nur die Torquote stimmt noch nicht.“

Also haben Trainerteam und Mannschaft sich das Ziel gesteckt, das Konto bis zur Winterpause noch auf 30 Punkte auszubauen – wären sieben Punkte aus vier Partien. Mit einem Sieg jetzt würde die SVE zunächst einmal den Gegner (5.) überholen. Hinter F. Reinecke (Hüftprellung) steht noch ein Fragezeichen, A. Thaqi fehlt gesperrt nach der fünften Gelben Karte. Schwer wird es für Elbmarsch in Uelzen, das nach der Pleite in Soltau nun mit Macht Herbstmeister werden will.