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Der TSV Gellersen liegt nur fünf Punkte hinter dem MTV Treubund - aber auch nur drei Punkte vor der Abstiegszone. Foto: be

MTV nimmt Platz zwei ins Visier

Platz drei, fünf und acht – zumindest in der Tabelle liegt das hiesige Trio in der Fußball-Landesliga nicht allzu weit auseinander. Dass der hoch gehandelte MTV Treubund nur fünf Zähler mehr gesammelt hat als Neuling TSV Gellersen, das überrascht dann aber schon. Und dass sich die SV Eintracht so viel stabiler präsentiert als in den vergangenen Jahren, war auch nicht unbedingt zu erwarten. Mit welchen Zielen und Erwartungen starten die Teams an diesem Sonntag in das Restprogramm? Die LZ fragte nach.

MTV Treubund:

Ohne Mittelstürmer ergibt ein 4-3-3-System keinen Sinn – die Lüneburger werden ihre Taktik umstellen müssen, da Malte Meyer nach Eddelstorf wechselte und Tim Franke knapp sieben Monate nach seinem Kreuzbandriss noch nicht so weit ist. Nun soll‘s das Daniel-Duo richten: Horn und Maaß haben das in der Vorbereitung schon ganz gut hinbekommen.

„Wir wollen den zweiten Platz erobern“, gibt Teammanager Guido Hattendorf als Ziel aus. „Man munkelt ja schon, dass Celle nicht aufsteigen will.“ Ansonsten haben die Turner natürlich noch den Bezirkspokal im Blick, das Halbfinale steigt Ostermontag beim VSV Hedendorf/Neukloster.

Torwart Lukas Broihan hat sich berufsbedingt Richtung Badenstedt verabschiedet, Marcel Witthöft kam aus Vastorf zurück. Und so schnell löst sich das Lazarett, auch unabhängig von Franke, wohl nicht auf. Thorben Glüsing und Tetje Kerstens werden in dieser Saison nach ihren Kreuzbandrissen nicht mehr spielen können, zurzeit muss auch Steffen Hattendorf wegen einer Knieverletzung pausieren.

Eintracht Lüneburg:

„Die Spielidee sitzt gut. Jetzt geht es nur noch um Feinheiten“, sagt Christopher Hehl, der den Blau-Weißen erfolgreich eine deutlich offensivere Grundausrichtung eingeimpft hat. Und da hat die Eintracht noch einmal an Qualität gewonnen: Ali Moslehe, regionalliga-erfahrener Neuzugang von Eintracht Elbmarsch, „bringt Tempo und Übersicht mit“, schwärmt Hehl. Er sieht den Ex-LSKner auf der Außenbahn, nicht unbedingt im Zentrum.

Mario Hoffmann ist zwar nach Neetze zurückgekehrt, dafür meldet sich Abwehrspieler Oliver Schulz nach zwei Jahren Pause zumindest bis April zurück. Das Lazarett hat sich dank der langen Winterpause mittlerweile deutlich gelichtet, allein Lukas Faltin ist noch angeschlagen.

Die spielfreie Zeit hat man auf der Hasenburg auch dazu genutzt, den Trainerstab sowie viele Spieler für ein weiteres Jahr zu binden. Allein Vincent Grzywaczewski wird im Sommer nach Ashausen wechseln. „Wir wollen uns stetig weiterentwickeln“, meint Hehl, der aber nichts von Titelträumen hält: „Das wäre noch ein langer, langer Weg für uns.“

TSV Gellersen:

Der Neuling startete fulminant, rutschte Anfang November zum ersten und einzigen Mal auf einen Abstiegsplatz, schob sich dann aber mit drei Siegen wieder in die obere Tabellenhälfte. „Natürlich wird das noch eng“, sagt Trainer Sven Kathmann angesichts der nur drei Punkte Abstand zum ersten Abstiegsplatz. „Und wir haben nur noch fünf Heimspiele. Der März wird ein ganz entscheidender Monat für uns.“

Drochtersen II, Winsen, Emmendorf, Ritterhude und Rotenburg heißen da die Gegner – zwei abgeschlagene sowie drei ebenfalls gefährdete Teams. Ex-Titelkandidat Rotenburg steht zwar mit 25 Punkten auf dem sechsten Platz. Aber Kathmann geht davon aus, dass man sich erst mit 42 Zählern richtig sicher fühlen kann.

Sehr zufrieden ist der Trainer bisher mit der Vorbereitung. Haris Brkic (Ochtmisser SV) und Jasper Günther (Küsten) haben den Kader verstärkt, allein Hendrik Scharfen ist noch angeschlagen. So kann Kathmann zurzeit mit 24 Feldspielern und zwei Torhütern arbeiten. „Im Winter haben die Jungs nicht großartig gesündigt“, stellte er fest. Den ersten Härtetest gewann Gellersen gegen Westercelle 5:0.