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Drittes Derby zwischen SVI und MTV

Es ist wieder Derby-Zeit in der Fußball-Landesliga. Der Spieltag an diesem Wochenende beginnt am heutigen Freitag (19.30 Uhr) in Melbeck mit dem Nachbarschaftsduell des SV Ilmenau gegen den MTV Treubund, nach den spielfreien Ostertagen steht der Vergleich Eintracht Elbmarsch gegen Eintracht Lüneburg an. Die Hasenburger müssen aber zuvor an diesem Sonntag erst einmal in einem Weichen stellenden Heimspiel gegen Soltau bestehen.

Aller guten Dinge sind drei: Darauf setzt der MTV Treubund, wenn er zum dritten Mal in dieser Saison gegen den SV Ilmenau antritt. Hinspiel (2:1) und Bezirkspokal-Duell (3:0) gingen jeweils zugunsten der Lüneburger aus. „Die werden sicher wieder tief stehen und kämpferisch alles geben“, rechnet MTV-Trainer Olaf Lakämper mit großer Gegenwehr des Fast-Absteigers, „da müssen wir gegenhalten und uns auch fußballerisch wieder steigern. Dann werden wir hoffentlich unseren Aufwärtstrend weiter fortsetzen.“ Seit vier Spielen ist sein Team nun ungeschlagen (8 Punkte), trotz aller personeller Probleme der letzten Wochen.

Auch nun bleibt die Personaldecke dünn. Harms und die Youngster Heissig und Sändker sind zwar wieder dabei, dafür löst nun das Fehlen von Grzywaczewski (Kurzurlaub) einen Engpass im Sturm aus, zumal Fornfeist weiter fehlt. Lakämper nimmt deshalb Tom Richter aus der Zweiten mit in den Kader.

Bei Gastgeber SVI hat Trainer Sven Jenßen ähnliche Sorgen. Zehn Mann sind „der gesunde Rest“, so der Coach, nachdem nun auch Gerasch und Schellin passen müssen. Spieler aus der Zweiten füllen den Kader auf. „Trotzdem wollen wir uns besser verkaufen, als beim 1:8 in Ahlerstedt, als nicht alle einhundert Prozent gegeben haben. Wir haben etwas gutzumachen“, weiß Jenßen.

Überschattet von der schweren Verletzung ihres Kapitäns und Torhüters Michael Hopp wird das Spiel der SV Eintracht Lüneburg gegen den MTV Soltau, das die Blau-Weißen gewinnen sollten, um sich Luft zum ersten Abstiegsplatz zu verschaffen. Bei Hopp, der gestern Abend in die Röhre sollte, besteht der Verdacht, dass „das Knie komplett kaputt ist“, so Trainer Michael Krienke. Der ist immer noch erregt über die Vorkommnisse in Bornreihe: „Ich sage es mal vorsichtig: Die waren überehrgeizig und hatten in Sachen Foulspiel einen Freibrief. Aber das war ja nicht alles, es gab zum Beispiel auch ausländerfeindliche Sprüche.“

Leidtragender der harten Gangart war auch F. Reinecke, der sich einen Zehenbruch zuzog. A. Reinecke fehlt privat, auch Kennemann und Thaqi fallen weiter aus. Aber Kabay ist wieder fit, und Hillen gab nach langer Verletzungspause ein gutes Comeback. Selbst Geist spielte erstmals nach seinem Beinbruch wieder. Ins Tor geht Plöger, der ja schon zweimal aushalf.

Vor einer hohen Hürde steht Eintracht Elbmarsch beim Heeslinger SC, der von den letzten 17 Spielen nur eins verlor und sich bis auf vier Punkte an Spitzenreiter Uelzen herangeschoben hat und von vielen aufgrund spielerisch überzeugender Leistungen auch als neuer Titelfavorit gesehen wird. Nun kann der Tabellendritte, der auch eine Oberliga-Zulassung beantragt hat, auch vom Hit des Spieltags zwischen Uelzen und dessen erstem Verfolger Eintracht Cuxhaven profitieren.

„Unser Ziel ist, nicht zu verlieren  aber das ist natürlich ein ganz anderes Kaliber als letzte Woche Rot-Weiß Cuxhaven“, weiß Eintracht-Manager Philipp Meyn. Wobei das 8:0 aber wegen wieder besserer Chancenverwertung Auftrieb gegeben hat. Vor einem Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause steht Mißfeld, dagegen fehlen M. Spill (Dienstreise), Kölpien (Arbeit) und Richter (verletzt).