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Elbmarsch - SV Ilmenau

SVI versucht den Neuanfang

Viele Rückschläge musste der SV Ilmenau in der Hinrunde seiner ersten Saison in der Fußball-Landesliga einstecken, doch der Neuling lässt sich nicht unterkriegen. „Neues Spiel, neues Glück“ heißt es stets im Abstiegs-Roulette, nun auch wieder am Sonntag (14 Uhr, Melbeck) gegen Eintracht Elbmarsch. Der kriselnde MTV Treubund versucht, in einem weiteren Heimspiel gegen Bornreihe den Bock umzustoßen. Eintracht Lüneburg muss zum Kellerkind FC Hambergen.

Rückrundenbeginn  „da geht es wieder mit null Punkten los“, witzelt SVI-Trainer Sven Jenßen und würde am liebsten die Reset-Taste drücken, nachdem die Hinrunde mit sieben Niederlagen am Stück katastrophal endete. Dabei hatte sich der Neuling doch recht gut in der Liga eingefunden, vom zweiten bis achten Spieltag immerhin neun Punkte eingesammelt. Den Einbruch seitdem erklärt der Coach damit, dass „wir immer wieder Umstellungen vornehmen mussten, gerade auf wichtigen Positionen.“

Nur ein schwacher Trost ist, das der SVI sechs Spiele mit nur einem Tor Unterschied verloren und so gezeigt hat, dass er durchaus ein ebenbürtiger Gegner sein kann. „Es ist auch ein gutes Zeichen, dass wir uns in der zweiten Halbzeit meist noch steigern können“, findet Jenßen, der die Frage, was ihm noch Hoffnung macht, auch beantwortet mit dem Zusammenhalt sowie dem Spaß und der Konkurrenz im Training, an dem schon die Zugänge teilnehmen, die dann im neuen Jahr spielberechtigt sein werden. Zunächst muss er aber an der Aufstellung wieder puzzlen. Schreiber (Rotsperre), Schröder (5. Gelbe Karte) Köllmann (verletzt) und Felgner (privat verhindert) fallen neben den Langzeitverletzten aus.

„Das ist ein Derby, da ist alles machbar“, meint Jenßen dennoch unverdrossen, zumal die Oldies Rose und Sabatino wider helfen. Auf die oftmals so knappen SVI-Niederlagen sowie drei Siege spielt Elbmarsch-Obmann Tobias Wenck an, wenn er warnend von „interessanten Ergebnissen“ des Gegners seit dem 2:0 der Eintracht im Hinspiel spricht und ergänzt: „Die Aufgabe nur spielerisch lösen zu wollen, wird schwer. Wir müssen nach unseren spielerisch guten Leistungen, vor allem zuletzt in Uelzen, den Schalter wieder auf kampfbetont umlegen.“ Dabei fehlt Ossenkopp weiter. Hinter dem angeschlagenen F. Baltzer steht ein Fragezeichen. Und Wenck erinnert daran, dass es zum ersten Abstiegsplatz nur fünf Punkte sind: „Wir können uns in dieser verrückten Liga noch längst nicht sicher fühlen, müssen uns noch weiter absetzen.“

Das gilt verstärkt auch für den MTV Treubund, dessen Polster gerade mal ein Zähler beträgt. Die Misere begann mit einem 1:2 in Bornreihe, nach einem Sieg gegen Soltau folgten drei weitere Niederlagen. Und vor Wochenfrist der neue Rückschlag gegen Osterholz. „Rückschläge sind wir ja mittlerweile gewohnt“, nimmt es Co-Trainer Marc Bunge klaglos. „Wir müssen eben in dieser Saiso mehr investieren und werden irgendwann dafür auch belohnt“, ist er sicher. Am Sonntag kehrt nun Studtmann nach seiner Gelbsperre zurück, Kruse fehlt aber aus beruflichen Gründen.

„Das war eine schöne Hinrunde, das zählt jetzt aber nicht. Gegen Hambergen hat meine Mannschaft etwas gutzumachen“, erinnert Trainer Michael Krienke von Eintracht Lüneburg an das Heim-0:3 zum Saisonstart. „Jetzt sollen sie zeigen, dass zwischen dem 1. und 16. Spieltag eine Menge passiert ist, eine Entwicklung stattgefunden hat.“ Entscheidend könnte dabei sein, ob Torjäger Heineke (13 Treffer) ausgeschaltet wird  im Hinspiel traf er zweimal. Bei der SVE ist Thaqi nach Gelbsperre zurück im Kader, dafür fehlen Demir (Gelb-Rot-Sperre) und Hofmann (verhindert), der angeschlagene Kunert ist fraglich.