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Trauben für MTV hängen höher

Nach dem enorm wichtigen Sieg im Abstiegsduell gegen Dannenberg hat der MTV Treubund in der Fußball-Landesliga die Chance, im zweiten Heimspiel in Folge nachzulegen  theoretisch. Der Gegner hat es allerdings in sich, ist mit dem in dieser Saison überraschend starken TSV Etelsen der aktuelle Tabellenvierte. Seine Heimpremiere in diesem Jahr feiert der SV Ilmenau ausgerechnet gegen den designierten Meister Uelzen.

Der MTV Treubund hat beim 1:1 im Hinspiel noch „ein tolles Spiel gemacht“, erinnert sich Trainer Olaf Lakämper gerne, um anzufügen: „Jetzt wird es sauschwer.“ Da ist zum einen Gegner Etelsen, stets als kampfstark bekannt, der sich am spielerisch enorm weiterentwickelt hat. Und da ist zum anderen der Gastgeber selbst, der enorme Aufstellungssorgen hat. „Wir gehen personell am Krückstock“, drückt es Lakämper, eigentlich kein Freund des Lamentierens, drastisch aus. Denn zu den ohnehin bekannten Sorgen kamen vor Wochenfrist weitere dazu: Hattendorf plagt eine Adduktoren-Verletzung, Winter zog sich bei der Arbeit einen Sehnenriss im Fuß zu, Fornfeist hat muskuläre Probleme und konnte noch nicht trainieren und Studtmann sah ja die Rote Karte. Also rücken die A-Junioren Cibis und Sändker in den Kader.

Doch es gibt auch positive Nachrichten aus dem MTV-Lager: „Marc und ich haben verlängert“, verkündet Lakämper seine Vertragsverlängerung und die seines Assistenten Bunge. Und weiter: „Jetzt sind wir in Gesprächen mit den Spielern.“

Auch bei Stadtrivale Eintracht Lüneburg bleibt das Duo an der Seitenlinie in Amt. „Ja, wir haben den Auftrag bekommen, weiterzumachen, wir sind auch schon voll in den Planungen für die neue Saison“, bestätigt Coach Michael Krienke die Verlängerung für ihn und seinen Co-Trainer Georg Knacke. Für sie geht es am Sonntag zum FC Hagen/Uthlede, wo wiederum Trainer Florian Leschnik angekündigt hat, am Saisonende aufzuhören, weil er von der Einstellung einiger Spieler enttäuscht sei. „Das macht es für uns nicht leichter, die werden sich jetzt reinknieen“, glaubt Krienke.

Doch reingeknieet hat sich zuletzt ja auch seine Elf kräftig, machte aus einem 0:3 gegen Cuxhaven noch ein 4:3 und der Coach schwärmt immer noch: „Das hat uns richtig zusammengeschweißt  inklusive der Fans, die uns phantastisch unterstützt haben.“ Auf diesem Weg möchte er nun bleiben, wobei er aber auf das Comeback des zuletzt verletzt fehlenden Keepers Hopp hofft, allein schon, damit sich seine Aushilfe Plöger (aus der Dritten) nicht festspielt. Vertrauen für einen eventuell nötigen weiteren Einsatz hat der sich aber erworben. Fehlen wird dagegen Demir (Gelb-Rot-Sperre).

Vor einer schier unüberwindbaren Hürde steht der SV Ilmenau, wenn am Sonntag Spitzenreiter Teutonia Uelzen nach Melbeck kommt  im Hinspiel gab es eine 0:8-Klatsche. „So hoch wollen wir natürlich nicht nochmal verlieren“, benennt Trainer Sven Jenßen das Ziel. Allerdings muss er gleich ein Dutzend Spieler ersetzen, neben verletzten und angeschlagenen auch den privat verhinderten Felgner und Voloder, der vor Wochenfrist Gelb-Rot sah. Akteure aus der Zweiten und/oder Alten Herren müssen aushelfen. Und die vier Winter-Zugänge tun nun natürlich doppelt gut.

Mit dem Auswärtsspiel gegen Bornreihe steht Eintracht Elbmarsch die dritte schwere Aufgabe im Jahr bevor. „In der Hinrunde hatten wir nur einen Punkt aus den ersten drei Spielen, das wollten wir besser machen. Nach dem Sieg gegen Osterholz sind wir nun wieder im Plan und im Rhythmus“, freut sich Manager Philipp Meyn, dass die Elf die Cuxhaven-Pleite ausgebügelt hat. Dennoch soll nun das Konto natürlich weiter wachsen. Mißfeld fällt weiter aus, „sonst ist das einzige Problem, dass vier Spieler schon vier Gelbe Karten haben und von einer Sperre gefährdet sind.“